Skip to main content

Nachhaltige Aktien

Markt, Kriterien und Einordnung für Anleger

Nachhaltige Geldanlage hat sich in den vergangenen Jahren von einer Nischenstrategie zu einem festen Bestandteil des Kapitalmarkts entwickelt. Wer heute über Aktien und ETFs nachdenkt, stößt unweigerlich auf das Kürzel ESG – es steht für Environment, Social und Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Doch was steckt konkret dahinter? Und wie lassen sich Anspruch und Wirklichkeit in diesem Bereich einordnen?

Der folgende Artikel gibt einen strukturierten Überblick über die Grundlagen nachhaltiger beziehungsweise grüner Aktien, den regulatorischen Rahmen in Deutschland, die wichtigsten Auswahlkriterien sowie die Chancen und Risiken, die mit dieser Anlagestrategie verbunden sind.

1. Was sind nachhaltige Aktien?

Nachhaltige Aktien sind Beteiligungen an Unternehmen, die neben wirtschaftlichen Zielen auch ökologische und soziale Maßstäbe anlegen. Die Grundidee: Wer Kapital bereitstellt, trägt Mitverantwortung dafür, wie dieses Kapital eingesetzt wird. Klassische Finanzentscheidungen basieren allein auf Rendite, Risiko und Liquidität. Nachhaltige Ansätze ergänzen diese Perspektive um eine vierte Dimension: die gesellschaftliche Wirkung einer Investition.

In der Praxis fließen ESG-Kriterien auf verschiedene Arten in Anlageentscheidungen ein.1 Einige Strategien schließen bestimmte Branchen kategorisch aus – etwa Rüstung, Tabak oder Glücksspiel. Andere wählen innerhalb jedes Sektors die unter nachhaltigen Gesichtspunkten am besten bewerteten Unternehmen aus, sogenannte Best-in-Class-Ansätze. Wieder andere richten sich konsequent an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen aus.2

Eines ist dabei entscheidend: Nachhaltigkeit ist kein einheitlich definierter Begriff. Was als nachhaltig gilt, hängt stark von der Methodik des jeweiligen Anbieters ab – und genau das macht Transparenz und Vergleichbarkeit so wichtig.

2. Grüne Aktien in Deutschland: Markt und regulatorischer Rahmen

NameISINBrancheHandel
Aixtron SEDE000A0WMPJ6Depositionsanlagen für HalbleiterindustrieJetzt anlegen
Aumann AGDE000A2DAM03Fertigungslinien für ElektromobilitätJetzt anlegen
Aurubis AGDE0006766504Weltweit agierender MetallrecyclerJetzt anlegen
BayWa AGDE0005194005Erneuerbare Energien, Agrar- und BauwirtschaftJetzt anlegen
BioNTech SEUS09075V1026Entwicklung von ImmuntherapienJetzt anlegen
CropEnergies AGDE000A0LAUP1Bioethanol aus BiomasseJetzt anlegen
Daldrup & Soehne AGDE0007830572Geothermische BohrungenJetzt anlegen
Deutz AGDE0006305006Motorentechnik für NutzfahrzeugeJetzt anlegen
Draegerwerk AG & Co. KGaADE0005550636Medizin- und SicherheitstechnikJetzt anlegen
EnviTec Biogas AGDE000A0MVLS8BiogasanlagenJetzt anlegen
Infineon Technologies AGDE0006231004Halbleiter- und SystemlösungenJetzt anlegen
INIT Innovation Traffic SystemsDE0005759807Öffentlicher Verkehr und TelematikJetzt anlegen
IVU Traffic Technologies AGDE0007448508Optimierung Mobilität und TransportJetzt anlegen
Jenoptik AGDE000A2NB601Technologiekonzern, Schwerpunkt PhotonikJetzt anlegen
Krones AGDE0006335003PET-Recycling, GetränkeabfüllungJetzt anlegen
Masterflex SEDE0005492938Weltmarktführer Hightech-SchlauchsystemeJetzt anlegen
Oekoworld AGDE0005408686Grüne KapitalanlagenJetzt anlegen
Pfeiffer Vacuum TechnologyDE0006916604Vakuumpumpen, Mess- und AnalysegeräteJetzt anlegen
Planethic Group AGDE000A3E5ED2Veganes LebensmittelunternehmenJetzt anlegen
PVA TePla AGDE0007461006Vakuum-Spezialist für PlasmaprozesseJetzt anlegen
Pyrum Innovations AGDE000A2G8ZX8Gummi- und KunststoffrecyclingJetzt anlegen
SAP SEDE0007164600Softwarelösungen für UnternehmenJetzt anlegen
Siemens Healthineers AGDE000SHL1006Medizintechnik- und SoftwarelösungenJetzt anlegen
Sto SE & Co. KGaADE0007274136Wärmedämm-VerbundsystemeJetzt anlegen
UmweltBank AGDE0005570808Nachhaltiges BankingJetzt anlegen
VERBIO SEDE000A0JL9W6BiokraftstoffeJetzt anlegen
Vossloh AGDE0007667107Optimierung Bahninfrastruktur und VerkehrJetzt anlegen
Wacker Chemie AGDE000WCH8881Grundstoffe für Solar- & eMobility-IndustrieJetzt anlegen

Der deutsche Markt für nachhaltige Geldanlage ist in den vergangenen Jahren gewachsen, hat aber den breiten Anlegermarkt noch nicht vollständig erreicht. Laut einer europäischen Verbraucherstudie des Europäischen Verbraucherverbands (BEUC) aus dem Jahr 2025 haben bereits 27 Prozent der Befragten nachhaltig investiert. Gleichzeitig können sich viele weitere Anleger vorstellen, künftig nachhaltige Finanzprodukte zu nutzen.

Ein wesentliches Hindernis bleibt jedoch die fehlende Transparenz. Besonders das Thema Greenwashing sorgt für Skepsis: 34 Prozent der Befragten nannten irreführende oder schwer überprüfbare Nachhaltigkeitsversprechen als Problem. Viele Anleger wünschen sich daher klarere Kriterien und bessere Vergleichsmöglichkeiten bei nachhaltigen Finanzprodukten.3

Um mehr Orientierung zu schaffen, hat die Europäische Union mit der Offenlegungsverordnung (SFDR) einen regulatorischen Rahmen eingeführt. Fonds werden dabei unter anderem nach Artikel 8 und Artikel 9 klassifiziert. Artikel-8-Fonds berücksichtigen ökologische oder soziale Merkmale, während Artikel-9-Fonds ein konkretes Nachhaltigkeitsziel verfolgen. Die Einstufung bietet Anlegern eine erste Orientierung, ersetzt jedoch keine eigene Prüfung der Anlagestrategie.4

Auch die Deutsche Börse hat Maßnahmen zur besseren Vergleichbarkeit umgesetzt. Über den ESG Visibility Hub können Unternehmen Nachhaltigkeitskennzahlen veröffentlichen, die sich an etablierten Berichtsstandards wie der Global Reporting Initiative (GRI) und dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex orientieren.5

Trotz dieser Entwicklungen bleibt eine zentrale Herausforderung bestehen: Es gibt weiterhin keine einheitliche Definition dafür, was genau als nachhaltige Geldanlage gilt. Anleger müssen deshalb nicht nur auf die Bezeichnung eines Produkts achten, sondern auch die zugrunde liegende Auswahlmethodik prüfen.

3. Sektoren mit Fokus auf Nachhaltigkeit im Überblick

Nachhaltige Aktien finden sich heute in nahezu allen Branchen – die Konzentration variiert jedoch erheblich. Besonders stark vertreten sind Unternehmen aus folgenden Bereichen:

  • Erneuerbare Energien: Wind-, Solar- und Wasserkraftunternehmen zählen zu den klassischen ESG-Werten. Der Sektor erlebte 2020 eine seiner stärksten Wachstumsphasen am Aktienmarkt, gefolgt von einer deutlichen Korrektur.
  • Technologie: Viele Tech-Unternehmen erfüllen ESG-Kriterien – insbesondere in den Bereichen Governance und CO₂-armer Betrieb. Allerdings führt das dazu, dass z.B. Nvidia im MSCI World SRI-Index zeitweise einen Indexanteil von fast 19 Prozent erreichte – ein Klumpenrisiko.
  • Gesundheit und Soziales: Pharmaunternehmen und Gesundheitsdienstleister schneiden im sozialen ESG-Bereich häufig gut ab.
  • Klassische Industrie: Hier kommt der Best-in-Class-Ansatz zum Tragen – Unternehmen mit relativ guten ESG-Bewertungen innerhalb eines Sektors können auch aus der Chemie- oder Automobilbranche stammen.

Ausgeschlossen sind in den meisten nachhaltigen Indizes, wie bereits erwähnt, Unternehmen aus Rüstung, Tabak und Glücksspiel. Dieser Ausschluss hat messbare Auswirkungen: 2024 schnitten viele nachhaltige ETFs schlechter ab als ihre konventionellen Pendants – weil Rüstungsaktien infolge des Ukraine-Krieges stark stiegen, nachhaltige Fonds von dieser Entwicklung aber nicht partizipierten.

4. Auswahlkriterien: Wie nachhaltige Aktien bewertet werden

Die Qualität nachhaltiger Investments hängt entscheidend von der Methodik ab, nach der Unternehmen ausgewählt und bewertet werden. Da es keine einheitliche Definition für nachhaltige beziehungsweise grüne Aktien gibt, nutzen Fondsanbieter und Indexanbieter unterschiedliche Ansätze, um Unternehmen anhand ökologischer, sozialer und unternehmerischer Kriterien (ESG) einzuordnen.

Zu den wichtigsten Bewertungsmethoden gehören Ausschlusskriterien, Best-in-Class-Ansätze, die Integration von ESG-Faktoren in die Unternehmensanalyse sowie Impact-Investing-Strategien. Welche Methode zum Einsatz kommt, beeinflusst maßgeblich die Zusammensetzung eines nachhaltigen Aktienportfolios.

 

4.1 Die gängigsten Ansätze im Überblick:

4.1.1 Ausschlussverfahren (Negative Screening)

Unternehmen und Branchen werden anhand von definierten Kriterien aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. Typische Ausschlusskriterien betreffen beispielsweise Rüstung, Tabak, Glücksspiel, fossile Brennstoffe oder Verstöße gegen internationale Nachhaltigkeitsstandards.

4.1.2 Best-in-Class

Branchen werden nicht pauschal ausgeschlossen. Stattdessen werden aus jedem Sektor die Unternehmen mit den relativ besten ESG-Bewertungen ausgewählt. Das ermöglicht eine breitere Diversifikation, bedeutet aber auch, dass Unternehmen aus kontroversen Branchen enthalten sein können – sofern sie im Sektorvergleich führend abschneiden.

4.1.3 ESG-Integration

ESG-Faktoren fließen systematisch in die Unternehmensbewertung ein. Ziel ist eine vollständige Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken bei der Aktienauswahl. Dieser Ansatz ist bei aktiv verwalteten Fonds weit verbreitet.

4.1.4 Impact Investing

Beim Impact Investing steht neben der finanziellen Rendite eine messbare ökologische oder soziale Wirkung im Mittelpunkt. Beispiele sind Investitionen in erneuerbare Energien, nachhaltige Infrastruktur oder Unternehmen mit konkretem Beitrag zu sozialen und ökologischen Zielen. Aufgrund der höheren Anforderungen an die Messbarkeit ist dieser Ansatz meist in spezialisierten Fonds zu finden.

Für Anleger ist es entscheidend, nicht allein auf die Bezeichnung eines Produkts zu achten. Die genaue Methodik eines Fonds oder ETFs ist in den jeweiligen Produktunterlagen sowie bei den verwendeten Indexanbietern wie MSCI oder S&P Global einsehbar. Eine Prüfung der Auswahlkriterien hilft dabei, die tatsächliche Nachhaltigkeitsausrichtung besser einzuordnen.

5. Nachhaltige ETFs: Breiter Marktzugang im Vergleich

ETFs – börsengehandelte Indexfonds – sind die am weitesten verbreitete Form, nachhaltig zu investieren. Laut Fondsverband BVI lagen Ende Juni 2025 knapp unter 750 Milliarden Euro in Publikumsfonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen, davon ein erheblicher Teil in ETFs.6

Eine Schlüsselrolle spielt dabei MSCI, der weltweit führende Indexanbieter. Der MSCI World als Basisindex umfasst rund 1.400 Einzelwerte aus 23 Industrieländern. In seiner Nachhaltigkeitsvariante „MSCI World ESG Screened“ werden bestimmte Unternehmen ausgeschlossen, etwa bei Verstößen gegen EU-Nachhaltigkeitsziele – es verbleiben rund 1.300 Aktien. Die strikte Variante „MSCI World SRI“ beschränkt das Portfolio auf Unternehmen mit herausragenden ESG-Ratings: Es verbleiben weniger als 400 Unternehmen.7

Diese Einschränkung hat Konsequenzen für die Portfoliostruktur. Im MSCI World SRI können einzelne Aktien oder Branchen einen höheren Anteil erreichen als in einem breit diversifizierten Index wie dem MSCI World. Anleger sollten daher berücksichtigen, dass nachhaltige Indizes je nach Auswahlmethodik mit höheren Konzentrationsrisiken verbunden sein können.

Die Stiftung Warentest hat im Rahmen ihres grünen Pantoffel-Portfolios untersucht, wie nachhaltige ETFs im langfristigen Vergleich abschneiden: Seit 2015 lag die grüne Variante des Welt-Pantoffel-Portfolios leicht vor der konventionellen. Im Jahr 2024 änderte sich das Bild jedoch: Nachhaltige ETFs entwickelten sich schwächer als klassische Varianten, unter anderem aufgrund der starken Kursentwicklung von Rüstungsunternehmen, die in vielen strengeren nachhaltigen Fonds ausgeschlossen sind.8

Das zeigt: Nachhaltige ETFs sind keine strukturell schlechteren Produkte – sie weisen jedoch ein anderes Chancen-Risiko-Profil auf als breite Marktindizes. Die Performance hängt stark davon ab, welche Branchen in einem bestimmten Marktumfeld dominieren.

6. Chancen nachhaltiger Aktien

Nachhaltige Investments verbinden das Ziel langfristiger Wertentstehung mit einer bewussten Ausrichtung auf gesellschaftliche Trends. Konkret ergeben sich daraus folgende Aspekte:

  • Strukturelle Rückenwinde: Der Übergang zu einer CO₂-armen Wirtschaft erfordert massive Investitionen in erneuerbare Energien, Infrastruktur und Technologie. Unternehmen, die in diesen Bereichen aktiv sind, können von politischen Förderprogrammen und regulatorischen Rahmenbedingungen profitieren.
  • Regulatorische Einbindung: Die EU-Offenlegungsverordnung und verschärfte Berichtspflichten erhöhen den Druck auf Unternehmen, ESG-Risiken ernst zu nehmen. Das kann die langfristige Risikostruktur von Unternehmen mit hohem Nachhaltigkeitsanspruch verbessern.
  • Wachsendes Anlegerinteresse: Laut der BEUC-Verbraucherstudie wären 27 Prozent der befragten Deutschen bereit, nachhaltig zu investieren. Steigt die Nachfrage, kann das mittel- bis langfristig Einfluss auf die Kapitalflüsse in ESG-konforme Unternehmen haben.
  • Langfristige Wertentwicklung: Der Test der Stiftung Warentest zeigt, dass nachhaltige Fonds und ETFs in den vergangenen Jahren mit konventionellen Produkten mithalten konnten. Ein pauschales Rendite-Handicap ist nicht erkennbar.

7. Risiken: Greenwashing, Bewertung und Marktzyklen

Nachhaltige Investments sind keine risikofreie Alternative zu klassischen Aktienstrategien. Spezifische Risiken müssen bei der Einordnung berücksichtigt werden:

  • Greenwashing: Das zentrale Glaubwürdigkeitsproblem des Marktes. Produkte werden als nachhaltig vermarktet, ohne dass stringente Kriterien zugrunde liegen. Laut der BEUC-Studie beklagte jeweils ein Drittel der enttäuschten Anleger, dass die Kriterien nicht den Erwartungen entsprachen oder Übertreibungen vorlagen.3
  • Konzentrationsrisiken: Je strenger die ESG-Anforderungen, desto enger das investierbare Universum. Das führt zu höheren Einzeltitel- und Sektorgewichtungen und kann die Volatilität erhöhen.
  • Marktzyklen und Sektorrisiken: Thematische Fonds – etwa im Bereich erneuerbarer Energien – sind stärker von der Entwicklung einzelner Branchen abhängig. Der Clean-Energy-Sektor verzeichnete nach einer starken Wachstumsphase in den Jahren 2020 und 2021 eine deutliche Korrektur. Dies zeigt, dass auch nachhaltige Themeninvestments zyklischen Schwankungen unterliegen können.9
  • Politische Veränderungen: Das regulatorische Umfeld für nachhaltiges Investieren kann sich verändern. In den USA haben große Vermögensverwalter ihre Mitgliedschaft in klimapolitische Allianzen zurückgezogen. Solche Verschiebungen können Kapitalflüsse und Indexpolitik beeinflussen.
  • Fehlende Standards: Eine einheitliche, verbindliche Definition nachhaltiger Investments existiert nicht. Das erschwert Vergleiche und erhöht den Rechercheaufwand für Anleger.

8. Fazit

Nachhaltige Aktien sind kein einheitliches Produkt, sondern ein breites Spektrum von Anlagestrategien, die sich in Methodik, Strenge und Ausrichtung erheblich unterscheiden. Der Markt ist gewachsen, die regulatorischen Rahmenbedingungen haben sich weiterentwickelt – und dennoch bestehen erhebliche Transparenzlücken.

Entscheidend für eine fundierte Einordnung ist das Verständnis der zugrundeliegenden Methodik: Wie werden Unternehmen ausgewählt, welche Branchen werden ausgeschlossen, und wie eng oder breit ist das investierbare Universum? Ein breiter, global diversifizierter Ansatz reduziert Konzentrationsrisiken, während ein thematisch fokussierter Ansatz höhere Schwankungsbreiten mit sich bringt.

Langfristig zeigen Daten, dass nachhaltige Fonds und ETFs konventionellen Produkten in der Wertentwicklung nicht grundsätzlich unterlegen sind. Kurzfristig können Marktphasen – wie der Rüstungsboom 2024 – zu Abweichungen führen.

Wer nachhaltig anlegen möchte, sollte die Produktunterlagen sorgfältig prüfen, sich nicht allein auf Bezeichnungen oder Marketingaussagen verlassen und die spezifischen Risiken dieser Anlageform in seine Gesamtbeurteilung einbeziehen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Die SFDR ist eine EU-Verordnung, die Fonds nach Nachhaltigkeitsgrad klassifiziert – in Artikel-6-, Artikel-8- und Artikel-9-Produkte – und so Vergleichbarkeit für Anleger schafft.4

Artikel-8-Fonds fördern ökologische oder soziale Merkmale. Artikel-9-Fonds verfolgen ein klar definiertes Nachhaltigkeitsziel und unterliegen strengeren Transparenzanforderungen.

Der ESG Screened filtert einzelne Unternehmen heraus – rund 1.200 bleiben übrig. Der SRI ist deutlich strenger und umfasst weniger als 400 Unternehmen.

Ein internationaler Standard für nichtfinanzielle Unternehmensberichterstattung. GRI-Standards bilden eine der wichtigsten Grundlagen für ESG-Bewertungen weltweit.

Ein Berichtsrahmen mit 20 Kriterien, der Unternehmen – besonders kleineren – eine standardisierte Offenlegung ihrer Nachhaltigkeitsleistung ermöglicht.

Der Europäische Verbraucherverband mit Sitz in Brüssel. Er setzt sich gegenüber EU-Institutionen für Mindeststandards und Transparenz bei nachhaltigen Finanzprodukten ein.

Eine Strategie, bei der neben Rendite eine messbare positive gesellschaftliche oder ökologische Wirkung angestrebt wird – etwa durch Investitionen in erneuerbare Energien oder soziale Infrastruktur.

2015 von den Vereinten Nationen verabschiedete globale Ziele zu Themen wie Klimaschutz und Armutsbekämpfung. Manche Fonds nutzen sie als Auswahlkriterium für Investitionen.

1. Umwelt Bundesamt (2022): Investment-Strategien bei nachhaltigen Geldanlagen.

https://www.umweltbundesamt.de/investment-strategien-bei-nachhaltigen-geldanlagen#was-ist-nachhaltiges-investieren

2. Vereinte Nationen, UNRIC - Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen: Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Agenda 2030.

https://unric.org/de/17ziele/

3. BEUC (2025): Greenwashing of sustainable finance products discouraging consumers from investing. S. 1.

https://www.beuc.eu/sites/default/files/publications/BEUC-PR-2025-033_Greenwashing_of_sustainable_finance_products_discouraging_consumers_from_investing.pdf

4. Europäischen Union (2019): Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (SFDR). Artikel 8 und Artikel 9.

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32019R2088

5. Deutsche Börse: Unternehmensangaben zur Nachhaltigkeit.

https://live.deutsche-boerse.com/esg-unternehmensangaben

6. BVI – Bundesverband Investment und Asset Management e. V. (2025): Fokus Nachhaltigkeit – H1 2025. Fonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen öffnen sich für Anlagen in Rüstungsunternehmen. S. 2.

https://www.bvi.de/fileadmin/user_upload/Statistik/Research/Fokus_Nachhaltigkeit__H1_2025__web.pdf

7. MSCI (2026): MSCI World SRI Index.

https://www.msci.com/indexes/index/701194/msci-world-sri-index

8. Stiftung Warentest (2025): Nachhaltiges Pantoffel-Portfolio: Ein ganzes Depot in Grün.

9. S&P Dow Jones Indices (2024): Navigating the Clean Energy Transition: Market Dynamics and Performance Insights. S. 12.

https://www.spglobal.com/spdji/en/documents/research/research-navigating-the-clean-energy-transition-market-dynamics-and-performance-insights.pdf

3 Schritte zu Aktien

1. Depot

Eröffnen Sie ein kostenloses Depot oder nutzen Sie Ihr bestehendes.

2. Aktien

Wählen Sie Ihre Aktien bequem online aus.

3. Order

Geben Sie Ihre Order auf.

Mehrfach ausgezeichnet!