Börsentalk #27 - Wichtige Ordertypen erklärt
Ordertypen helfen, sich beim Verkaufen ohne großen Aufwand gegen zu große Verluste abzusichern oder bei einem bestimmten Kurs Gewinne mitzunehmen. Deshalb widmen wir uns diesem Thema und erklären alle bei uns verfügbaren Ordertypen. Diese sind:
- Quote-Order
- Market-Order (Verkauf)
- Limit-Order
- Stop-Order
- Stop Limit-Order
- One Cancels Other-Order (Verkauf)
- Trailing Stop-Order (Verkauf)
Die erwähnte Youtube Playlist findest du hier: Ordertypen Erklärvideos
Weitere Information und Erklärvideos zu den Ordertypen bei justTRADE gibt es unter:
https://www.justtrade.com/ordertypen
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Michael: Folge 27 unseres Podcasts, diesmal wieder mit Tim.
Tim: Hallo Tim.
Michael: Hallo Michael, ich grüße dich.
Michael: Ja, in diesem Podcast, der ist, glaube ich, ein bisschen anders als die anderen Podcasts, weil wir haben uns mal vorgenommen, dass wir mal unsere Ordertypen besprechen, ne? Weil wir haben ja ein relativ großes Angebot an Ordertypen und ich glaube, da gibt es ja ganz gute Hinweise, ganz gute Ideen, wann man was einsetzt, welche Vorteile man hat, wenn man Ordertypen verwendet. Und insofern würde ich sagen, gehen wir die einfach mal durch und schauen mal, wie weit wir da aufklären können.
Tim: Genau. Dann würde ich sagen, fangen wir doch einfach direkt an. Vielleicht Michael, kannst du einmal erklären – du hast ja schon so ein bisschen angerissen, was so die generellen Vorteile eigentlich von Ordertypen sind – also wann macht es Sinn, sich Ordertypen eigentlich genauer anzuschauen?
Michael: Also grundsätzlich kann man sagen, machen Ordertypen immer dann Sinn, wenn ich, sagen wir mal, eine gewisse Strategie im Kopf habe und überlegen will: Gibt es bestimmte Einstiegspreise, zu denen ich kaufen will? Oder gibt es beispielsweise bestimmte Ausstiegspreise? Oder will ich zum Beispiel eine Position absichern? Ich fahre in Urlaub und will eben nicht dauernd mein Depot anschauen. Und dafür gibt es eben verschiedene Ordertypen, mit denen man beispielsweise seine Position absichern kann. Oder ich will irgendwie auch Gewinn mitnehmen und sage halt: Okay, wenn irgendwie ein Kurs erreicht wird, dann will ich aus einer Position raus. Also das sind am Ende so ein bisschen die Punkte, wann es Sinn macht, Ordertypen zu verwenden.
Tim: Okay. Aber gibt es auch irgendwelche Nachteile, die damit einhergehen, wenn man irgendwie Ordertypen verwendet?
Michael: Ja, also es gibt durchaus Nachteile. Also zum einen ist natürlich so, dass nicht jeder Handelsplatz alle Ordertypen anbietet, aber da, glaube ich, kommen wir gleich noch drauf. Und zum anderen ist es natürlich so, dass der Ordertyp an sich durchaus auch einen Nachteil haben kann, ne? Auch da gehen wir gleich noch drauf ein. Also es ist sozusagen ein Hilfsmittel, aber je nach Ordertyp gibt es eben, ich sage mal, Vor- aber auch Nachteile, die man eben kennen muss, sodass man halt auch den Ordertyp richtig verwendet und sich nicht nachher ärgert, dass er vielleicht so ausgeführt wurde und man es eigentlich ganz anders wollte.
Wichtige Rahmenbedingungen bei Ordertypen
Tim: Okay, also bevor wir, nachdem wir jetzt die Vor- und Nachteile einmal kurz skizziert haben, gehen wir noch mal kurz auf die Rahmenbedingungen ein, die man eigentlich noch zu dem Thema wissen muss. Also was gibt es da noch Wichtiges zu wissen, bevor man quasi dann die Ordertypen wirklich benutzt?
Michael: Grundsätzlich kann man vorab schon mal generell sagen, dass sowohl die Erteilung, die Ausführung oder auch die Löschung von der Limit-Order kostenfrei ist. Also da fallen jetzt nicht noch, wie vielleicht bei anderen Brokern, irgendwie noch mal eine extra Gebühr an, wenn ich eine Limit-Order platziere, sondern dies ist kostenfrei.
Dann sind eben diese Limit-Orders sowohl börslich als auch außerbörslich nutzbar. Also wir haben auf unserer Webseite – das verlinken wir dann auch in den Shownotes – eine genaue Übersicht, welcher Handelsplatz bietet eigentlich welchen Ordertyp.
Dann gilt bei uns eine maximale Gültigkeit der Limits von 90 Tagen. Danach wird die sozusagen automatisch gecancelt und dann kann ich die wieder neu erteilen.
Dann haben wir auch keine Teilausführung. Also bei keiner Order gibt es bei uns Teilausführung, also am Ende immer Vollausführung oder keine Ausführung. Also am Ende entspricht das so ein bisschen dem Orderzusatz „All or None“.
Fälschlicherweise, muss man hier sagen, glauben manche Leute, das hat sich so ein bisschen rumgesprochen, dass vielleicht „Fill or Kill“ so der Zusatz ist, der Teilausführungen verhindert. Also es gibt ja Broker, die für Teilausführungen auch Gebühren berechnen, und da gab es dann immer die Option: Na, da mache ich halt eine „Fill or Kill“-Order und dann habe ich eben keine Teilausführung.
Dem ist aber nicht so. Also auch bei der „Fill or Kill“-Order kann es durchaus zur Teilausführung kommen. Insofern ist der richtige Zusatz quasi „All or None“. Und bei uns ist es eben so, dass wir generell an keinem Handelsplatz Teilausführungen haben, sondern das ist immer eine Vollausführung.
Dann können Limit-Orders auch nur während der Handelszeit erteilt werden. Also ich kann jetzt nicht am Wochenende Orders erteilen. Das liegt so ein bisschen daran, dass wir jede Order direkt in das Orderbuch der gewählten Börse oder des gewählten Emittenten schicken. Und die werden eben sofort da validiert. Und wenn da irgendwie was nicht passt, gibt es eben sofort eine Rückmeldung, eine Ablehnung oder eben eine Annahme.
Und am Wochenende sind eben die Handelsplätze zu, sodass wir die Orders da nicht hinschicken können. Das ist der Grund, warum es eben nur während der Handelszeiten geht.
Dann eine Orderänderung können eben auch nicht alle Handelsplätze unterstützen, sodass wir halt sagen: Okay, man muss halt einmal löschen und dann die Order neu erteilen. Dann ist man aber auch gewiss, dass die Order sozusagen auch wirklich korrekt geändert wurde.
Dann gibt es eben im Limithandel noch, ich sage mal, maximale Ordervolumen. Die sind eben börslich 100.000 Euro beziehungsweise 99.999 Stücke. Im außerbörslichen Limithandel sind es eben 50.000 Euro beziehungsweise 99.999 Stücke. Also will heißen: Wenn ich jetzt irgendwie eine Limit-Order über 120.000 Euro erteilen will, dann geht das eben nicht.
Also das sind sozusagen die Vorabinformationen. Die haben wir eben auf dieser einen Seite auf unserer Webseite, wo wir die ganzen Ordertypen beschreiben, auch noch mal zusammengefasst.
Und vielleicht auch noch mal vorab: Wir haben natürlich auch bei YouTube für jeden Ordertyp ein eigenes Video, das noch mal erläutert, genau wie sich das Limit mit Screenshots und Videos setzt, sodass wir die Kunden da genau an die Hand nehmen, wenn man eben so ein bisschen unsicher ist, wie es eigentlich funktioniert.
Quote-Request-Order
Michael: Und insofern, Tim, würde ich jetzt sagen, fangen wir doch einfach mal an. Wir nehmen uns mal den ersten und in meinen Augen einen der besten Ordertypen raus. Das ist die sogenannte Quote-Request-Order. Vielleicht kannst du die mal ganz kurz erläutern.
Tim: Ja, da hast du absolut recht. Das ist wahrscheinlich die beste und wahrscheinlich auch die, die unsere Kunden auch am meisten nutzen. Und zwar funktioniert die Quote-Order so, dass man einfach jetzt zum Beispiel sagt: Okay gut, ich möchte eine Adidas-Aktie kaufen. Und dann drückt man bei uns auf „Kaufen“ und dann hält man für diese angefragte Stückzahl bei dem jeweiligen Handelspartner einen Kurs, zu dem der Handelspartner bereit ist, diese Order auszuführen.
Und dieser Kurs erscheint dann fünf Sekunden. In der Zeit können sich die Kunden entscheiden, ob sie diesen Kurs akzeptieren oder eben nicht. Und das Tolle dabei ist, dass sie einfach genau wissen, zu welchem Preis dann auch dieser Kurs diese Order ausgeführt wird.
Und ich finde, das gibt einem eine große Sicherheit. Und vor allem haben wir auch in einer der vorherigen Folgen erwähnt, dass unsere Kunden dadurch auch enorm viel Geld sparen, weil sie auch immer wissen, zu welchem Kurs an welcher Börse auch ausgeführt wird.
Bei der Quote-Request-Order gibt es halt keine Überraschung, ne?
Michael: Ja, es gibt durchaus auch Fälle, wo der Börsenplatz dann sagt oder der Emittent den Kurs ablehnt. Da muss man einfach sich noch mal einen neuen Kurs holen. Aber den Kurs – also wenn die Order ausgeführt wird –, dann ist das exakt zu dem Kurs, den man vorher angefragt und bestätigt hat. Also das ist ein riesiger Vorteil.
Market-Order
Tim: Und genau das unterscheidet sich ja eigentlich zu dem, sage ich mal, gängigsten Ordertyp bei anderen Online-Brokern, der sogenannten Market-Order. Vielleicht magst du die einmal erklären, was vor allem auch der Unterschied ist zur Quote-Order?
Michael: Also eine Market-Order, man sagt auch im Volksmund „billigst“ oder „bestens“ Order, ist halt so: Ich habe einfach eine Kauf- oder eine Verkaufsabsicht und die Order wird dann zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt.
Das ist auch der Grund, warum wir beispielsweise die Market-Buy-Order gar nicht haben, sondern da sagen wir halt: Die Quote-Order ist die bessere Market-Order.
Aber nehmen wir mal die Market-Sell-Order. Das heißt, ich sage einfach: Okay, ich habe jetzt, als Beispiel, 10 Adidas und ich will die einfach verkaufen. Der Kurs ist mir egal. Dann erteile ich eine Market-Order und dann wird die eben zum nächsten Kurs, der an der Börse gebildet wird, ausgeführt.
Und das hat eben den riesigen Nachteil, dass der Kurs halt nicht feststeht. Und wenn die Aktie jetzt stark schwankt, also gerade in, sage ich mal, hektischen Marktphasen, dann gibt es ja durchaus auch so Dips nach unten. Und dann wird eben die Order unter Umständen zu einem viel niedrigeren Kurs ausgeführt, als ich den vorher gesehen habe.
Das ist in meinen Augen eben der riesige Nachteil der Market-Order. Es gibt sozusagen für die Market-Order in meinen Augen auch nur einen einzigen Vorteil, und das ist der Market-Sell: Wenn ich halt einfach sage: Okay, der Markt ist mir zu heiß, zu hektisch, ich will einfach raus, dann sage ich: Okay, komm, Market-Order, und die Position ist verkauft, fertig. Da muss ich mich nicht drum kümmern und dann ist auch gut.
Aber ansonsten ist die Market-Order halt wirklich mit dem Risiko behaftet, dass der Kurs, den ich vorher gesehen habe, stark abweichen kann. Und das ist unter Umständen eben total ärgerlich.
Limit-Order
Michael: Und dann vielleicht so das Pendant wäre ja dann die Limit-Order. Tim, vielleicht erläuterst du die Limit-Order mal ganz kurz.
Tim: Ja, das mache ich sehr gerne. Also bei der Limit-Order legt man schon vorab einen Limitkurs fest, wie viel man maximal für ein Wertpapier bezahlen möchte oder wie viel man mindestens für ein Wertpapier erzielen möchte.
Und das kann man auch ganz plastisch an einem Beispiel erklären: Die Aktie steht zum Beispiel gerade bei 100 Euro und ich möchte diese Aktie kaufen. Also erstelle ich eine Limit-Buy-Order für 95 Euro. Die muss unterhalb des aktuellen Kurses liegen, weil ich zum Beispiel sage: Okay gut, 100 Euro, das ist mir aktuell noch zu teuer. Nach meinen Berechnungen liegt der faire Wert irgendwie bei 95 Euro und da bin ich dann wirklich auch bereit zu kaufen.
Dasselbe gilt auch für den Verkauf, nur andersherum. Da liegt der Kurs auch wieder bei 100 Euro. Wenn ich jetzt eine Limit-Sell-Order einrichte, dann muss ich sie oberhalb des aktuellen Kurses einrichten, also bei 105 Euro als Beispiel. Und dann wird auch die dann direkt ausgeführt.
Stop-Order und Stop-Limit-Order
Tim: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Stop-Order. Michael, magst du vielleicht kurz erklären, was die Stop-Order ist und vor allem vielleicht auch schon einen Schritt weiter, was auch der Unterschied zur Stop-Limit-Order ist?
Michael: Also das ist eben ein Ordertyp, den auch nicht alle Handelsplätze haben. Beispielsweise bietet die Lang & Schwarz Exchange ja keine Stop-Orders an.
Also die klassische Stop-Order müsste eigentlich heißen Stop-Market-Order im Gegensatz eben dazu dann die Stop-Limit-Order.
Also eine Stop-Order ist halt: Ich kann einen Stopkurs festlegen. Und wenn dann dieser Stopkurs erreicht oder überschritten beziehungsweise unterschritten beim Verkauf wird, dann wandelt sich diese Stop-Order in eine Market-Order.
Das heißt, dann geht die in den Markt und wird dann zum nächsten Kurs ausgeführt. Und da kommt wieder das Beispiel von eben, dass eine Market-Order natürlich unter Umständen in stark schwankenden Phasen zum nächstmöglichen Kurs erst ausgeführt wird oder ausgeführt werden kann.
Wenn der Markt stark schwankt, muss man eben bei einer Stop-Order wissen, dass sich der Stop, sobald er einmal erreicht wird, in eine ganz normale Market-Order wandelt.
Und das hat eben den Nachteil: Ich kenne den Kurs nicht. Aber in der Regel wird natürlich die Position beziehungsweise die Order auch dann ausgeführt, weil es eben dann zu einer Market-Order wird.
Dem gegenüber ist halt die Stop-Limit-Order. Da gebe ich zum einen den Stopkurs an und ich gebe aber parallel auch den Limitkurs an. Das heißt, wenn dann eben dieser Stopkurs erreicht wird oder halt unterschritten beziehungsweise überschritten wird, dann wandelt sich eben diese Stop-Limit-Order nicht in eine Market-Order, sondern in eine normale klassische Limit-Order mit den Vor- und Nachteilen der Limit-Order.
Sprich: Die Order ist dann getriggert und dann wird eben geprüft: Ist das Limit erreicht und wird sie ausgeführt? Das heißt, ich habe da eine gewisse Absicherung, dass es eben nicht zu irgendeinem nächstmöglichen Kurs ausgeführt wird, sondern eigentlich zu dem Limitkurs, den ich halt haben will.
Und das ist, sagen wir mal, der Vorteil natürlich dann dieser Stop-Limit-Order, allerdings mit dem Nachteil, dass ein Limit halt auch bedeutet, sie wird unter Umständen nicht ausgeführt.
One-Cancels-Other-Order
Tim: Kommen wir nun abschließend zu den, ich würde mal sagen, zwei außergewöhnlichsten Ordertypen, aber auch irgendwie die coolsten. Fangen wir einfach mal mit der One-Cancels-Other-Order an. Kannst du die vielleicht einmal kurz erklären?
Michael: Ja, die finde ich in der Tat auch echt spannend. Und man kann fast sagen, die sollte man viel öfter auch einsetzen.
Bei der One-Cancels-Other-Order sind eigentlich sogar zwei Orders enthalten. Das ist die Kombination eben aus einer Stop- und einer Limit-Order. Das heißt, ich kann mit der One-Cancels-Other-Order sozusagen meine Position nach oben absichern, ich kann sie aber auch sozusagen nach unten absichern.
Das heißt, der Vorteil ist: Ich kann halt für mich sagen: Na ja, bei dem und dem Kurs will ich raus. Dann mache ich sozusagen die Gewinnmitnahme. Ich kann aber auch sagen: Na, aber wenn die Aktie dann stark fällt, dann will ich aber raus.
Und das ist der tolle Vorteil. Ich platziere quasi zwei Orders, die auf der einen Seite sagen: Ich will oben – also man sagt auch Take Profit – einen Gewinn nach oben mitnehmen. Wenn die Aktie stark steigt, dann will ich raus. Und ich habe das Risiko abgesichert, wenn sie dann aber fällt, dass ich dann auch rausgehe.
Allerdings auch hier gilt: Wenn der Stop getriggert wird nach unten, dann wird es eben auch wieder eine Market-Order und dann wird eben die dazugehörige Limit-Order automatisch gestrichen. Und wenn eben die Limit-Order erreicht wird, dann wird logischerweise die Stop-Order gestrichen.
Also das ist, finde ich, ein Wahnsinns-Ordertyp. Den haben wir beim Verkauf. Das ist wirklich echt eine gute Sache.
Vielleicht machen wir da noch mal ein Beispiel: Also der Kurs liegt bei 100 Euro und dann kann ich halt beispielsweise sagen, ich will nach oben ein Limit bei 120 haben und ich will einen Stop bei 80. Das heißt, ich habe quasi so einen Korridor gesetzt, plus 20 Euro um den aktuellen Kurs.
Und wenn dann eben die Aktie steigt auf 120, wird die Order ausgeführt. Oder wenn sie eben fällt bis auf 80 Euro, wird sie dann eben auch ausgeführt. Und das macht es einfach total attraktiv, dass man halt wirklich so eine Position sowohl nach oben als auch nach unten absichern kann.
Und vielleicht noch als Ergänzung dazu: Das ist vor allem, glaube ich, für den rationalen Investor total interessant, weil er sich halt vorher schon überlegen kann: Okay gut, das ist mein Einstiegskurs, der liegt bei 100 Euro. Aber für 120 Euro bin ich auch schon bereit, die Aktie wieder abzustoßen. Bei 80 Euro muss ich überlegen: Okay gut, da würde ich sie auch wieder lieber abgeben, weil dann passt der faire Wert wieder für mich nicht.
Und das kann ich schon vorher festlegen und halt nicht irgendwie in Emotionen reinlaufen, zufällig verkaufen oder so. Und das ist, glaube ich, auch noch mal ein ganz wichtiger Aspekt, diese Rationalität, die bei diesem Ordertyp auch mit dazugehört.
Trailing-Stop-Order
Tim: Ja, und dann haben wir noch den siebten Ordertyp. Ich glaube, das ist so ein bisschen dein Favorit, ne? Die sogenannte Trailing-Stop-Order.
Michael: Ja, und das ist auch das Schöne, dass das auch so ein bisschen wieder die Emotionen rausnimmt, finde ich.
Also die Trailing-Stop-Order ist eine Stop-Order, bei der der Stopkurs nicht irgendwie fix ist, sondern sich einfach mit der Kursentwicklung nach oben hin mitbewegt und dadurch halt auch einfach weiterhin Gewinne möglich macht, aber halt den Verlust dann auch wieder begrenzt.
Und das kann man auch ganz gut an dem Beispiel erklären: Der Kurs ist auch jetzt hier wieder bei 100 Euro und ich setze meine Stop-Order bei 80 Euro.
Bei uns gibt es die Möglichkeit, dann das Trailing, also den Abstand, entweder absolut oder prozentual zu wählen. Wir machen jetzt in unserem Beispiel mal 20 Euro, also einen absoluten Abstand.
Und jetzt in unserem Szenario steigt der Kurs von 100 auf 120 Euro. Und was macht der Stopkurs? Der Stopkurs bewegt sich genau um diese 20 Euro mit und liegt jetzt bei 100 Euro.
Das heißt, wir haben auch weiterhin unsere Kursaufwärtsbewegung mitgenommen und haben auch wieder unseren Stopkurs jetzt höher gesetzt. Und wenn er jetzt runterfallen würde, dann würden wir auch wieder per Market-Order, so wie es Michael vorhin eingangs schon erwähnt hat, auch direkt verkaufen.
Aber nach oben hin würde der Kurs auch immer wieder weiter mitziehen und immer weiter diesen 20-Euro-Abstand mitgehen und halt so wirklich Gewinne realisieren, aber halt auch wirklich dann Verluste ganz stark und damit auch wieder rational begrenzen.
Tim: Genau, das ist, glaube ich, auch noch ein überragender Ordertyp zum Abschluss.
Michael: Ja, also der ist auch wirklich häufig genutzt und hat halt wirklich den Vorteil, dass ich gerade bei steigenden Märkten die Order erteilen kann, muss mich nicht drum kümmern, bin sozusagen nach oben – da lasse ich die Börse laufen – und bin nach unten abgesichert. Das ist wirklich total spannend.
Ich glaube, in Summe haben wir wirklich viele gute Ordertypen und es lohnt wirklich ein Blick auf unsere Webseite, wo wir die alle noch mal erklären, weil man damit einfach, ich glaube, sein Tradingverhalten und auch das Thema Gewinne und Verluste wirklich verbessern kann.
Tim: Ja, ich glaube, dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen. Schaut es euch gerne an. Ich hoffe, ihr konntet auch einiges mitnehmen, habt vielleicht den einen oder anderen Ordertyp noch gar nicht gekannt und erkennt ihn zumindest jetzt. Und vielleicht nutzt ihr den auch mal, um da auch das eine oder andere mal auszutesten.
In dem Sinne, danke dir, Michael, und bis zum nächsten Mal.
justTRADE. So einfach geht Investieren.

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