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Börsentalk #2 – Wegfall Mindestordervolumen, meistgehandelte Werte und Valour

In der zweiten Folge sprechen Michael & Tim über die Abschaffung des Mindestordervolumens im börslichen Handel, die auf vielfachen Kundenwunsch zum 01.06.2023 eingeführt wurde. Ab sofort können über justTRADE Aktien, ETFs, ETCs und ETPs bereits ab 1 Stück über die drei Börsen LS Exchange, Quotrix sowie Tradegate gehandelt werden. Darüber hinaus erläutert Michael, welche Fremdkosten bei der Ordererteilung anfallen.

Wenn du möchtest, dass deine Frage in einer der nächsten Folgen beantwortet wird, schicke uns eine E-Mail an: podcast(at)justtrade.com 

In der Rubrik “justTRADE Marktnews” stellen wir die meistgehandelten Werte unserer Kunden aus dem Mai vor.

Wir freuen uns sehr, dass wir unseren ersten Gast Marco A. Infuso vom Krypto-Anbieter Valour in unserem Podcast begrüßen durften. Ab Minute 7:33 sprechen wir mit Marco über folgende spannenden Themen:

  • Marco's Einschätzung zur MiCa-Verordnung
  • Was ist überhaupt ein Krypto-ETP und inwiefern unterscheidet er sich von einer nativen Kryptowährung?
  • Welche Besonderheiten gibt es bei den Produkten von Valour?
  • Wie verdient Valour mit den Zero-Fee Krypto-ETPs Geld?
  • Auf welche Neuerungen kann man sich von Valour freuen?
  • Ausblick auf den Krypto-Markt 2023

Mehr Informationen zu Valour: https://de.valour.com/

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Tim: Ja, schon die zweite Folge!

Michael: Hi Tim!

Tim: Ja, in der Tat – und vor allem diesmal mit unserem ersten Gast in unserem Podcast.

Michael: Aber dazu später mehr.

Tim: Ja, genau. Bevor wir starten, ein kleiner obligatorischer Disclaimer: Die bereitgestellten Inhalte in diesem Podcast dienen nur der Information, stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar und sind weder als Angebot noch als Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren und Kryptowährungen zu verstehen.

Starten wir direkt wieder wie gewohnt mit den justTRADE Customer Stories.

Wir haben nach der ersten Folge schon einige Fragen erreicht, worüber wir uns wirklich sehr gefreut haben und die wir gerne auch in den nächsten Folgen aufnehmen werden.

Aber seit jeher erreichen uns schon sehr viele Anfragen von Kunden bezüglich des Mindestordervolumens. Seit dem Start von justTRADE waren Orders erst ab einem Ordervolumen von 500 Euro möglich.

Aber auf vielfachen Wunsch wurde das bisherige Mindestordervolumen von 500 Euro jetzt zum 1. Juni gesenkt.

Tim: Michael, da wäre natürlich die Frage: Geht das eigentlich, das neue Mindestordervolumen, für alle Assetklassen?

Michael: Nein, klares Nein. Wir haben in der Tat zum 1. Juni das Mindestordervolumen für börsliche Orders gesenkt. Das heißt also beispielsweise Aktien oder ETFs. Man kann zukünftig ab einem Stück börslich handeln.

Das gilt für alle Orders über die drei Börsen, die wir anbieten: die LS Exchange, Quotrix und die Tradegate Exchange.

Für den Handel von Zertifikaten, Optionsscheinen oder Hebelprodukten – der erfolgt bei uns ja außerbörslich – gilt weiterhin das Mindestvolumen von 500 Euro.

Damit du im Handel noch flexibler bist und deine Handelsstrategien bestmöglich umsetzen kannst, haben wir uns aufgrund der Kundenanfragen dazu entschieden, das Mindestordervolumen abzusenken.

Das bleibt für alle Orders bei der gewohnten 0-Euro-Orderprovision, zuzüglich der Handelsplatzentgelte. Allerdings reichen wir die anfallenden Fremdkosten in Höhe von 1 Euro pro Transaktion an unsere Kunden weiter. Bisher haben wir diese für börsliche Orders übernommen. Das geht bei Orders unter 500 Euro nun nicht mehr.

Tim: Und gilt das neue Preismodell eigentlich automatisch für alle Kunden?

Michael: Das Preismodell gilt nicht automatisch. Der Gesetzgeber hat vorgegeben, dass Kunden bei Preismodelländerungen aktiv zustimmen müssen.

Insofern haben wir einfach in die Ordermaske – sowohl über die App als auch über unser Web-Trading – eine Zustimmung implementiert.

Wenn ich eine börsliche Order erteile, geht ein kleines Fenster auf. Dort kann ich mir das neue Preismodell anschauen. Wenn ich dann zustimme, ist das hinterlegt und ab diesem Zeitpunkt gilt für mich das neue Mindestordervolumen von unter 500 Euro.

Tim: Du hattest ja vorhin auch schon den börslichen Handel erwähnt. Gibt es denn auch eine Anpassung bei den Sparplänen oder beim nativen Kryptohandel?

Michael: Da gibt es keine Änderung. Da bleibt das Mindestvolumen bestehen. Das beträgt im Kryptohandel 50 Euro und bei den Sparplänen redet man ja von der Sparplanrate. Die Mindestsparplanrate ist weiterhin 25 Euro. Aber da gibt es keine Änderung.

Tim: Wir hatten ja vorhin das Thema Fremdkosten. Michael, magst du den Zuhörern einmal kurz erklären, wo bei der Orderaufgabe beziehungsweise bei der Orderausführung Fremdkosten anfallen können?

Michael: Genau. Also, man muss hier vielleicht ein bisschen genauer sein. Bei der Orderaufgabe fällt erst einmal noch nichts an. Es geht eben bei der Orderausführung um verschiedene Stellen.

Im Wesentlichen ist das das Clearing und das Settlement, bei dem die Orders auch abgewickelt werden. Da gibt es beispielsweise Schlussnoten, Schlussnotendatenträger oder andere Buchungskosten.

Das sind eben die Fremdkosten, die im Rahmen einer ausgeführten Order anfallen, damit die Stücke beziehungsweise das Geld verbucht werden.

Und das ist eben dieser eine Euro, den wir jetzt pauschaliert weitergeben.

Tim: Genau. Okay, vielen Dank für die Aufklärung zu dem neuen Preismodell.

Wenn du als Zuhörer noch weitere Fragen hast, die wir in einer der nächsten Folgen behandeln sollen, dann schreib uns doch gerne an podcast(at)justtrade.com. Wir behandeln das dann in einer der nächsten Folgen.

Kommen wir nun zu den justTRADE Marktnews.

Da widmen wir uns den meistgehandelten Werten aus dem Mai. Die haben wir einmal für euch mitgebracht und aufbereitet.

Kurze Erklärung dazu, wie diese Reihenfolge zustande kommt:

Wir werden einmal im Monat die Handelsaktivitäten unserer Kunden auswerten, um einfach herauszufinden, welche Werte am meisten gekauft oder verkauft werden.

Dabei beschränken wir uns einmal auf Aktien und Kryptowährungen.

Die Reihenfolge setzt sich aus dem Nettofluss aus Käufen und Verkäufen zusammen.

Vereinfacht gesagt heißt das für die meistgehandelten Werte: Die Top 5 meistgekauften Aktien sind einfach die Aktien, bei denen es mehr Käufe als Verkäufe gab.

Tim: Ja, Michael, dann lüfte doch mal bitte das Geheimnis, welche Werte am meisten gehandelt wurden.

Michael: Ja, das mache ich gerne.

Fangen wir mal mit den Aktien an. Da haben wir uns die fünf meistgekauften einmal angesehen.

Auf Platz 1 wäre das PayPal, Platz 2 Bayer, Platz 3 Allianz, Platz 4 Adidas und Platz 5 Deutsche Bank.

Das heißt, man sieht hier deutlich, dass unsere Kunden sehr DAX-lastig unterwegs sind. Vielfach werden eben genau deutsche Werte gehandelt.

Bei den Verkäufen sieht es so aus: An erster Stelle ist Tesla, dann kommt Mercedes-Benz, dann kommt Berkshire Hathaway, dann Nvidia und dann Symrise.

Hier sieht man, dass Deutschland nicht ganz mehr so passt. Hier haben wir drei amerikanische Unternehmen unter den Top 5.

Vielleicht heben wir mal Nvidia hervor. Die ist ja innerhalb eines Tages, am 25. Mai, um 25 Prozent gestiegen.

Das liegt unter anderem daran, dass Nvidia sozusagen von dem sogenannten KI-Hype profitiert – also beispielsweise ChatGPT, um ein Stichwort zu nennen.

Viele Rechenzentrumsbetreiber statten ihre Server eben mit den Chips von Nvidia aus, weil die einfach extrem schnell sind und eine sehr hohe Rechenleistung haben.

Unterm Strich glaube ich, dass sich sagen lässt, dass unsere Kunden gut informiert sind. Das heißt, sie schauen sich wirklich an, was bei ihren Aktien passiert, und reagieren dann entsprechend.

Also, das finde ich echt spannend zu sehen.

Last but not least auch noch die Kryptowährungen.

Die Top 5 der meistgekauften Kryptowährungen im Mai waren an erster Stelle Bitcoin, dann Litecoin, Solana und EOS.

Tim: Ja, vielen Dank für die spannenden Inhalte direkt von unserer Plattform beziehungsweise von unseren Kunden.

Wie bereits eingangs erwähnt, haben wir doch in dieser Folge einen spannenden Gast.

Michael: Ja, wir freuen uns, dass wir in unserer Rubrik justTRADE Guests unseren ersten Gast heute begrüßen dürfen: Marco Infuso vom Krypto-ETP-Emittenten Valour.

Marco, schön, dass du da bist. Stell dich doch einfach vielleicht ganz kurz mal vor.

Marco: Ja, Michael, schön, dass ich dabei sein darf. Auch von meiner Seite – zumindest virtuell – in meiner alten Heimat Frankfurt.

Ich selber – man hört es am Slang – komme aus dem hessischen Land, bin seit knapp 20 Jahren hier in der Schweiz und aktuell beim Krypto-ETP-Emittenten Valour zuständig für den Vertrieb in unserer Zielregion.

Michael: Ja, das ist doch echt spannend. Du bist ja auch ein Partner von uns. Das heißt, unsere Kunden können eure Produkte auch handeln.

Was vielleicht kannst du auch ganz kurz noch mal vorstellen: Was macht Valour eigentlich genau?

Marco: Gerne. Valour ist eigentlich die Brücke zwischen der alten und der neuen Welt.

Konkret bedeutet das: Wir verpacken Bitcoin und Co. und machen sie im gewohnten Depot handelbar, ohne dabei Kopfschmerzen mit der sogenannten Wallet zu haben, die man bei Kryptowährungen ja braucht, und dem dazugehörigen Passwortsatz, den der eine oder andere auch gerne beziehungsweise ungern mal vergisst.

Michael: Dazu vielleicht auch: Wir haben in der letzten Folge über die Einführung der MiCA-Regelung gesprochen.

Bevor wir jetzt wirklich tiefer in die Welt der Krypto-ETPs eintauchen, würde ich ganz gerne wissen, wie du die Einführung der MiCA beurteilst.

Marco: Bei der Frage muss ich erst noch mal ein wenig schmunzeln, weil für mich ist die Einführung von MiCA aktuell eigentlich mit der Krönung von Prinz Charles gleichzusetzen.

Also, etwas Besseres hätte Bitcoin in Europa keine passieren können.

Das wird – und es hat bereits Auswirkungen gegeben – weltweit.

Analog zu damals war das eine Regulierung, welche final zum Durchbruch von Bitcoin definitiv gebraucht hat.

Michael: Okay, vielen Dank für die Einschätzung und auch für den schönen Vergleich.

Bevor wir jetzt einsteigen: Könntest du den Zuhörern vielleicht einmal kurz erklären, was genau ein Krypto-ETP ist, was ihn so besonders macht und vielleicht auch direkt mit einer nativen Kryptowährung vergleichen?

Marco: Ja, gern.

Also, ein Krypto-ETP an sich ist gar nichts großartig Neues oder etwas, was die Kryptowelt mit sich bringt.

ETP steht für Exchange Traded Product. Das gibt es schon seit mittlerweile, ich glaube, zwei bis zweieinhalb Jahrzehnten im europäischen Markt.

Exchange Traded Products – darunter fallen drei Unterkategorien.

Das bekannteste ist wohl der ETF, ein Exchange Traded Fund.

Dann gibt es einen ETC, einen Exchange Traded Commodity. Darunter fällt dann beispielsweise Öl oder Gold.

Und dann gibt es noch die Exchange Traded Notes. Das sind sogenannte Schuldverschreibungen.

Ein ETP an sich – also die Stammform – hat es eigentlich Krypto erst möglich gemacht, den Weg in ein traditionelles, normales Portfolio zu finden.

Sprich: Man kann zu seiner gewohnten Bank oder einem Online-Broker gehen und sich Bitcoin und weitere Kryptowährungen ins Portfolio holen beziehungsweise deren Wertentwicklung im Portfolio abbilden.

Michael: Jetzt, was machen wir speziell als Krypto-ETP-Anbieter?

Marco: Nun ja, wir übernehmen genau den Part für den Retailkunden oder den institutionellen Kunden.

Wir kaufen physisch Bitcoin, Ethereum und die jeweiligen anderen Assets und verpacken diese in einen Wertpapiermantel, der dann eine gewohnte E-SIN beziehungsweise eine Wertpapierkennnummer bekommt und dann über eine normale, traditionelle Börse handelbar gemacht werden kann.

Wenn man das Ganze jetzt mit einem nativen Kryptowert vergleicht – das war ja der zweite Teil deiner Frage, Tim – kann man sagen: Wir übernehmen diese ganzen, ich bezeichne es wirklich mal als Kopfschmerzen, mit dem Handeln der einzelnen Kryptowerte.

Wie sieht das denn konkret aus?

Normalerweise braucht man zunächst einmal ein Wallet, dort, wo man seine Bitcoins eigentlich auch lagern möchte.

Dann muss man Geld auf eine Kryptobörse senden. Meistens hat man in Europa dementsprechend Euro. Das muss transferiert werden in US-Dollar. Bei manchen Börsen kann man auch erst mit USDT, also sogenannten Stablecoins, als Währung wechseln.

Damit kauft man dann im Endeffekt die Bitcoins.

Diese liegen dann allerdings immer noch auf der Börse und müssen erst noch zurückgesendet werden in das eigene Wallet.

Das muss mit äußerster Vorsicht geschehen. Bei dem geringsten Fehler ist der gesamte Gegenwert verloren.

Man kann also nicht einfach einen Suchauftrag für 20 Euro sozusagen aktivieren, um wieder an sein Geld zu kommen.

Nein, das ist dann sozusagen im Universum. Das Internet ist unendlich – verschollen.

Dann kommt dazu, dass das Wallet auch noch gesichert ist mit einem sogenannten Seed Phrase. Das sind 12 beziehungsweise 24 Wörter in einer speziellen Kombination.

Wenn man diese nicht mehr im Besitz hat, ist sozusagen das gesamte Investment ebenfalls verloren.

Und ich glaube, allein die Zeit, die ich jetzt gebraucht habe, um im Vergleich zu einem Krypto-ETP viele Kryptowährungen zu erklären, schaltet schon der ein oder andere Zuhörer vielleicht hier ab und sagt: Mensch, damit will ich gar nichts zu tun haben, ich will mich damit gar nicht weiter auseinandersetzen.

Ich kaufe das ganz normal in mein Portfolio rein.

Dann ist es ebenfalls in meiner Steuererklärung drin, dann ist es ebenfalls im gemeinsamen Portfolio vielleicht mit der Ehefrau drin oder eben im Portfolio für die Kinder als Sparplan.

Und dafür zahlt der Kunde dann sehr, sehr gerne die Management Fee, um diese Risiken auf der einen Seite – Verlustpotenzial – und auf der anderen Seite auch die Arbeiten nicht selber verrichten zu müssen.

Michael: Ja, also am Ende in der Tat gibt es, glaube ich, wirklich gute Gründe, dass man anstelle von nativen Kryptowerten auch Krypto-ETPs handeln kann.

Tim: Ich glaube auch, ein riesen Vorteil, Marco, der einfach diese Produkte ausmacht, ist, dass jede Bank beziehungsweise jeder Broker, der Börsenhandel anbietet, bei denen kann man ja sofort diese Produkte handeln.

Die werden einfach ganz normal wie jedes andere Wertpapier, wie jede Aktie, ins Depot gebucht.

Das macht es halt wirklich total einfach, sich in den Kryptomarkt zu begeben und dort zu investieren.

Jetzt haben wir euch – also neben euch gibt es natürlich auch noch ein paar andere Wettbewerber.

Aber ich glaube, was euch schon auszeichnet, ist, dass eure Produkte so ein paar Besonderheiten haben.

Also vielleicht kannst du einfach auch da noch mal darauf eingehen, was euch auszeichnet und welche Besonderheiten eure Produkte aufweisen.

Marco: Ja, gerne.

Valour hat zwei Produktlinien. Das sind einmal die Zertifikate auf Kryptowährungen und unser neues physisch hinterlegtes Programm, das sogenannte Asset-Backed-Securities-Programm, das jetzt ab morgen handelbar sein wird.

Eine Besonderheit bei den Zertifikaten beispielsweise sind unsere Zero Fees bei Bitcoin und Ethereum.

Warum machen wir das?

Wir waren nicht der allererste Anbieter. Wir kamen – wie ihr beide wisst – sozusagen im Mittelfeld als Nummer fünf oder sechs.

Da gab es Bitcoin-ETCs schon und ebenfalls andere ETPs.

Da mussten wir uns etwas einfallen lassen, wie wir hier sozusagen dem Kunden Vertrauen schenken können und ihm unser Setup näherbringen können.

Da haben wir uns dazu entschieden, gerade die beiden Hauptprodukte Bitcoin und Ethereum komplett management-fee-frei anzubieten.

Das war nicht nur anfangs sozusagen eine Marketinginitiative, sondern das wird auch langfristig so bleiben.

Einfach, um dem Kunden hier einen Mehrwert beim Einstieg zu generieren, Vertrauen zu schenken und dann eben weiter in unsere Produktwelt einzutauchen.

Beispielsweise mit Polkadot, Cardano, mit unseren Basket-Lösungen, Bitcoin Carbon und eben auch den Produkten in der neuen Linie, die jetzt rauskommen.

Was man hier vielleicht als Besonderheit erwähnen kann, weil du fragst, was es bei uns gibt, was es vielleicht im täglichen Krypto-ETP-Handel nicht gibt:

Bitcoin Carbon Neutral – vielleicht sehr interessant gerade für Investoren, die bisher schon beim Investment in Bitcoin eher Abstand genommen haben aufgrund der hohen Energiebelastung für den Planeten.

Wir gehen hier einen ähnlichen Weg. Ich ziehe gerne Analogien aus der realen Welt.

Ähnlich wie wenn man ein Flugzeug fliegt und die Möglichkeit hat, für etwas mehr ein sogenanntes CO₂-neutrales Ticket zu bekommen.

Aus der Turbine kommt ja nach wie vor exakt das Gleiche raus, egal welches Ticket man gelöst hat.

Aber es gibt ein Programm, das sozusagen auf der anderen Seite wieder eine Aufforstung auf dem Planeten durchführt.

Das macht bei uns unser Kooperationspartner Patch, der sozusagen genau darauf achtet, dass die Bitcoins, die bei uns mit aufgenommen werden, entweder aus 100 Prozent CO₂-neutraler Energie gewonnen wurden oder – falls es zu einem CO₂-Footprint kam – dieser mit Zertifikaten ausgeglichen wird.

Tim: Das ist in der Tat eine extrem gute Sache, weil das ja immer die Kritik ist, die viele am Bitcoin äußern.

Letztendlich muss man ja auch mal festhalten: Der hohe Energieverbrauch ist unter anderem deswegen da, weil dadurch das ganze Netzwerk abgesichert wird.

Insofern ist der Energieverbrauch eigentlich schon wichtig.

Aber wenn man das natürlich dann schafft, in so einem Produkt CO₂-neutral zu bekommen, dann ist natürlich jeglicher Wind in den Kritikern aus den Segeln genommen.

Was echt eine gute Sache ist.

Und den Carbon Bitcoin ETP – den gibt's heute schon oder kommt der in Kürze?

Marco: Gute Frage, Michael. Da bringst du mich natürlich auch gleich mal ins Wanken.

Ja, es gibt ihn schon als Zertifikatlösung auf der Frankfurter Wertpapierbörse und jetzt ab morgen – idealerweise handelbar, spätestens übermorgen – in sämtlichen Kundendepots.

Bitcoin Carbon Neutral kommt ebenfalls raus als physisch hinterlegte Variante.

Tim: Und Grund dafür ist ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt für unsere Kunden?

Marco: Genau.

Die Coins werden sozusagen bei Coinomy und bei Copper noch mal zwischengelagert.

Wir haben einen dedizierten Market Maker, das ist GHCO und JTC, die sozusagen uns vertreten an der Börse, was dem Kunden einen zusätzlichen Grad an Sicherheit anbietet.

Tim: Die Kosten übrigens sind für den Kunden exakt gleich?

Marco: Wir haben als Zertifikat schon 1,49 Prozent aufgerufen und das Gleiche werden wir ebenfalls tun für die Variante, die physisch hinterlegt ist.

Tim: Ja, das ist ja total spannend mit dem Carbon.

Ich gehe davon aus, dass dann das neue Produkt von euch so ab dem 5. Juni bei uns handelbar ist.

Vielleicht noch mal ganz kurz zurück auf das Thema Zero Fees:

Am Ende ist es ja so, dass man in der Regel bei einem Broker eine Orderprovision zahlt oder auch Börsengebühren.

Jetzt kann man bei uns ja für 0 Euro Orderprovision handeln. Lediglich bei börslichen Orders geben wir einen Euro Fremdkosten weiter und es fallen natürlich die marktüblichen Handelsplatzentgelte an.

Und daneben sind ja sozusagen diese Produktgebühren, die ihr als Emittent ja normalerweise erhebt.

Du hast ja eben auch gesagt, dass dieser Carbon günstige 1,49 Prozent kostet.

Wie macht ihr das denn bei den Zero-Fee-Produkten?

Also wie verdient ihr damit Geld, wenn es eigentlich für euch gar keine Gebühren gibt?

Marco: Ja, exakt.

Die Zero Fees fallen nicht an auf die beiden Produkte im Zertifikatemantel, Bitcoin und Ethereum.

Dazu mussten wir uns, wie erwähnt, entscheiden, um diesen späten Eintritt in den Markt zu kompensieren.

Geld verdienen wir an dieser Stelle lediglich, weil wir als Market Maker selber für die Zertifikate agieren können.

Das heißt, hier sorgen wir für einen handelsüblichen, niedrigen Spread zwischen 20 und 25 Basispunkten.

Das ist übrigens auch der einzige Kostenblock, der für den Endkunden anfallen würde.

Bei euch: null Order Fees, null Management.

Das Einzige, was eben anfällt, ist die Brief-Geld-Spanne für den Endkunden.

Wir haben uns eigentlich folgendes Szenario überlegt:

Was hilft unserem Endkunden effektiv im Portfolio?

Wenn wir die Straßenbahn in den größeren Städten mit Plakaten mit der Werbung von uns versehen oder ihm halt eben diesen Vorteil von vornherein gutschreiben im Portfolio?

Und da wird sich jeder Kunde freuen, wenn er im Endeffekt eben keine 1,5, 1,9 bis hin zu 2,5 Prozent, was die Konkurrenz aufruft, pro Jahr auf das Investment noch mal hinzuzahlen muss.

Tim: Marco, du hattest schon wirklich sehr, sehr viele Vorteile von den Produkten von Valour genannt und auch, was für spannende Produkte es schon gibt.

Habt ihr da noch weitere spannende Neuerungen geplant?

Auf was können sich da unsere Kunden in Zukunft freuen?

Marco: Ja, auf unserer neuen Plattform, der sogenannten ABS – Asset Secured Platform – werden wir weitere Produkte emittieren, die spannend sein sollten und dürften für den Markt.

Wir denken dabei beispielsweise an Staking-Produkte, auch an Staking-Körbe.

Für diejenigen Zuhörerinnen und Zuhörer, die mit diesem Begriff vielleicht nicht anfangen können:

Das ist in der Art so eine Art dividenden-ausschüttende Wertpapiere. Das wird Staking genannt auf der Kryptoseite.

Daran arbeiten wir mit Hochdruck ebenfalls.

Wenn wir an verschiedenen Themen arbeiten, Metaverse beispielsweise sollte hier genannt werden.

Und was generell natürlich auf die neue ABS-Plattform zugreift, ist eine mögliche Steuerbefreiung ähnlich wie das beispielsweise auch der Fall ist mit Xetra-Gold.

Wir haben unser Produkt extra so aufgelegt, dass wir steuertechnisch genauso behandelt werden wie das Investment in native Coins.

Das heißt unter Anführungszeichen, wenn dem stattgegeben wird bei den Steuerämtern, haben wir alles dafür getan, was notwendig wäre, sollten unsere Produkte nach einer Haltefrist von 365 Tagen, sprich einem Jahr, ebenfalls steuerfrei sein.

Themen, um deine Frage weiter zu beantworten: Was für Neuerungen gibt es bei uns, worauf darf man sich freuen?

Nicht nur der Retail-Kunde darf sich bei uns auf die Neuerungen freuen.

Auch diejenigen unter Ihnen, die von der institutionellen Seite vielleicht zur Zuhörerschaft gehören, können sich freuen über unser neues White Labeling.

Das heißt, unsere Plattform mit dem – jetzt wird es etwas technisch – entsprechenden Setup bieten wir eben auch Fremdbanken an.

Das heißt, man kann seine eigenen Krypto-nativen Ideen mit uns umsetzen.

Vielleicht ein Layer-1-Produkt, ein Layer-2-Produkt, vielleicht eine Volatilitätsstrategie – wie auch immer.

Eine Bank, beispielsweise die Bank Vorarlberg AG, kann dann ihr Logo daraufsetzen und ist in kürzester Zeit – wir reden hier von sechs bis acht Wochen – live mit einem eigenen Krypto-Produkt.

Tim: Für den jeweiligen Asset Manager, das Family Office, eine Bank oder auch eine Großbank.

Was hat das für einen Vorteil?

Marco: Nun ja, man ist, wie gesagt, in sechs bis acht Wochen live am Markt handelbar.

Man hat eine Wertpapierkennnummer, eine ISIN, ist europaweit sozusagen im Markt vertreten und braucht hierfür kein eigenes Setup, keine eigenen Leute, keine eigene Infrastruktur und kein eigenes Know-how aufzubauen.

Man ist up and running und sofort dabei.

Und im Hinblick auf das kommende Halving ist das vielleicht auch strategisch ein wichtiger Schritt, der bei dem ein oder anderen Institut schnell noch bedacht werden sollte.

Tim: Ja, das sind ja wirklich schon spannende Neuerungen, auf die sich einerseits die Retail-Kunden, aber auch institutionelle Kunden freuen können.

Da vielleicht auch für den Gesamtmarkt einfach mal: Was wagst du?

Die interessante Frage, ob du vielleicht wirklich auch einen Ausblick für den Kryptomarkt 2023 wagen möchtest.

Ich weiß, das ist wahrscheinlich sehr, sehr schwierig.

Aber vielleicht magst du den Blick in die Glaskugel mal für uns wagen?

Marco: Genau dieser Blick ist schon bei, ich sag mal, traditionellen Investmentvehikeln sehr, sehr schwierig.

Wer hätte gedacht, dass der Krypto-Winter so schnell und so heftig Einzug hält?

Wer hätte auf der anderen Seite wiederum gedacht, dass bei so vielen Negativschlägen wie Luna/Terra, FTX und weiteren Blow-ups im Markt trotzdem wieder der Bitcoin-Preis um fast 100 Prozent innerhalb von drei, vier Monaten steigt?

Also alles das ist bei Krypto noch mal mit Faktor zehn höher zu bewerten.

Eine interessante Analyse habe ich vor Kurzem gelesen.

Um auch mal die Brücke zu schlagen, wurde eine KI mit sämtlichen Informationen gefüttert.

Und auch hier wiederum: Vorsicht. Output ist immer das, was auch zuvor eingegeben wurde.

Es wurden drei Szenarien errechnet.

Das schlechteste, das pessimistischste, lag in der Bandbreite von 23.000 bis 25.000 US-Dollar.

Das mittlere Szenario lag bei rund 30.000 bis 35.000 US-Dollar.

Das optimistische Szenario lag, glaube ich, zwischen 35.000 und 39.000 US-Dollar.

Wenn man also der AI glauben darf, ist es eine sehr große Bandbreite.

Auch ich würde mich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen.

Krypto-Spezialisten sprachen auch schon wieder von einem eisigen Frost bei 9.000.

Meine persönliche Meinung liegt da weniger.

Ich würde mich da eher dem mittleren Chart einordnen.

Wie gesagt, was viele nicht auf dem Radar haben: Die Zeit vergeht schnell.

Umso schneller, wenn man Kinder hat.

Das Halving steht alle vier Jahre an und das auch schon nächstes Jahr wieder.

Für diejenigen, für die Halving jetzt auch kein gängiger Begriff ist:

Da wird sozusagen die Rechenpower, die für das Mining eines Bitcoins gebraucht wird, verdoppelt beziehungsweise die Belohnung für das Schürfen eines Bitcoins halbiert.

Das hat generell bei den letzten Halvings, die anstanden, enorm für einen Preisschub gesorgt.

Ob das diesmal auch wieder so ist, ist so eine Eigenart von Krypto.

Wenn man mit Krypto-Jüngern spricht, schwört natürlich jeder drauf.

Aber da muss jeder einzelne Investor bitte selbst ein eigenes Bild kreieren.

„Do your own research“ sagt man so gerne auch in der Kryptobranche.

Und was wir eben tun – das, was ihr tut mit justTRADE, was wir als Valour in diesem Ökosystem tun – ist praktisch, dem Kunden die Möglichkeit zu geben, im normalen, traditionellen Portfolio, im normalen, gewohnten Depot, hier Exposure auf- oder halt eben abzubauen.

Tim: Ja, vielen Dank, dass du auf alle Fälle die Einschätzung dann trotzdem noch mal gewagt hast.

Und damit werden wir auch schon am Ende unseres Interviews.

Ich bedanke mich tatsächlich sehr für dieses Interview. Hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Ich hoffe, du hattest auch sehr viel Spaß.

Und bis zum nächsten Mal.

Marco: Definitiv. Vielen Dank, Michael, auch Dank an deiner Seite und bis bald.

Michael: Ja, danke Marco und tschüss.

Tim: Das war's schon wieder.

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Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge beim Börsentalk.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen und allgemeinen Kapitalmarktrisiken. Der Wert einer Anlage kann steigen oder fallen; Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals sind möglich.