Börsentalk #43 - Rückblick: Die wichtigsten Finanztrends 2024
In dieser spannenden Folge blicken Michael und Julius auf das turbulente Börsenjahr 2024 zurück. Sie analysieren den beeindruckenden Anstieg des S&P 500 um 24 % und diskutieren die Haupttreiber dieses Wachstums, insbesondere den Tech- und KI-Boom. Ein besonderer Fokus liegt auf dem phänomenalen Aufstieg von Nvidia, dessen Wert sich fast verdreifacht hat.
Sie erörtern auch die Auswirkungen wichtiger wirtschaftlicher und politischer Faktoren, wie den jüngsten US-Zinsentscheid, die starke US-Wirtschaft und Donald Trumps Wahlsieg. Michael und Julius beleuchten zudem die überraschende Entwicklung des DAX trotz wirtschaftlicher Herausforderungen in Deutschland.
Im Krypto-Segment wird der historische Meilenstein des Bitcoin diskutiert, der erstmals die 100.000-USD-Marke überschritt, sowie die Einführung neuer Kryptowerte bei justTRADE. Abschließend gibt Michael Einblicke in die neuesten Projekte und Entwicklungen bei justTRADE, die das Produkt weiter verbessert haben, und einen Ausblick auf laufende Initiativen.
Diese Folge bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Finanztrends des Jahres 2024 und exklusive Einblicke in die Weiterentwicklung von justTRADE.
Wenn du möchtest, dass deine Frage in einer der nächsten Folgen beantwortet wird, schicke uns eine E-Mail an: podcast(at)justtrade.com
Frohes neues Jahr und ein Rückblick auf 2024
Michael: Ja, Folge 43 unseres Podcasts, der Börsentalk. Zunächst einmal: Frohes neues Jahr, Julius!
Julius: Hallo Michael, auch von mir frohes neues Jahr! Hast du den Jahreswechsel gut überstanden? Hast du schön reingefeiert?
Michael: Ja, auf jeden Fall. Wir haben eine schöne Silvesterfeier gehabt. Ich hoffe, du auch.
Julius: Ja, natürlich, prima.
Michael: Heute haben wir ja ein paar spannende Themen. Wir schauen uns mal an, wie das Jahr 2024 gelaufen ist, wagen auch so ein bisschen einen Ausblick auf die Themen im nächsten Jahr. Wie würdest du denn, Julius, das Börsenjahr 2024 in wenigen Worten zusammenfassen?
Julius: Also, in wenigen Worten finde ich das fast schon schwierig, weil ich glaube, das war ein wirklich wahnsinnig spannendes Börsenjahr. Wir hatten Wahlen, zum Beispiel in den USA, aber auch in anderen Ländern. Wir hatten wirtschaftliche Sorgen, könnte man fast sagen. Wir hatten Höchststände in einzelnen Indizes, zum Beispiel im DAX, trotz ja auch Schwierigkeiten, sage ich mal, auf deutscher Seite in der Wirtschaft.
Wir hatten einige IPOs, wir hatten aber auch Insolvenzen dabei. Also, es war ein spannendes Jahr mit vielen Ups und Downs.
Michael: Ja, absolut. Wenn man sich mal den S&P 500 anschaut, dann ist der ja – also der S&P 500, der große amerikanische Index – um etwa 24 % im Jahr 2024 gestiegen.
Julius: Das passt ja: 2024 und grob 24 %.
Michael: Genau. Was waren denn so die Haupttreiber für diesen starken Anstieg?
Tech-Aktien als Treiber des S&P 500
Julius: Ja, ich würde behaupten, dass da wirklich die Haupttreiber ganz klassisch mittlerweile die Tech-Aktien waren. In den USA ist das ja generell eine sehr, sehr ausgeprägte Branche mit wahnsinnig vielen einzelnen Unternehmen, die dort vertreten sind. Und ich denke, im S&P 500 sind auch super viele Tech-Unternehmen letztlich drin, die da vor allem dafür verantwortlich sind, dass der eben so stark gestiegen ist.
Michael: Und jetzt haben wir natürlich – die Tech-Branche ist eine sehr breite Branche – da einzelne Unternehmen, die sich so spezialisiert haben auf die Themen KI. Vielleicht kannst du da mal irgendwie erzählen: Wie hat sich das Thema KI vielleicht auf den Aktienmarkt ausgewirkt?
Julius: Ja, am Ende muss man sagen: Natürlich neben Tech auch KI. KI war ein wahnsinnig dominantes Thema. Also am Ende ist KI ja auch, würde ich sagen, so ein Teil von Tech, und das war natürlich schon ein maßgeblicher Treiber, dass halt einzelne Aktien, die sich in dem Sektor tummeln, entsprechend profitiert haben.
Das sind zum einen natürlich auch nicht börsennotierte Gesellschaften wie zum Beispiel OpenAI, die natürlich eine wahnsinnige Bewertung gekriegt haben. Also da fließt halt im Moment brutal viel Venture-Geld in diese Themen rein. Insofern: Geld ist da echt vorhanden und das sind sicherlich maßgebliche Treiber für den Aktienmarkt.
Michael: Absolut. Ich selber nutze KI auch ganz gerne hier und da. Bietet sich das ja immer mal an. Kann ich also sehr gut verstehen.
Nvidia und der KI-Boom
Michael: Eine weitere einzelne Aktie – ich glaube, es gibt keinen Menschen mehr, der diesen Namen noch nicht gehört hat. Ich glaube, die sehen wir auch bei unseren Kunden tagtäglich, dass diese Aktie gehandelt wird. Das ist, wie soll es auch anders sein, Nvidia. Nvidia hat seinen Wert ja jetzt wirklich fast verdreifacht. Was waren denn hier die Gründe für diesen außergewöhnlichen Anstieg, Julius?
Julius: Na ja, Nvidia ist ja so der Inbegriff der Gesellschaft, die sich im KI-Sektor bewegt. Und Nvidia ist, ich sag mal, der Platzhirsch, wenn es darum geht, die benötigten Chips für KI herzustellen.
Ich meine, am Ende – die Freaks kennen Nvidia wieder früher als sehr guten Grafikkartenhersteller. Aber am Ende bauen die halt nicht nur gute Grafikkarten, sondern die bauen halt im Wesentlichen auch die Chips, die die KI-Industrie braucht. Und da sind sie mir echt der Platzhirsch.
Und dass am Ende die starke Nachfrage nach eben diesen Chips der Treiber für diesen Wahnsinnsanstieg war, also man hat seinen Wert fast verdreifacht. Und kurzzeitig war Nvidia auch mal das wertvollste Unternehmen der Welt im letzten Jahr.
Michael: Ist schon ungewöhnlich.
Julius: Schon krass.
Michael: Das ist beeindruckend.
Zinsentscheidungen in den USA und ihre Auswirkungen
Julius: Ja, es gab natürlich auch andere Themen. Unter anderem gab es im Jahr 2024 auch einige Zinsentscheidungen in den USA, insbesondere jetzt auch wieder zuletzt. Wie haben die sich denn auf die Märkte ausgewirkt?
Michael: Ja, das war in der Tat ein spannendes Thema. Vielleicht mal vorneweg: Es ist ja grundsätzlich so – das lernt man immer irgendwann, spätestens im Studium vielleicht, wenn man so in der Richtung VWL studiert –, dass sinkende Zinsen sich positiv auf die Aktienmärkte auswirken.
Und im Prinzip hat sich das auch so in 2024 widerspiegeln lassen. Die letzte Zinssenkung, die wir jetzt vor einigen Wochen hatten, da war das allerdings nicht so. Die Zinsen wurden gesenkt in den USA von der Fed und trotzdem sind die Aktienmärkte teilweise sogar relativ massiv eingebrochen, recht kurzfristig allerdings nur. Der Nasdaq ist zum Beispiel um mehrere hundert Punkte abgestürzt.
Julius: Ja, woran liegt das?
Michael: Das ist im Prinzip der Tatsache geschuldet, dass neben dem Zinsentscheid auch verkündet wurde, dass jetzt in diesem Jahr, in 2025, nur zwei weitere Zinssenkungen folgen sollen – nicht wie erwartet oder erhofft vielleicht vier Senkungen. Und das hat da ja größeren Druck, sage ich mal, auf die Märkte ausgeübt.
Julius: Ja, genau. Also am Ende ist es ja wirklich so, der Zusammenhang ist ja genau wie du sagst: Das heißt, wenn die Zinsen sinken, werden Aktienmärkte attraktiv, während, wenn Zinsen steigen, die Zinsmärkte attraktiv werden. Und wenn natürlich jetzt statt vier Senkungen nur zwei anstehen, ist das für den Aktienmarkt erstmal unattraktiv.
Und damit hat auch keiner gerechnet, dass so eine Aussage jetzt sozusagen getroffen wurde. Das hat echt direkt für Verunsicherung gesorgt.
Michael: Ganz genau.
Die starke US-Wirtschaft und ihre Bedeutung für die Börsen
Julius: Wir haben natürlich auch eine wahnsinnig starke US-Wirtschaft. Wie siehst du denn da den Einfluss auf die globalen Börsen?
Michael: Ja, ich sehe das ja immer schon so ein bisschen: Egal, wo man praktisch hinschaut, auch wenn man jetzt irgendwie einen klassisch aktiv gemanagten Fonds zum Beispiel sich ansieht, der vielleicht global investiert, liegen trotzdem 60 % vom Fondsvolumen irgendwo in den USA verteilt.
Jetzt haben wir vorhin schon drüber gesprochen: S&P 500 plus 24 %. Also Beispiele, die findet man auf US-Seite immer wieder und überall. Die US-Wirtschaft ist einfach wahnsinnig stark und das auch schon seit vielen Jahren.
Und ich denke, inzwischen ist auch da Deutschland so ein Stück weit abgehängt. In Deutschland beginnen langsam die Sorgen, in den USA ist das nicht so.
Und ja, ich sag mal, Unternehmen wie Nvidia oder Alphabet, also Google, und so weiter, das sind doch einfach Global Player. Das macht denen auch so schnell keiner nach. Also es sind einerseits die einzelnen riesigen Unternehmen, auch Amazon oder so, andererseits einfach eine sehr starke Wirtschaft, von der dann wiederum auch viele andere Unternehmen auf der Welt abhängig sind.
Dazu ist natürlich der Dollar, der US-Dollar, auch natürlich so eine gewisse Leitwährung weltweit. Und das hat so eine gewisse Polarisierung, sage ich mal, auf die US-Wirtschaft.
Julius: Absolut. Und eben nicht nur auf die US-Wirtschaft, sondern natürlich auch auf die globalen Börsen. Wenn der Dollar stark ist, hat das halt direkt Einfluss.
Donald Trump und die US-Wahl
Julius: Und dann gab es natürlich auch noch den Wahlsieg von Donald Trump, der ja die Märkte auch, ich sag mal, wahnsinnig beeinflusst hat. Es war ja schon so ein bisschen gefühlt oder gedacht Kopf-an-Kopf-Rennen. Aber ich sag mal, in der Wahlnacht war dieses Kopf-an-Kopf-Rennen ziemlich schnell beendet.
Ich glaube, Donald Trump hat alle Swing States gewonnen. Ich glaube, in Summe so viel mehr Stimmen als beim letzten Mal hat er nicht, aber er hat eben durch dieses System der Wahlmänner einfach die ganzen Swing States gewonnen. Und damit war natürlich Kamala Harris echt abgeschlagen.
Michael: Zum Wahlsieg vielleicht noch ein paar Worte von dir zur Beeinflussung der Märkte durch Trump?
Julius: Ich sag mal, letztlich – wir hatten das ja auch in der Zeit vor der Wahl schon verfolgt – wie hat sich das entwickelt? Plötzlich standen dann neue Kandidaten in den Medien, die man vorher gar nicht kommen gesehen hat. Biden hat dann kurzfristig verkündet, nicht mehr dabei sein zu wollen. Das war spannend.
Und man hat jetzt auch wieder, wie auch bei früheren US-Wahlen schon, gemerkt: An den Börsen ist Unsicherheit da. Man wartet so ein bisschen ab: Wer wird gewählt? Es war jetzt weder ein großer Aufschwung noch ein stärkerer Abschwung zu sehen.
Und als dann das Wahlergebnis da war oder auch schon langsam klar wurde, da hat man dann gemerkt, dass die Märkte in den USA steigen.
Wir hatten ja auch schon in früheren Podcast-Folgen mal das Thema gehabt, wo es auch schon hieß, dass es auch nahezu eigentlich egal ist, wer denn jetzt gewählt wird. Am Ende ist man einfach froh, dass gewählt wurde, dass der Präsident gewählt ist und wieder Sicherheit damit einkehrt.
Michael: Ja, und außerhalb der USA hat natürlich die Trump-Politik auch Auswirkungen. Das können zum Beispiel Strafzölle sein, die sich gegen verschiedene Länder richten. Das können irgendwelche politischen Entscheidungen sein, die vielleicht Einfluss auf, ja, ich sag mal, kriegerisches Geschehen nehmen.
Gedanken hinsichtlich der NATO – da gibt's ja ganz, ganz viel. Also ich denke, da müssen dann auch die anderen Länder wirklich aufmerksam bleiben, was die USA da künftig vorhaben.
Der DAX auf Rekordniveau trotz deutscher Wirtschaftssorgen
Julius: Ja, sind ja nur noch ein paar Tage. Der DAX hat ja auch Höchststände erreicht. Ich sag mal, trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Deutschland. Hast du da eine Idee, also warum korreliert das eher nicht?
Michael: Ja, das ist in der Tat sehr interessant. Also wie du sagst: Deutschland steckt ja schon so ein Stück weit in Schwierigkeiten. Wir haben ja auch mitbekommen, bei der Regierung, was da geschehen ist, ein bisschen drunter und drüber, könnte man praktisch sagen.
Nichtsdestotrotz hat der DAX jetzt wieder, ja, man könnte fast sagen, ein Allzeithoch nach dem anderen erreicht. Nahezu Tag für Tag ging es immer weiter nach oben. Anfang Dezember bis ja praktisch Mitte Dezember standen wir weit über 20.000. 20.400 oder sowas war da einige Tage zu sehen.
Und das liegt, denke ich, vor allem daran, dass einfach diese 40 DAX-Konzerne sich nicht alleine auf den deutschen Markt fokussieren.
Wenn man jetzt schaut, die Automobilindustrie zum Beispiel, BMWs oder VWs, die werden ja nicht nur in Deutschland gefahren, sondern weltweit. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Tech-Unternehmen wie SAP oder so oder auch die Pharmaindustrie. Man ist weltweit aktiv.
Ich habe irgendwo mal gehört, ungefähr 80 % des Geschäftsbetriebes findet bei den DAX-Konzernen im Ausland statt. Und weil man eben, wie wir es gerade schon besprochen haben, zum Beispiel in den USA sieht, da läuft die Wirtschaft recht gut, profitieren da natürlich auch die DAX-Konzerne von.
Was vielleicht dann dort weniger gut läuft, sind die 20 %, die dann im eigenen Land, in Deutschland, abgewickelt und betrieben werden.
Julius: Absolut. Also insofern ist das echt spannend und hätte ja so auch keiner vorausgesagt, dass der DAX irgendwie in 2024 Höchststände erreicht.
Michael: Ja, das kam in der Tat wirklich so ein Stück weit überraschend. Ich kann mich auch noch daran erinnern, als der DAX noch unter 20.000 war. Da waren wir so bei 19.300, 19.500. Das wirkte schon recht hoch.
Das war spannend. Und wenn mir da einer gesagt hätte: Jetzt sind wir innerhalb von einigen Wochen 1.000 Punkte höher – das hätte ich nicht geglaubt. Das muss ich offen zugeben.
Bitcoin durchbricht die Marke von 100.000 US-Dollar
Julius: Ja, absolut. Jetzt ist ja noch wieder ein spannendes Thema da, über das wir noch nicht gesprochen haben, Michael. Das ist das Thema Kryptowährungen.
Und ich glaube, das Urgestein unter den Kryptowährungen ist natürlich der Bitcoin. Und der hat jetzt kürzlich erstmals die 100.000-US-Dollar-Marke überschritten. Was denkst du denn, was waren da so die Ursachen für diesen Meilenstein?
Michael: Ja, das ist wirklich echt krass. Also ich weiß noch, als wir im Oktober 2020 den Kryptohandel als erster deutscher Online-Broker gestartet haben. Da stand der Bitcoin bei 9.000 US-Dollar.
Wenn man sich überlegt, dass sich jetzt echt um mehr als den Faktor 10 der Bitcoin erhöht hat, dann ist das eigentlich unglaublich.
Und einer der Hauptgründe ist sicherlich die Wahl von Trump, weil da natürlich jetzt kryptofreundlicher Wind – nenne ich es mal – in den USA weht.
Unter anderem natürlich wird der von der Kryptoindustrie gefürchtete Chef der SEC abgesetzt beziehungsweise hat ja schon selber gesagt, dass er zurücktritt. Aber selbst Trump überlegt ja, ob er nicht Teile der US-Notenbankreserven irgendwie in Bitcoin hinterlegt.
Das sind alles so Gründe, die letztendlich dazu führen, dass dieser Markt eine totale Aufbruchstimmung erfährt.
Julius: Das ist schon echt unglaublich.
Michael: Ja.
Entwicklung des Kryptomarktes 2024
Julius: Ja, das ist wirklich spannend. Also man liest ja laufend neue Nachrichten zum Thema Bitcoin oder Krypto allgemein. Wie hat sich denn so der Kryptomarkt insgesamt in 2024 entwickelt?
Michael: Ja, ich glaube, am Ende kann man sagen: Es gibt eigentlich keinen Kryptowert, der nicht brutal gestiegen ist. Also am Ende hat der Bitcoin die alle mit nach oben gezogen.
Ich sage jetzt mal, von den relevanten Währungen. Es gibt natürlich – ich weiß nicht – 30.000 oder so. Das Gro interessiert ja gar nicht bei uns. Bei uns sind ja 31 Werte handelbar, da sind vielleicht relevante grob so 50, aber am Ende hat der Bitcoin und auch Ethereum den Markt komplett mit nach oben gezogen.
Julius: Ja, das hat man wirklich verfolgen können. Also neben dem Bitcoin sind ja wirklich viele Werte mehr und mehr und mehr angestiegen.
Vier neue Kryptowährungen bei justTRADE
Julius: Das ist ein Thema, ich glaube, das gewinnt auch immer mehr an Beliebtheit. Auch bei justTRADE. Wir haben jetzt ja seit einigen Tagen erst vier neue Kryptowerte im Angebot. Welche sind das denn genau?
Michael: Wir haben also so ein, ich sag mal, so ein System: Wir gucken uns ja immer an, laufend gibt's noch interessante Kryptowerte. Können wir die freischalten? Dann prüfen wir das, ob die verwahrt werden können, ob die handelbar sind, ob die auch, ich sag mal, eine gewisse Mindest-Market-Cap erreichen. Einfach um, ja, wir nennen das so ein bisschen Qualitätskriterien, um so ein bisschen zu schauen.
Wir nehmen nicht jeden, sondern da muss schon ein bisschen Substanz dahinter sein.
Und wir haben in der Tat jetzt seit ein paar Tagen vier neue Werte. Das ist einmal Fantom, The Graph, Mirror Protocol und Gnosis.
Wer sich darüber informieren will, hat auf unserer Webseite natürlich auch so ein bisschen Hintergrundwissen zu diesen einzelnen Werten hinterlegt. Und ja, die werden auch schon fleißig gehandelt.
Julius: Ja, spannend. Also ich sag mal, da wird ja unser Angebot wirklich auch immer breiter. Ich überlege, es gibt ja schon so viele Werte bei uns, die ich so eigentlich noch gar nicht kannte vorher und dann überhaupt durch justTRADE kennengelernt habe.
Also das ist ein wirklich tolles Angebot.
Einschränkung beim Handel von Enjin
Julius: Jetzt haben wir auf der anderen Seite ja bei Enjin eine Einschränkung, die jetzt in einigen Wochen eintritt. Was ist da vielleicht der Hintergrund? Kannst du uns da was zu sagen?
Michael: Genau. Das ist so ein bisschen der Wermutstropfen. Also bei Enjin ist es so, dass wir ab dem 22. Januar keine Käufe mehr möglich machen können, sondern nur noch Verkäufe. Die Verwahrung ist weiter möglich, aber es gehen eben keine Käufe mehr.
Der Hintergrund ist, dass Enjin das Protokoll verändert, also die Blockchain sozusagen. Die werden heute auf dem ERC-20-Protokoll verwahrt. Das ist sozusagen das Ethereum-Protokoll.
Aber Enjin hat eben auch jetzt ein eigenes Protokoll gebaut und die ziehen halt immer mehr sozusagen Enjin-Token von ERC-20 auf das eigene Protokoll. Und dadurch ist es einfach so, dass ERC-20 irgendwann total unattraktiv wird, weil da einfach nichts mehr passiert und nicht mehr viel gehandelt wird.
Und ich sag mal, unser Verwahrdienstleister Tangany, die können halt aktuell Enjin nur auf ERC-20 verwahren. Die haben halt so die native Blockchain von Enjin noch nicht angeschlossen.
Und wir wissen jetzt eben noch nicht, wie und wann das kommt, ob das kommt. Also wir stehen da natürlich im Austausch. Aber Fakt ist, dass wir eben ab dem 22. Januar keine Käufe erstmal erlauben können, einfach weil die Settlements dann nicht mehr gehen.
Aber wir sind da dran.
Ich meine, das ist jetzt eh ein Kryptowert, der nicht so eine hohe Marktkapitalisierung hat, auch jetzt nicht so nachgefragt ist bei uns. Insofern glaube ich, ist das zu verschmerzen.
Und wir werden natürlich auch weiter schauen, ob wir unser Angebot weiter ausbauen. Aber das ist sozusagen der Wermutstropfen: Auf der einen Seite gibt's oder gab's eben neue Kryptowerte, aber bei Enjin wird's eben ab dem 22. Januar dann eine Einschränkung geben.
Julius: Ja, das ist ja wirklich interessant zu sehen, wie viel Komplexität da eigentlich hintersteckt. Ich glaube, das hat man gar nicht so auf dem Schirm unbedingt, was da alles mit reinfließt, wann jetzt ein Wert gehandelt werden kann und warum vielleicht auch nicht. Das ist also sehr spannend.
Entwicklungen bei justTRADE im Jahr 2024
Julius: Schauen wir doch auch noch mal jetzt zuletzt auf unseren eigenen Broker, auf justTRADE. Schauen wir mal, was wir da so an Projekten im Moment haben. Was gibt's denn da Wichtiges, was wir jetzt in 2024, im letzten Jahr, umgesetzt haben? Worauf kann man da stolz sein?
Michael: Ja, ich glaube, die größte Veränderung, die wir gemacht haben, war sicherlich, dass wir zwei neue Emittenten mit Morgan Stanley und der DZ BANK angebunden haben.
Das heißt, unsere Kunden können ja jetzt zwischen sechs Zertifikate-Emittenten auswählen. Also ich sag mal, neben den bekannten J.P. Morgan, Vontobel, UBS und Société Générale ist jetzt eben noch Morgan Stanley mit einem wahnsinnig breiten Angebot und auch die DZ BANK, die ja gerade auch bei Small-Cap-Werten irgendwie echt attraktiv ist, dazugekommen.
Also das war sicherlich so der größte Treiber.
Dann haben wir natürlich auch viel, ich sag mal, Verbesserung im Hintergrund gemacht, aber auch an der App, wo wir einige Verbesserungen gemacht haben. Und da kommen jetzt auch noch Verbesserungen, also insbesondere bei der Postbox wird's noch Änderungen geben.
Julius: Genau. Dann haben wir die Kryptowerte ausgebaut. Also ich glaube, da waren echt einige Punkte dabei, die sich sehen lassen können.
Neue App und Verbesserungen für Kunden
Julius: Absolut. Ich finde das auch immer spannend, als Kundenservice-Mitarbeiter IT-seitig ein bisschen was mitzubekommen. In vielen Fällen verstehe ich auch nur Chinesisch, aber es hört sich sehr kompliziert an.
Und ich glaube, da ist eigentlich immer viel im Gange. Und ich glaube, das bleibt auch total spannend, was künftig noch so kommt.
Was sind denn so aktuelle Projekte, an denen wir arbeiten und worauf man sich vielleicht dann in Zukunft als Kunde auch freuen darf?
Michael: Genau, ich hatte es ja eben schon vorweggenommen: Wir werden Optimierungen in der Postbox machen. In Kürze wird der Posteingang so ein bisschen aufgeteilt, dass eben vielleicht weniger wichtige Dokumente, wie so eine Vorhandelskostentransparenz, in den eigenen Reiter beispielsweise wegsortiert werden, die man natürlich trotzdem aufrufen kann.
Aber die ist nicht mehr so in der Inbox präsent, gerade wenn man eben viel handelt. Also da werden wir was tun.
Wir arbeiten in Summe an einer neuen App, die, glaube ich, richtig cool wird, wo wir dann auch deutliche Verbesserungen noch vornehmen wollen.
Also wir haben auch viel auf unsere Kunden gehört, die uns ja laufend – das weißt du ja auch – im Kundenservice immer Verbesserungsvorschläge schicken.
Wir wollen da ein bisschen mehr Tiefe auch in den Daten zu den einzelnen Werten schaffen. Wir wollen eine Suche neu machen, die Charts wollen wir verbessern. Also es wird wirklich, glaube ich, echt eine schicke Sache. Da arbeiten wir aktuell dran.
Ja, und dann gibt's halt natürlich auch so Themen, die jetzt erstmal nicht so den Kundenfokus haben, aber nicht minder wichtig sind. Also beispielsweise das Thema Stammdaten, dass wir da einfach mehr anzeigen können.
Neues Login-Verfahren
Michael: Und dann ist ja noch ein großes Thema, dass wir dieses Thema des SMS-Logins ändern wollen. Da wird's auch noch Kommunikation geben, weil wir natürlich auch da merken, dass die SMS jetzt zwar gut ist, eine ganz gute Absicherung ist, aber ich glaube, dass wir das echt verbessern können.
Und dann wird die SMS nur noch sozusagen eine Fallback-Lösung sein. Aber da wird's jetzt in den nächsten Tagen auch noch eine Kommunikation dazu geben. Da werden die Kunden sukzessive umgestellt.
Ich nutze das selber jetzt schon seit ein paar Wochen das neue System und sag halt: Das ist echt, echt praktischer mit so einer Push-Nachricht in die App beziehungsweise über eine E-Mail.
Also da ist wirklich einiges, woran wir arbeiten.
Julius: Ja, ich glaube, das klingt auch wirklich nach sinnvollen Änderungen. Ich habe das jetzt zum Beispiel kürzlich im Urlaub gemerkt. Ich hatte zwar WLAN, aber kein Mobilfunknetz. Also SMS oder Telefonie ging nicht.
Und dann habe ich mich gewundert: Warum kann ich mich jetzt nicht einloggen? Bis mir irgendwann dämmerte, dass ich einfach die SMS nicht empfangen kann.
Also ich glaube auch, das ist eine wirklich sinnvolle Änderung.
Kundenfeedback und Zusammenarbeit mit der IT
Julius: Und ja, in diesem Sinne vielen Dank für diese wirklich spannenden Einblicke. Ich finde das immer schön zu sehen, wenn Kunden Wünsche oder Verbesserungsvorschläge haben, dass man da wirklich auch zügig dran arbeitet und schaut: Ob und wie lässt sich das vielleicht integrieren oder umsetzen?
Michael: Genau. Deswegen ist ja auch so wichtig, dass wir sozusagen im Kundenservice die Themen aufgreifen, dass wir die auch eng verzahnt sozusagen direkt weitergeben, sodass man natürlich dann Hand in Hand mit der IT sozusagen wirklich das Richtige umsetzt, was am Ende sich die Kunden wünschen oder was eben wirklich Mehrwert auch für die Kunden bringt.
Julius: Absolut. Und ich glaube, da arbeiten wir auch wirklich Tag für Tag dran, da genau auf unsere Kunden einzugehen, genau zuzuhören und zu schauen: Was wünschen unsere Kunden? Ich glaube, das ist für uns wirklich super wichtig.
Ausblick auf das Börsenjahr 2025
Michael: Ja, also Julius, du wirst sehen: Das Jahr 2025 bleibt spannend. Jetzt kurzfristig, glaube ich, werden wir sehen, was Trump alles so macht. Aber auch mittelfristig, glaube ich, wird's total spannend sein.
Insofern würde ich sagen: Schauen wir doch mal, was das Jahr noch so bringt.
Julius: Vielen Dank!
Michael: Ja, danke dir und dann tschüss, bis denne!
Julius: Tschüss!
justTRADE. So einfach geht Investieren.

Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen und allgemeinen Kapitalmarktrisiken. Der Wert einer Anlage kann steigen oder fallen; Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals sind möglich.