Börsentalk #31 - Goldesel: Mit Trading ein Nebeneinkommen erzielen?
In der 31. Folge des Börsentalks haben wir wieder einen spannenden Gast: Michael Flender alias Goldesel. Wir sprechen über verschiedene Trading-Stile, welche für Einsteiger geeignet sind und welche Kenntnisse und Fähigkeiten generell wichtig sind, um beim Trading bzw. der Geldanlage an der Börse erfolgreich zu sein.
Außerdem sprechen wir über emotionale Herausforderungen beim Trading und wie man es schafft, mit Verlusten umzugehen. Zum Schluss verrät uns der Goldesel, welche Themen für ihn aktuell für seinen Trading-Alltag interessant sind.
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Julius: Ja, heute Börsentalk Nummer 31, heute mal wieder mit dem Goldesel, mit Michael Flender. Hallo Michael!
Michael: Grüße euch! Schön, dass ich noch mal, zum zweiten Mal, jetzt hier sein darf. Ja, wir haben es gerade eben schon gehabt, ist schon eine Weile her, aber ja, freue mich, wieder da zu sein.
Julius: Ja, hallo Julius, ja hallo Michael und hallo Michael. Long time no see. Folge 6, ich habe es gerade schon angerissen. Heute haben wir, glaube ich, ein echt spannendes Thema: Mit Trading ein Nebeneinkommen erzielen. Und ich meine, wen gibt's da besseres, als dass wir unseren Experten Goldesel dabei haben?
Vielleicht fangen wir einfach mal direkt an, Michael. Wenn wir so mal in die Grundlagen des Tradings schauen: Was würdest du unter Trading verstehen und wie würde man eine Unterscheidung zu langfristigen Investitionen machen?
Michael: Also, da gibt's, glaube ich, auch sehr viele Formulierungen oder wie das jeder Einzelne sieht. Aber für mich ist Trading kein Glücksspiel, sondern versuchen, die Möglichkeiten, die es am Markt gibt, mit verschiedenen Strategien umzusetzen und dann möglichst große Preisbewegungen einfach mitzunehmen. Das kann man bei Aktien machen, das kann man mit Hebelzertifikaten machen, mit Währungen und so weiter.
Aber ich bin zu 99 Prozent bei den Aktien, weil mir einfach Spaß macht, Unternehmen zu verfolgen, Quartalszahlen und so weiter. Und für mich ist der ganz große Unterschied zum langfristigen Investieren – also ich mache beides sehr gerne, also Trading und langfristig investieren –, dass beim langfristigen Investieren die Aktien zumindest vorerst einfach mal liegen gelassen werden und dann geschaut wird, wie das Unternehmen sich operativ entwickelt. Ob da jetzt der Kurs mal 10, 20 Prozent fällt oder nicht, ist dann zwar nicht schön, wenn das passiert, aber erstmal nebensächlich.
Und beim Trading ist es schon so, dass man sich überlegt: Okay, wie viel ist mein maximales Verlustrisiko? Wo setze ich einen Stop? Denn das eine Ziel beim Trading ist natürlich, Geld zu verdienen. Aber am Anfang ist es vor allen Dingen wichtig, erstmal nicht sein ganzes Geld zu verlieren. Das machen auch viele falsch.
Also im Endeffekt gibt's beim Trading ein Money Management, mit dem ich mein Kapital schütze. Denn es gibt zwar keiner gerne zu, aber man liegt halt sehr, sehr häufig, teilweise 50 Prozent, auch daneben. Wenn ich jetzt sage, Tesla muss steigen, kann das stimmen, kann das nicht stimmen. Und wenn es nicht stimmt, will ich an meiner Hypothese eben nicht pleitegehen, sondern will ja weiter am Markt bleiben. Deswegen möchte ich da irgendwo eine Verlustbegrenzung haben, die aber auch gut umzusetzen ist.
Welcher Trading-Stil eignet sich für Einsteiger?
Julius: Das ist aber auch noch mal eine Kunst. Können wir auch nachher noch mal drüber reden. Jetzt gibt's ja auch verschiedene Trading-Stile. Würdest du vielleicht, wenn man mal so sagt: Okay, Leute, die sich jetzt frisch mit dem Thema beschäftigen, also sagen wir mal der klassische Einsteiger, der vielleicht mit dem Traden anfangen will – würdest du da sagen, der Trading-Stil A ist besser als B? Also hast du da irgendwie eine Idee, was man da als Einsteiger machen könnte?
Michael: Also als Einsteiger und vor allen Dingen, wenn man das nicht Vollzeit macht, was wahrscheinlich keiner dann Vollzeit direkt machen wird, bietet sich an, jetzt nicht auf ganz kleiner Ebene direkt rein, raus, rein, raus zu machen, sondern schon größere Bewegungen mitzunehmen am Markt.
Also so, wie ich es aktuell mache, ganz gerne einige Tage, vielleicht sogar Wochen, mit dabei zu bleiben. Denn nichts ist schöner, als wenn ein Trend lange läuft und den dann, ich sag mal, an sich mitzureiten. Das macht am meisten Sinn. Und nicht versuchen, hier mit Scalping-Strategien dann irgendwie einen Cent rauszuholen, dann wieder zu verlieren.
Und was auch nicht gut funktioniert, was leider auch sehr viele machen, ist dann nur dieses blinde Zocken auf Quartalszahlen. Das hat seinen Reiz, zu sagen: „Ah, jetzt geht's ja auch bald wieder los. Nvidia muss doch steigen, die Nachrichten sind so gut.“ Oder: „Das muss doch fallen, das ist doch alles so schlecht.“ Das ist am Ende wirklich Glücksspiel und das ist keine nachhaltige Strategie, da auf Quartalszahlen zu zocken.
Deswegen ist es für mich sinnvoller, dann zu sagen: Okay, so ein bisschen Swing-Trading-mäßig auf Sicht mehrerer Wochen. Und vielleicht auch am Anfang, wenn man nicht so viel Kapital hat und nicht so viel Erfahrung hat, erstmal nur die Aktien direkt handeln und nicht immer in Zertifikate zu gehen, anstatt jetzt hier mit einem riesigen Hebel zu versuchen, sein Depot direkt nach oben zu knallen. Denn das geht meistens auch in die falsche Richtung.
Das habe ich leider jetzt auch zuletzt sehr, sehr häufig mitbekommen, dass dann kein Money Management da ist, dann hohe Gewichtung pro Position und das auch noch mit einem Hebel. Und das als jemand, der neu einsteigen möchte – das ist halt keine gute Kombination.
Welche Kenntnisse braucht man fürs Trading?
Julius: Ja, absolut. Jetzt ist Trading kein einfacher Ausbildungsberuf, den man irgendwo erlernen kann. Nichtsdestotrotz ist das ja für viele durchaus interessant, um sich da irgendwie ein Nebeneinkommen aufzubauen. Was würdest du denn sagen, welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind dann unbedingt notwendig, um irgendwie Erfolg zu haben im Trading?
Michael: Also, das sind einerseits, glaube ich, schon viele Sachen, die man zumindest im Blick haben muss. Aber es gibt jetzt nicht so diesen ganz harten Fakt. Zumindest muss man kein extremes Genie in Mathe oder so sein, zumindest nicht für das, was ich mache.
Je nach Trading-Stil: Wenn man zum Beispiel jetzt auch Nachrichten mitverfolgt, Kennzahlen, also Quartalszahlen, Ausblicke, da macht's natürlich schon Sinn, wenn man so einen gewissen Background hat. Vielleicht, wenn man BWL studiert hat oder zumindest einen Hintergrund hat, um zu verstehen: Was heißt überhaupt Umsatz? Was heißt, was ist eine Abschreibung? Was ist ein EBIT?
Das sind also Dinge, für die man jetzt nicht studieren muss. Man kann sich auch alles selbst beibringen. Aber dort so ein bisschen Hintergrundwissen zu haben, macht schon Sinn.
Und ich glaube aber, so das Wichtigste ist erstmal ein Soft Skill: dass man eine gesunde Einstellung zu Geld haben muss. Denn wenn ich immer mit Trading anfange, höre ich teilweise, wie schnell die Leute reich werden wollen. Und wenn man das dann immer direkt ummünzt von wegen: „Ah, jetzt habe ich doch hier 10 Prozent plus mit Tesla gemacht. Jetzt muss ich nicht 10.000 investieren, sondern 100.000 oder einen Zehner-Hebel, dann kann ich mir das und das kaufen.“
Da habe ich schon die verrücktesten Stories gehört, wie Leute ihr Depot hochrechnen, wie schnell sie dann halt Multimillionäre sind und so. Also, wenn man halt immer so rangeht und diese Sachen so ausrechnet, dann wird es sehr, sehr schwierig.
Für mich sind das alles abstrakte Zahlen und nicht von wegen: Ich habe jetzt heute das gewonnen, das verloren. Also da so eine gesunde Einstellung zu haben, das ist auf jeden Fall auch wichtig.
Und was für mich auch sehr wichtig ist, ist immer so ein bisschen diesen ganzen Lärm, den es immer gibt. Es gibt immer tausende Leute, die rennen in die eine Richtung und sagen: „Das ist das, das muss so sein.“ Die anderen rennen in die andere Richtung: „Das muss so sein.“
Und je nachdem, wie eine Aktie halt beliebt ist, das richtig einzuordnen. Dass zum Beispiel eine GameStop – ja, die kann steigen, die ist gerade gehypt, aber die Substanz dahinter ist halt nicht so hoch. Das richtig einzuordnen, da nicht zu sagen: „Jetzt habe ich die Aktie gekauft, die muss doch wieder steigen, ich halte die einfach.“ Das kann halt tödlich sein.
Oder einfach zu akzeptieren, dass zum Beispiel Tesla – ich habe mich gerade jetzt auch long in Tesla positioniert – da kommen jetzt auch wieder die ganzen tausend Argumente: Es gibt ja keinen Sinn, schlechte Auslieferungszahlen, viel zu hohe Bewertung. Okay, mag ja alles sein. Aber man muss akzeptieren, dass am Markt immer gewisse Themen einfach gespielt werden.
Das muss man als Trader akzeptieren und da kann man sich nicht direkt dagegenstellen und sagen: „Das ist ja Blödsinn.“ Der Markt hat immer recht.
Und da sein Ego ein bisschen unter Kontrolle zu haben, ich glaube, das ist halt einfach extrem wichtig. Man liegt nie immer richtig. Man muss sich immer überlegen: Wie sind die anderen gerade positioniert? Ist das ein Trend? Ist das ein Hype? Und wie kann ich dann vielleicht mit dem Trend mitschwimmen?
Also das Einfachste ist das, was die meisten auch genau falsch machen: versuchen, mit den Trends zu schwimmen, aber nicht in der maximalen Übertreibung und dann erst sagen: „Das ist ja ein Trend“, und da dann ganz am Top aufzuspringen, sondern versuchen, normale Trends zu reiten. Das hört sich leicht an, ist aber natürlich trotzdem sehr, sehr schwer am Ende.
Wie lange dauert es, bis man erfolgreich traden kann?
Julius: Ja. Und wenn ich jetzt heute sage, ich möchte so richtig im Trading durchstarten: Wie ist deine Einschätzung? Wie lange könnte das ungefähr brauchen? Sprechen wir davon in einigen Wochen oder würdest du sagen, das geht vielleicht sogar in Richtung Jahre, bis man so richtig zuverlässig erfolgreich darin sein könnte?
Michael: Ja, also so pauschal kann man das nicht beantworten. Da bin ich ganz ehrlich. Ich glaube, bei einigen Leuten wird das nie funktionieren, einfach weil denen die Eigenschaften, die ich gerade eben genannt habe, fehlen. Weil sie eher so die Zocker sind, weil sie einfach auf Quartalszahlen zocken, weil sie immer mit irgendwelchen hohen Hebeln spekulieren, dann Verluste mit noch höheren Hebeln rausholen wollen.
Und da gibt's ja auch die Statistiken. Vor allem bei CFDs sind ja, glaube ich, dann 85 bis 90 Prozent, die Geld verlieren. Was einfach daran liegt, dass sie entweder immer nur Indizes handeln, was sowieso für mich viel, viel schwerer ist, einfach weil du dauernd ausgestoppt wirst. Wenn du nicht ausgestoppt wirst, dann gehst du halt pleite, weil du gar keinen Stop hast.
Das ist irgendwie – also ich kenne auch keinen, der damit wirklich Geld verdient. Aber ja, grundsätzlich kenne ich genügend Leute, die es geschafft haben, nebenberuflich da eine Strategie zu fahren, mit der sie erfolgreich sind.
Aber das jetzt innerhalb von Wochen zu schaffen, ist, glaube ich, eher unrealistisch. Man sollte sich schon mal ein Jahr Zeit geben und dann mal so ein Fazit ziehen.
Okay, vielleicht auch am Anfang immer so ein bisschen sich notieren: Was lief gut, was lief schlecht? Ich habe früher auch immer so eine Art Tagebuch gehabt. Das ist sau lustig, von 2007 zum Beispiel noch. Ich habe jetzt vor ein paar Tagen wieder meine Kommentare dort gelesen. Das ist unfassbar, was ich da gemacht habe. So ein Käse und dann: „Alles Geld verloren“, „das und das ist gestiegen“, „auf den Deckel bekommen“ mit XY.
Und das ist halt schon spannend zu sehen. Dann siehst du auch, mit was du halt Geld verdienst, was du Geld verlierst, und da sich dann anzupassen.
Aber da jetzt zu sagen: „Ich werde mal Trader“ und drei Wochen hier ein bisschen was im Buch lesen oder hier mal mitlesen – das funktioniert natürlich nicht. Also es dauert eher Monate oder sogar ein Jahr, bis man da vielleicht so eine Strategie gefunden hat, die zu einem selber dann passt.
Wie viel Zeit braucht Trading neben dem Beruf?
Julius: Und wenn du jetzt nebenberuflich so rein realistisch – sind das dann so ein, zwei Stunden am Tag, die man sich da Zeit nehmen müsste? Oder hast du da vielleicht eine Einschätzung?
Michael: Ja, also zumindest so, wie ich handle, ja. Müsste man schon ein, zwei Stunden am Tag einplanen. Also, gibt's wie gesagt auch verschiedene Strategien.
Aber wenn du so in dem Metier unterwegs bist, dass du auch Unternehmensnachrichten liest, vielleicht auch mal sowas wie Handelsblatt abonniert hast, um einen Überblick zu haben, was in der Wirtschaft los ist, Newsticker lesen, vielleicht den einen oder anderen Börsenbrief abonnieren – da gibt's ja auch viele Informationen, wo ich auch immer drauf schaue.
Es gibt sehr viel auf X, Börsenbriefe, Webseiten und so. Und dann Statistiken sich anschauen, Screener anschauen. Je nachdem, wie man halt handelt, dauert das schon eine Weile.
Wenn man sich eine eigene Strategie irgendwie zurechtlegt und dann spannende Aktien findet, kann man natürlich auch weniger Zeit investieren und dann vielleicht auch nur weniger Aktien beobachten.
Aber zu denken, man macht da mal fünf Minuten abends irgendwas und verdient damit dann Geld, ich glaube, das ist halt sehr unrealistisch.
Das ist gleichzeitig auch eine Art Problem, muss ich sagen. Denn je nachdem, wann Leute an die Börse kommen, kann es ja auch sein, dass sie direkt mal ein, zwei Treffer haben. Und dann denken diese Leute – und das war ja mehrmals jetzt zu sehen –, dass sie die Börse verstanden hätten, dass es ja so einfach ist.
Das heißt auch dann wieder, haben sie eine komplett falsche Richtung jetzt so mental eingeschlagen, weil sie gedacht hätten: Das ist ja voll einfach und das lässt sich immer wieder wiederholen.
Dabei war es im Endeffekt nur Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Vielleicht Nvidia gekauft. Aber nur weil du einmal Nvidia durch Zufall gekauft hast oder weil du irgendwas gelesen hast, heißt halt nicht, dass du jetzt ein krasser nebenberuflicher Trader bist.
Ich glaube, man kann es sagen: Wenn man mehrere Jahre das irgendwie schafft, immer wieder spannende Aktien zu finden und gut zu halten, aber mit wenigen Minuten wird es sehr schwierig am Tag.
Was hältst du von Charttechnik?
Julius: Wenn man mal auf die, ich sag mal, Strategien und Techniken schaut, dann ist ja sicherlich eine Methode die Charttechnik. Da gibt's ja die einen, die vielleicht auch so wie ich eher sagen: Na, ich halte davon nichts, weil der Chart geht entweder rauf, runter oder er bleibt gleich.
Aber es gibt ja die anderen, die da irgendwelche Formationen erkennen: Wimpel, Kopf-Schulter. Hast du nicht gesehen? Was hältst du denn von der Charttechnik?
Michael: Ja, ich bin so ein bisschen bei dir auch. Also, es gibt teilweise seine Berechtigung. Wofür ein Chart auf jeden Fall schon mal gut ist, ist, dass du einen Trend erkennen kannst.
Ich glaube, es ist schon wichtig zu sehen: Ist eine Aktie schon ewigkeiten im Abwärtstrend oder ist sie im Aufwärtstrend? Und das sagt mir halt schon einiges, dass da operativ irgendwas gut läuft oder schlecht läuft.
Was schon so ist, dass spezielle Marken dann teilweise – da weißt du dann auch wieder viel Psychologie. Dass zum Beispiel an Verlaufstiefs halt sehr viele Stops liegen. Diese werden dann oft noch mal abgeholt, weil der Markt ja weiß, dass da ganz viele Trader, auch Privatleute, dann noch mal ihren Stop-Loss haben. Und dann werden diese wieder ausgelöst, dann dreht es oft wieder nach oben.
Also da gibt's schon so ein paar Formationen. Aber jetzt dann diese, ich sag mal, ganz krassen Wellen, Fibonaccis, was weiß ich, da gibt's ja Ichimoku, was weiß ich, was alles.
Ich glaube, das Problem, wo sich manchmal auch diese ganzen Charttechniker ein bisschen mit selbst veräppeln, ist, dass du natürlich im Nachhinein immer alles erklären kannst an der Börse.
Also was ich dann auch teilweise schon gehört habe: „Hier ist ja der Aufwärtstrend von 1929, da ist der von 1981, da ist die 200-Tage-Linie, die exponentielle 200-Tage-Linie, die 20er-Linie, da ist der Widerstandsbereich.“
Also im Nachhinein malst du dir so viele Sachen in den Chart rein, dass du es halt erklären kannst.
Und ich will ja Geld verdienen an der Börse. Und das bringt mir halt ehrlich gesagt da nichts.
Aber ich gucke auch schon so ein bisschen, wenn Aktien dann immer eine engere Range laufen, ob dann ein Ausbruch gelingt oder nicht.
Zuletzt war es ganz spannend zum Beispiel bei Apple, wo dann dieser eine Tag war mit dem KI-Tag. Am nächsten Tag ist die Aktie unter riesigem Volumen ausgebrochen über eine Marke, die zuvor immer nie gebrochen wurde. Dann ist die Wahrscheinlichkeit schon erhöht, dass da ein neuer Trend aufgenommen wird.
Und auf Volumen zum Beispiel kann man auch immer achten. Das ist schon spannend. Aber nur jetzt anhand der Charttechnik mache ich das auch nicht.
Also ich versuche immer zu schauen: Gibt es irgendwelche operativen Entwicklungen, die gerade spannend sind? Wie waren die Zahlen? Wie war der Ausblick? Was sagen Analysten? Die geben auch oft gute Insights, da schaue ich drauf.
Zum Beispiel zu Apple wurde auch gesagt, die Bestellungen sind jetzt sehr hoch für die neuen Chips und so weiter. Das sind ja dann alles Sachen, die darauf hindeuten, dass es wahrscheinlich einen hohen Upgrade-Zyklus gibt für die iPhones.
Und wenn ich das dann kombiniere mit einem Chart, der jetzt zum Beispiel auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon immer hoch, dass da ein Trend fortgesetzt wird.
Also ich versuche, die Sachen so ein bisschen zu kombinieren am Ende.
Und das ist ja auch wichtig: Es gibt halt keinen heiligen Gral einfach an der Börse. Also immer zu sagen: „Hier, Charttechnik, damit verdiene ich mein Geld.“ Ich kenne, wie gesagt, keinen der reichsten Menschen an der Börse, der mit Charttechnik der reichste Mensch ist, sondern es sind Leute wie Warren Buffett und so weiter, die dann günstige Aktien kaufen und die dann lange halten und so weiter.
Also ganz so einfach ist es halt eben nicht. Und im Nachhinein kann man immer alles erklären an der Börse. Das ist immer ganz easy.
Die Rolle der Psychologie beim Trading
Julius: Genau. Ja, und jetzt ist ja irgendwie auch allgemein bekannt, dass das Thema Psychologie und das Trading oder der Börsenhandel allgemein in einem relativ engen Zusammenhang miteinander stehen.
Wie würdest du das einschätzen? Welche emotionalen Herausforderungen können beim Trading allgemein auftreten und vor allem: Wie kann ich dann damit umgehen als junger Trader?
Michael: Dieses ganze Thema Psychologie ist jetzt nicht nur im Trading, sondern an der Börse auch insgesamt so. Ich glaube, unterschätzen halt viele Leute. Börse ist ja immer getrieben von Emotionen, von Gier und auch von Angst.
Aktuell ist wieder teilweise sehr viel Gier da. Da werden dann Hochrechnungen gemacht, wie viel Geld da und da reinkommt, auch jetzt zum Thema KI.
Wir hatten das ja schon beim ersten Podcast. Hätten wir jetzt die Aktien mal alle gekauft, die wir da besprochen haben – ich glaube, das waren ja hier so KI-Geschichten, Nvidia, Microsoft und Co. –, das wäre alles sehr gut gelaufen.
Aber ja, es ist immer sehr schwierig. Im Nachhinein ist es immer leicht zu sagen.
Aber jetzt aktuell heißt es wieder so und so viele Milliarden werden gemacht. Aber aktuell gibt's ja zum Beispiel beim Thema KI noch wenige Unternehmen, die jetzt wirklich damit Geld verdienen, außer Nvidia, die jetzt erstmal die Chips bauen und vielleicht dann diese Serverbauer.
Also die Anwendungsfälle fehlen noch sozusagen. Das heißt, da kann es auch schon mal sehr viel Enttäuschungspotenzial geben. Aber aktuell ist die Psychologie eben so, dass alle Leute darauf wetten und so weiter.
Und beim Trading ist es auch so ähnlich. Ich selbst war früher extrem – ich sag mal, meine Mutter ist fast ausgerastet zu Hause, weil ich war extrem emotional. Hab dann da auch bei mir zu Hause mal auf den Tisch geschlagen, Mäuse an die Wand geworfen und so weiter. Das war wirklich heftig teilweise bei mir.
Und weil es auch früher dann so war, dass ich teilweise auch unglücklich ausgestoppt wurde, weil ich mal so DAX-Futures gehandelt habe. Also ganz, ganz schlimme Geschichten.
Das eine ist immer: Mit der Zeit und im Alter wird man ja auch so ein bisschen ruhiger. Das kommt ja auch dazu. Man gewöhnt sich auch an der Börse einfach an die Summen, an die Gewinne und an die Verluste.
Und ich hatte mir dann irgendwann noch so einen Zettel hingemalt: „Verluste sind Teil des Spiels.“ Das ist halt einfach auch – dazu gehört es, es geht einfach jedem so.
Ich habe mich dann noch mit anderen immer unterhalten. Man ist ja dann auch nicht ganz alleine, sondern kennt dann irgendwann Leute. Dann immer darüber ein bisschen zu sprechen, es hat mir auch immer sehr viel geholfen.
Aber ja, Psychologie ist also – du musst halt schon standhaft sein im Trading.
Eine meiner Strategien ist dann auch mal antizyklisch zu handeln. Zum Beispiel, wenn alle schreien, wie schlimm alles ist, dann mal die Hände aufzuhalten und zu kaufen. Und dann sagen auch alle: „Wie blöd bist du denn?“
Aber da dann auch mal gegenzuhalten und dann cool zu bleiben, das gehört schon so ein bisschen dazu. Und dass man da nicht immer umkippt nach kurzer Zeit.
Geht aber auch alles nur, wenn du nicht hier mit Hebeln und so weiter handelst. Sonst wäre ich nämlich auch schon ein paar Mal weg vom Fenster, sondern nur mit Eigenkapital.
Aber dieses ganze Thema Psychologie, auch zu erkennen oder zu versuchen zu erkennen, wie andere gerade ticken: Sind die gerade im Hype-Modus? Sind die komplett ängstlich? Das ist alles ein wichtiger Baustein auf jeden Fall.
Wie geht man mit Verlusten beim Trading um?
Julius: Ja. Und jetzt gibt's ja zum Thema Verluste irgendwie immer dieses schöne Stichwort „Lehrgeld bezahlen“. Ich meine, Verluste, wie du sagst, das bleibt nie aus beim Trading.
Wie würdest du denn anraten, damit konkret umzugehen, um jetzt nicht die Kontrolle zu verlieren? Dass man immer mal Verluste im Trading macht, aber auch beim Investieren?
Michael: Ist klar, ne. Also ich habe auch ein paar Aktien, die haben sich vervielfacht, aber ich habe auch echt einige Rohrkrepierer drin. Am Ende kommt immer darauf an, dass du da einen guten Schnitt machst.
Und im Trading ist, wie gesagt, was ich vorhin gesagt habe, am Anfang das Wichtigste, dass du überhaupt im Spiel bleiben kannst.
Sagen wir, du hast ein 10.000-Euro-Depot, kann auch weniger sein, 5.000 oder noch weniger. Mittlerweile mit den ganzen Brokern, wo man teilweise kostenlos oder für 1 Euro handeln kann, geht ja auch bei justTRADE. Da kann man auch sehr günstig handeln. Du brauchst ja gar kein großes Depot mehr.
Aber wenn ich dann 10.000 Euro Depot habe und anfange, irgendwie in ein oder zwei Aktien alles reinzubuttern, und da gibt's dann, sage ich mal, über die Quartalszahlen so ein Gap nach unten, was in den USA mal schnell auf 30 Prozent sein kann, und ich verliere dann an einem Tag 20, 30 Prozent von meinem Depot, das ist dann kein Lehrgeld mehr, sondern da hast du einen riesigen Drawdown, der extrem schwer ist wieder aufzuholen.
Also ich habe ja immer mal so die ganz, ganz grobe Faustformel, dass ich zumindest jetzt eine Gewichtung pro Position von 10 Prozent eingehe. Bei einem kleineren Depot kann es auch ein bisschen mehr sein, vielleicht 15 Prozent oder so.
Und dass ich dann aber auf den Trade maximal so 10 Prozent Verlusttoleranz habe. Je nachdem muss man auch ein bisschen schauen, welche Aktie du hast. Bei manchen Aktien sind 10 Prozent halt Intraday-Schwankung, da wirst du auch direkt ausgestoppt. Dann vielleicht eine kleinere Positionsgröße und noch einen weiteren Stop.
Aber wenn man dann pro Trade vielleicht 1 bis 1,5 Prozent verliert, dann bleibst du zumindest noch im Spiel.
Und dann ist so ein Stop auch etwas, was dein Kapital schützt. Und nicht, wo du dann danach sagst: „Oh nein, mein Stop ist gekommen, ja, die Welt ist zu Ende.“
Weil das sehe ich auch bei manchen Leuten. Wenn der Stop halt so weit weg ist, dass du dich so aufregst, dann war der Stop halt ein – oder deine Positionsgröße war zu groß. Das bringt dir dann halt auch einfach nichts mehr.
Wenn du dann immer pro Trade vielleicht 1 Prozent verlierst, dann kann man damit noch leben. Also das ist bei mir immer so am Anfang zumindest. Mittlerweile riskiere ich sogar noch weniger, wenn mein Depot größer ist. Aber das ist auch je nach Marktphase ein bisschen immer unterschiedlich.
Heißt aber auch: Man muss Verluste realisieren.
Wenn ich in mein Depot gucke, ich habe da auch noch Werte drin, die ich irgendwie so aus Neue-Markt-Zeiten habe, weil ich die irgendwie noch nicht verkauft habe. Und die ärgern einen natürlich jeden Tag, wenn man da reinguckt.
Also im Trading ist es bei mir wirklich – ich habe auch im Langfristdepot zum Beispiel SolarEdge. Habe ich auch noch drin. Ich überlege, ich werde jetzt auch irgendwann verkaufen aus steuerlichen Gründen, weil ich sehe da auch jetzt keine Chancen mehr.
Selbst wenn die sich verdoppelt, da gibt's ja die Statistiken, es bringt mir halt auch nicht mehr viel. Ich bin halt, ich glaube, 85 Prozent im Minus oder so. Das Ding ist abgeschrieben.
Beim Trading ist es bei mir wirklich so: Ich habe keine Lust, jeden Tag mir irgendwelche Depotleichen anzuschauen oder riesige Verluste, wenn ich weiß, okay, hier gab's schlechte Quartalszahlen.
Das ist in den USA ja häufig dann so: Wenn dann eine Enttäuschung kommt, dauert es Wochen und Monate oder es kommt gar keine Erholung mehr. Auch schon ganz häufig erlebt. Man denkt dann: „Nee, du musst nur warten und aussitzen.“ Funktioniert nicht einfach.
Das machen sehr viele den Fehler in den USA, aber auch in Deutschland ist es mittlerweile so: Die fallen, laufen maximal seitwärts, dann geht's weiter nach unten.
Und solche Dinger will ich nicht beim Trading im Depot haben, sondern da muss ich dann halt auch knallhart sein und auch Verluste einfach realisieren, auch wenn es dann mal schwerfällt.
Positionsgröße und Risikomanagement
Und das sind auch diese Dinge, die ich gerade aufgestellt habe, diese Rechnung. Zum Beispiel zu sagen: 100.000-Euro-Depot, ich kaufe, keine Ahnung, schönes Beispiel Snapchat. Ich kaufe die Snap-Aktie für 1.000 Euro. Mein Stop ist 10 Prozent entfernt.
Okay, dann kommen die Snapchat-Zahlen, minus 50 Prozent, die Aktie nachbörslich. Da bringt dir dein Stop halt auch nichts mehr, sondern du bist bei der Position dann 50 Prozent minus, 500 Euro. Du hast 0,5 Prozent auf dem Depot verloren. Das ist dann natürlich schon nicht mehr so schön.
Aber auch das ist jetzt kein Verlust, wo du dann aus dem Markt gespült wirst, sozusagen.
Das ist auch wichtig. Also wenn du 10 Prozent pro Position eingehst, selbst der Worst Case würde dich ja nicht plattmachen, in dem Sinn, dass du nicht mehr weitermachen könntest.
Zum Beispiel Wirecard, Kursaussetzung oder sowas. Ja, das gibt's ja auch. Also Worst Case ist immer: Kurs ausgesetzt. Was machst du dann? Bist du noch handlungsfähig, ja oder nein?
Ich gehe immer vom Worst Case aus. Und da ist dann, dann fährst du mit 10, vielleicht maximal 15 Prozent Depotgewichtung, so dass du immer noch handlungsfähig bist.
Hype, Erwartungen und „Sell the News“
Julius: Wenn du jetzt sagst: Hier, Tesla all-in am 8.8., Robotaxi-Tag, das Ding geht, muss ja hochgehen, Elon geht ab – kann natürlich gut gehen und bist danach der Held, wenn du recht hattest.
Aber ist das wieder auch ein Ereignis, was sich so wiederholen lässt von dir? Oder war das vielleicht einfach nur Glück?
Michael: Zu erkennen, dass man manchmal einfach nur Glück hatte, ist, glaube ich, auch sehr, sehr wichtig.
Ja, also wie gesagt, ich habe Tesla auch gerade noch im Depot. Ich habe es heute ein bisschen verkleinert, weil jetzt aktuell schon wieder sehr viel Hype drin ist. Aber ich möchte auch noch ein bisschen halten. Mal schauen, ob ich es über diesen Termin halte.
Weil es kann natürlich auch sehr schnell immer mal passieren, dass dann so ein „Sell the News“-Event einfach gibt. Wenn alle im Vorfeld einsteigen, wieder das Thema Psychologie.
Das verstehen auch viele nicht. Wenn jetzt alle schon damit rechnen, dass irgendein ganz krasser Event kommt an irgendeinem Tag, und selbst wenn der kommt, wenn gute Zahlen kommen, wenn ein neues Produkt kommt – wenn alle schon im Vorhinein kaufen mit der Idee, danach zu verkaufen, wie soll die Aktie noch weitersteigen?
Also das ist auch wieder so ein Thema Psychologie: Wer ist schon alles in der Aktie drin? Wer will überhaupt noch kaufen? Das ist ganz, ganz wichtig immer zu verstehen.
Welche Märkte und Themen sind aktuell interessant?
Julius: Ja, auf jeden Fall. Und jetzt haben wir schon über Tesla gesprochen. Wie siehst du dann die aktuelle Marktlage? Welche Themen findest du denn im Moment vor allem auch fürs Trading interessant?
Michael: Also leider, leider am deutschen Markt ist echt aktuell – der DAX tritt so ein bisschen auf der Stelle schon seit Längerem. Ist sehr, sehr traurig hier teilweise die Kursentwicklung.
Was heißt traurig? Also, es tut sich halt einfach nicht viel. Deswegen aus Trading-Sicht am deutschen Markt nicht so viel los.
Deswegen bin ich jetzt aktuell weiter eher am US-Markt. Und dort sind weiter die Themen mit künstlicher Intelligenz einfach. Teilweise waren es mal eine Zeit lang auch so Aktien wie First Solar, dieses Thema, dass der Energiehunger extrem groß ist, auch durch diese ganzen Rechenzentren.
Die Aktien sind auch wieder so ein bisschen gefallen. Aber Chipwerte sind weiterhin extrem volatil. Diese KI-Serverbauer sind weiter extrem spannend. Und dann gibt's auch noch viele weitere Tech-Werte.
Ich muss gerade mal schauen, was ich so noch im Depot habe.
Genau, wir haben es gesagt: Tesla zum Beispiel ist gerade aktuell sehr spannend. Hims & Hers habe ich schon länger im Depot, Stichwort Telemedizin. Oder das ganze Thema mit den Abnehmspritzen, Eli Lilly und Novo Nordisk laufen ja auch weiter.
Im Trading will ich ja Aktien haben, die sich bewegen, sozusagen, und möchte von weiteren Trends profitieren. Ob dann eine Aktie vielleicht in einem Jahr tiefer steht, das ist dann erstmal gar nicht so wichtig.
Ich habe ja eine Ausstiegsstrategie bei solchen Aktien. Qualcomm habe ich zum Beispiel jetzt gerade im Depot. Die Aussichten der News waren zuletzt gut und da versuche ich dann, die Trends halt weiter mitzuspielen.
Aber es kann noch mal sein, wenn wir in komplette Übertreibungen laufen oder wenn wirklich so breite Marktschwäche reinkommt, dass ich da noch mal die eine oder andere Aktie quasi short gehe, das heißt auf fallende Kurse setze.
Aber ich bin eher der, der immer auf steigende Kurse setzt, weil das steigt eben häufiger, als dass es fällt. Ja, das ist ganz simpel.
Wo kann man mehr von Goldesel erfahren?
Julius: Ja, vielen Dank für deine Einschätzung. Was kann ich denn jetzt als Zuhörer tun, wenn ich jetzt von dir auch künftig einfach weiter noch Inhalte haben möchte, Ideen vielleicht haben möchte, wissen möchte, was ist so aktuell? Wo kann ich dich denn da am besten verfolgen?
Michael: Genau. Also ich bin ja unter anderem auf Instagram, Goldesel Investing. Könnt ihr mir gerne folgen.
Wir haben auch einen eigenen Podcast noch auf YouTube. Auch einfach mal „Goldesel“ eingeben, da findet man den auch.
Und genau, wer so Trading-Ideen haben möchte, Markteinschätzungen, Echtgelddepots und die ganzen Trades, die ich auch so umsetze oder mein Team, kann gerne mal auf goldesel.de schauen. Dort kann man auch 14 Tage erstmal kostenlos reinschauen.
Abonnenten haben wir auch eine große Community, wo in Discord gepostet wird und so weiter. Also da ist von morgens bis abends was los.
Und da sind auch viele nebenberufliche Trader, die ja sehr erfolgreich sind. Und wir haben sogar auch schon einige, die nebenberuflich angefangen haben und die das sogar jetzt hauptberuflich machen.
Also es ist möglich, aber es ist natürlich trotzdem nicht einfach.
Julius: Ja, das ist auch ganz klar. Aber ich glaube, gerade die Community macht's, dass du da nicht alleine vor dem Rechner sitzt, sondern du hast den Austausch, du kannst diskutieren, chatten. Ich glaube, das ist das Entscheidende, weil du damit auch sozusagen von den anderen lernst.
Michael: Richtig. Genau. Also kannst dich mit den anderen austauschen, kannst lernen, kannst erstmal gucken: Was haben die anderen für Ideen? Dann kannst du gucken: Machen die für mich Sinn?
Ich gucke auch natürlich bei anderen Leuten immer die Sachen ab und dann gucke ich wirklich: Passt es zu mir, zu meiner Strategie? Kenne ich überhaupt das Unternehmen? Was ist das Argument?
Und dann, ja, ich sag mal, nicht kopiere ich andere Trades, aber ich greife natürlich auch Ideen auf und so. Und so soll man es ja auch machen.
Denn ich gucke links und rechts. Und das ist ja auch die Kunst: Man muss für sich entscheiden, was macht für einen Sinn. Denn keiner hat eine Glaskugel. Keiner liegt immer richtig.
Wenn das irgendwie so wäre, dann wäre irgendjemand der reichste Mensch auf der Welt, mittlerweile im Trading.
Aber sich da Ideen zu holen, ist, glaube ich, natürlich vor allen Dingen, wenn man anfangen möchte, ganz, ganz wichtig, anstatt dass man da irgendwie querbeet einfach nur wild zockt und dann ja, dann leider wahrscheinlich auch meistens Geld verliert.
Verabschiedung
Julius: Ja, Michael, war echt spannend wieder mit dir. Ich glaube wirklich, dass wir unseren Zuhörern – wir werden das mal in den Shownotes verlinken, wo man dich findet – und dann würde ich mal sagen: Bis zur nächsten Folge!
Michael: Ja, vielen Dank für die Einladung, Micha und Julius, und bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao!
Julius: Ciao!
justTRADE. So einfach geht Investieren.

Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen und allgemeinen Kapitalmarktrisiken. Der Wert einer Anlage kann steigen oder fallen; Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals sind möglich.