Börsentalk #49 - Krypto leicht gemacht: Dirk Hess über den neuen Krypto-ETP Anbieter nxtAssets, ETPs und die Zukunft des digitalen Investierens
In dieser Folge des Börsentalks begrüßen Nina und Michael einen besonderen Gast: Dirk Hess, Geschäftsführer unseres neuen Krypto-ETP-Anbieters nxtAssets. Dirk berichtet von seinem spannenden Weg durch die Finanzwelt und erklärt, was nxtAssets anders macht als andere Emittenten.
Im Gespräch geht es unter anderem um:
- die aktuelle Marktstimmung im Zeichen internationaler Handelskonflikte
- das Bell Ringing zur Einführung der Krypot-ETPs von nxtAssets an der Deutschen Börse
- die Besonderheiten von physisch besicherten Krypto-ETPs
- die besondere Sicherheitsarchitektur der nxtAssets Produkte
- die aktuellen Produkte von nxtAssets – und ein erster Ausblick auf neue Produkte wie Ripple und Staking-ETPs
- warum nxtAssets besonders für langfristige Anleger und institutionelle Investoren spannend ist
Ein echtes Highlight für alle, die in die Welt der Krypto-Investments einsteigen wollen. Beide Krypto-ETPs (DE000NXTA018 und DE000NXTA026) von nxtassets sind bei uns auch sparplanfähig.
Mehr Informationen zu den Produkten von nxtAssets: https://nxtassets.com/produkte/
Wenn du möchtest, dass deine Frage in einer der nächsten Folgen beantwortet wird, schicke uns eine E-Mail an: podcast(at)justtrade.com
Ja, Börsentalk Folge 49. Hallo Nina.
Nina: Ja, hallo Michael. Ich bin jetzt wieder gesund und wieder dabei.
Michael: Ja, das ist doch schön. Ja, wir haben heute mal wieder einen Gast dabei, den ich auch gerne begrüßen will, und zwar Dirk Hess, jetzt Geschäftsführer bei Next Assets. Hallo Dirk.
Dirk: Hallo Michael. Hallo Nina.
Michael: Dirk, du bist ja jetzt neu sozusagen im Kryptospace so ein bisschen unterwegs. Vielleicht kannst du dich einfach damit – ich meine, ich denke mal, die meisten Podcast-Zuhörer werden dich noch kennen von deinem alten Arbeitgeber. Aber vielleicht kannst du dich einfach ganz kurz mal vorstellen und sagen, was du jetzt genau machst und wo du arbeitest.
Dirk: Sehr gerne, Michael. Ich will nicht allzu weit in die Vergangenheit gehen, denn ich bin jetzt schon ein paar Tage dabei im Kapitalmarkt. Vielleicht kurz: Ich habe mal begonnen bei der Börse Stuttgart, bin danach zur Citigroup in Frankfurt, dann zu Goldman Sachs, wieder zur Citigroup, da jeweils zu Emittenten von Zertifikaten und Optionsscheinen, und bin seit diesem Jahr, im Januar, bei Next Assets, einem neuen Emittenten am Kapitalmarkt. Wir emittieren jedoch keine Zertifikate, sondern ETPs auf Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoin und Ether.
Was sind Krypto-ETPs?
Michael: Was sind ETPs vielleicht noch ganz kurz dabei?
Dirk: Das sind Exchange Traded Products, also börsengehandelte Schuldverschreibungen, mit denen wir die Wertentwicklung der genannten Kryptowährungen abbilden.
Michael: Jetzt habe ich ja gesehen beziehungsweise ich wusste es ja, ihr wart ja zuletzt auch bei der Deutschen Börse und habt den sogenannten Bell Ring gemacht. Vielleicht kannst du da noch mal ganz kurz erläutern: Wie kam es dazu und wie war das?
Dirk: Das war die Idee meiner Mitgeschäftsführerin Vera. Die Vera hat lange bei der Börse gearbeitet, bevor sie auch in das Projekt Next Assets mit eingestiegen ist. Das Bell Ring ist etwas ganz Besonderes, gerade für Emittenten, die neu in den Markt gehen, um einmal zu feiern, dass man jetzt als neuer Emittent am Markt ist, und mit allen Beteiligten, die damit geholfen haben, auch das Ganze zu zelebrieren.
Und von daher sind wir auf die Idee gekommen beziehungsweise Vera meinte: „Lass uns mal das Bell Ring machen.“ Und somit haben wir den Termin gebucht, waren alle gemeinsam mit allen Partnern und auch mit Geschäftspartnern an der Börse und haben die Closing Bell geläutet.
Und ich darf sagen: Ich bin seit über 20 Jahren, wie gesagt, an der Börse ein und aus, und das war jetzt das erste Mal für mich. Und es war ein ganz besonderer Moment.
Michael: Spannend, ja, dass man vor allem nach so vielen Jahren dann mal doch auch in die Situation kommt, oder?
Dirk: Absolut. Wie gesagt, ich habe das immer nur so ein bisschen von der Ferne beobachtet und dann selbst mal da zu sein und auf dem Parkett diese Glocke läuten zu dürfen, ist ein toller Moment.
Und man muss auch eines sagen: Für jemanden, der gerade wie ich aus der Börsenwelt kommt, es gibt nicht mehr so viele Open-Outcry-Börsen, wo auch noch Händler auf dem Parkett sind und wo es noch Schranken gibt. Und von daher ist es gerade für mich etwas ganz Besonderes gewesen.
Sicher auch für Vera und für alle anderen. Hätte mir nie gedacht, dass ich so was machen darf in meinem Leben. Von daher hat es sich schon gelohnt, zu Next Assets zu gehen. Aber das ist nicht der einzige Grund.
Aktuelle Marktsituation und Zollpolitik
Michael: Sehr schön. Wir wollen ja heute ein bisschen über die aktuelle Marktsituation sprechen, aber vor allem auch über Next Assets. Wir fangen mal so ein bisschen mit der Marktsituation an.
Jetzt war ja viel los mit den Zöllen von Trump, dann doch wieder pausiert und viel hin und her. Wie siehst du denn die aktuelle Stimmung am Markt?
Dirk: Sehr zurückhaltend, denn die Nervosität im Markt ist immer noch sehr, sehr hoch. Die Zollpolitik ist ein bisschen erratisch. Wie du schon sagtest, werden Tarife, also werden Zölle angekündigt, die werden ausgesprochen, dann werden sie wieder ausgesetzt, dann sind auch mal Fake News am Markt, dann werden sie wieder verändert. Das ist ein hohes Maß an Unsicherheit für alle Investoren.
Und wenn die Börse oder die Investoren etwas nicht mögen, dann ist es Unsicherheit. Und das haben wir gerade.
Ich glaube, dass die größten erratischen Bewegungen vorbei sind. Ich bin kein Analyst, aber irgendwann beruhigt sich alles, denn jeder weiß: Gut, noch schlimmer kann es nicht mehr werden.
Wir sehen die ersten Zahlen im Markt. Wahrscheinlich wird es dazu kommen, dass das eine oder andere Land sich mit den USA irgendwo Vereinbarungen treffen wird, die dann eine gewisse Grundlage und Stabilität wieder in die Handelsgeschäfte bringen.
Von daher ist das hohe Maß an Unsicherheit hoffentlich vorbei, aber es ist nach wie vor da, denn man weiß nach wie vor nicht, wie es weitergehen wird, wer was mit wem beschließt. Und vor allem – und das ist, glaube ich, das, worauf die meisten Marktteilnehmer achten werden – ist, wie sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China fortschreiben lässt. Und da ist noch ganz viel Musik drin, denn da spielen doch zwei Hardliner gegeneinander.
Auswirkungen auf den Kryptomarkt
Michael: Ja, und wenn wir mal genauer auf euer Thema bei Next Assets schauen, also den Kryptomarkt: Wie sieht es da aktuell aus? Was hat das für Auswirkungen, diese ganze Situation auf den Kryptomarkt?
Dirk: Das ist ähnlich, muss man sagen. Als klassischer Investor mag ich, wie ich schon sagte, Unsicherheit nicht. Wenn ich schon investiert bin, dann überlege ich mir, ob ich meine Position eventuell gebe und versuche, tiefer noch mal einzusteigen.
Für diejenigen, die investieren möchten, die bleiben schön an der Außenlinie stehen und warten ab, was passiert. Versuchen eventuell auch, in die Schwäche hinein die eine oder andere Position aufzubauen. Aber das Gros der Investoren macht momentan, glaube ich, gar nichts und wartet ab, was denn da weiter passiert.
Und das kann ich auch verstehen, denn das Schlimmste, was passieren könnte aus dem Zollstreit heraus, wäre eine Rezession.
Und wenn die Rezession kommt, dann wird es erst mal passieren, dass die Aktienmärkte definitiv zur Schwäche neigen. Das kann ein sogenannter Salami-Crash werden. Zumindest gibt es Stimmen im Markt, die so etwas prognostizieren, wenn die Rezession sich verstärken sollte in den USA oder auch in anderen Teilen der Welt.
Und das Ganze hat irgendwann mal mittelbar auch Auswirkungen auf Kryptowährungen.
Man hat am Anfang gedacht, dass sich die Kryptowährungen beziehungsweise gerade der Bitcoin relativ stabil halten, was er auch getan hat. Allerdings, als wir dann am 2. April so richtige Ausverkäufe hatten im Markt, also eine richtige, so eine klassische Asset-Price-Deflation, das heißt, dann sind die Investoren aus allem, was sie hatten, erst mal rausgegangen, und dann hat es auch die Kryptowährungen mehr oder weniger mit betroffen, wobei sie sich deutlich schneller erholt haben als jetzt der Gesamtmarkt, also der Aktienmarkt in dem Fall.
Michael: Ja, das ist in der Tat, würde ich auch sagen, sinnvoll, wahrscheinlich als Anleger jetzt erst mal abzuwarten und nicht voreilig irgendwelche, ich sag mal, wahrscheinlich Verkäufe zu machen, um sich nachher zu ärgern. Ich glaube, man muss wirklich schauen: Was passiert da? Wie entwickeln sich die Märkte?
Next Assets und das Konzept der Krypto-ETPs
Jetzt kommen wir mal zu euch. Ich meine, ihr seid jetzt ganz frisch, also noch heiß sozusagen. Unser neuer Krypto-ETP-Partner, wir haben euch da jetzt mit aufgenommen. Hast du eine kurze Erläuterung, was euch sozusagen von anderen Anbietern unterscheidet? Also, was ist das Besondere bei euch? Weil ich weiß, ihr habt besondere Punkte.
Ja, lass uns doch einfach mal ganz kurz so ein bisschen erst mal über euch sprechen.
Dirk: Sehr, sehr gerne. Wir haben, Michael, so viele Punkte, wo wir uns unterscheiden, aber wir haben auch viele Punkte, wo wir uns mit anderen mehr oder weniger dasselbe Setup teilen.
Womit beginnen wir? Wir sind, wie gesagt, Emittenten von Krypto-ETPs. Das heißt, die Produkte werden ganz normal an der Börse gehandelt. Der Investor kann sie kaufen, wie – und das ist auch einer unserer Werbeslogans – einfach wie eine Aktie kaufen.
Das heißt, er gibt seine Order über seinen Broker, zum Beispiel justTRADE, an die Börse, kauft dadurch das ETP und bekommt es in seinem Depot verbucht.
Dadurch hat er über den ETP in eine Kryptowährung investiert und partizipiert eins zu eins am Kursverlauf dieser Kryptowährung.
Der Vorteil ist: Er sieht es einfach in seinem Depot. Er muss nicht extra ein Wallet, ein Cold Wallet irgendwo aufmachen oder bei einer Kryptobörse ein Wallet aufmachen, sondern einfach die Wertpapiertransaktion im Depot verbuchen.
Hier sieht er auch die Werthaltigkeit beziehungsweise die Wertentwicklung. Und wenn er sich von diesem Engagement verabschieden möchte, kann er einfach das Wertpapier wieder verkaufen.
Das ist etwas, was, würde ich sagen, mit vielen anderen das Gleiche ist.
Physische Lieferung und steuerliche Behandlung
Dirk: Wo haben wir denn Unterschiede? Also einer der Unterschiede ist, dass unsere ETPs physisch geliefert werden können.
Das heißt, wenn der Investor wirklich möchte, dass er sagt: Gut, jetzt habe ich das im ETP, ich habe es in meinem Portfolio, aber ich möchte es doch in meinem Wallet haben, kann er es sich ausliefern lassen.
Das ist so ein bisschen wie im Vergleich zu Xetra-Gold. Das heißt, ich kaufe es als ETP, aber wenn ich es physisch haben möchte – wobei physisch ist bei Kryptos natürlich immer so eine Sache –, kann er es sich in sein Wallet ausliefern lassen.
Dadurch wiederum ist es wie ein Cash-Engagement steuerlich betrachtet. Und da kommt ein Riesenvorteil: Wenn also zwischen Kauf und Verkauf der Kryptos über dieses Vehikel mehr als ein Jahr liegt, wird es steuerfrei behandelt.
Das ist ein Riesenvorteil. Das haben manche Anbieter, aber lange nicht alle Anbieter haben diese Funktionalität.
Und das macht halt gerade für jemanden, so einen richtigen Hodler-Anleger, der wirklich Kryptos als langfristige Beimischung ins Portfolio kaufen will, sehr, sehr viel Sinn.
Michael: Genau. Das ist am Ende, glaube ich, auch damit seid ihr ja sozusagen gleichgestellt wie normale native Kryptowerte, ne? Was eben der Hodler dann natürlich schätzt, weil er nach einem Jahr weiß: Okay, wenn ich jetzt rausgehe, dann ist der Gewinn für mich wirklich steuerfrei, ne?
Verwahrung der Kryptowährungen
Absolut. Kommen wir vielleicht mal darauf. Wenn also der Kunde jetzt das Zertifikat oder den ETP – muss man ja sagen – kauft, dann kauft ihr ja die unterliegenden Kryptowerte. Wo lagert ihr die denn? Also wie ist das denn bei euch geregelt?
Weil eigentlich sagt man ja: Es ist ja total praktisch, dass ich eben kein Wallet brauche. Wie ist das bei euch geregelt?
Dirk: Das ist ja – und damit kommen wir ja zu den weiteren Vorteilen bei unserem Setup von uns als Emittent.
Vielleicht greife ich noch mal ein bisschen weiter zurück. Der Kreis unserer Gesellschafter, die uns gegründet haben und die hinter uns stehen, ist natürlich einzigartig.
Das heißt, es ist nicht ein Unternehmen, sondern wir sind ein Joint Venture von ganz, ganz vielen sehr etablierten Marktteilnehmern, wie zum Beispiel der Schweizer Privatbank Bergos.
Wir haben das Bankhaus von der Heydt als einen der Anteilseigner und von der Heydt kennen ganz, ganz viele der Investoren, die auch in Kryptos investiert haben, als Zertifikateanbieter im europäischen Markt für Kryptowerte.
Wir haben ganz neu Flatex mit dabei, wir haben Interactive Brokers mit dabei und wir haben die Deutsche Börse als Anteilseigner, über ihre Tochter 360T, mit dabei.
Das heißt, die Börsenmedien ist ja das Medienhaus in Deutschland. Wenn ich mit Börsenpublikationen in Berührung komme, die ja unter anderem den Börser und die Euro am Sonntag publizieren, dann kenne ich die natürlich auch.
Und ich habe noch die Deutsche Börse mit als Anteilseigner. Und das ist, glaube ich, das Wichtigste gerade für die Anleger, wenn es ums Thema Sicherheit geht.
Die Deutsche Börse hat sich über eine ihrer Töchter, ein Konzernunternehmen, 360T, bei uns beteiligt. Und die wiederum bringt Crypto Finance, ein anderes Konzernunternehmen der Deutschen Börse, mit ins Spiel.
Und Crypto Finance, das ist derjenige, der sogenannte Custodian. Hier werden die Coins, die wir kaufen, auch physisch hinterlegt und gesichert hinterlegt.
Vielleicht muss man da noch sagen: Jedes unserer ETPs ist physisch besichert, habe ich vorhin ganz vergessen.
Das heißt, wenn jetzt ein Investor ein ETP gekauft hat, dann sichern wir uns physisch eins zu eins ab. Das heißt, jeden Coin, den wir an die Investoren verkaufen, den kaufen wir auch physisch.
Das heißt, wir nehmen das Risiko komplett raus. Und diesen Coin hinterlegen wir dann bei Crypto Finance, die unser Custodian sind, und da wieder bei denen verwahrt, sicher verwahrt in deren Infrastruktur, die hochgradig reguliert ist.
Und wie gesagt, das ist die Sicherheitsinfrastruktur der Deutschen Börse vom Prinzip her.
Michael: Und das ist, muss man sagen, auch was Besonderes, ne? Weil in der Regel bei anderen Anbietern sind die Kryptowährungen vielleicht auch im Ausland verwahrt. Das weiß man gar nicht so genau, ne? Und bei euch ist das quasi – steht da quasi die Deutsche Börse dahinter, was natürlich auch einen sehr großen Trust dann bietet, ne?
Dirk: Das ist uns auch ganz wichtig, weil das ist, wie gesagt, es ist reguliert in Deutschland, es ist verwahrt in Deutschland und es ist verwahrt in der Infrastruktur der Deutschen Börse.
Das ist gerade auch für institutionelle Investoren ein ganz, ganz wichtiges Thema. Wir haben mit dem einen oder anderen institutionellen schon gesprochen und die zweite Frage, die neben „Soll ich denn jetzt schon in Kryptos investieren?“ kommt, ist: Wo liegen denn die Stücke? Sicherheit ist mit Abstand das wichtigste Feature für jeden institutionellen Investor.
Weil sie sagen: Wir haben jetzt zu oft schon im Markt gesehen, dass sogar Cold Wallets gehackt wurden. Wie sicher sind also nun die Kryptos oder die Produkte, die ich kaufe, die zwar mit Kryptos physisch hinterlegt sind? Aber wie gut ist denn die Sicherheitshinterlegung wirklich?
Und hier können wir durchaus mit unserem Custodian uns nach vorne stellen und mit breiter Brust sagen: Es ist nun mal Crypto Finance innerhalb der Gruppe Deutsche Börse.
Welche Produkte bietet Next Assets an?
Michael: Das ist echt was Besonderes und freut mich auch, dass ihr da wirklich so ein Unterscheidungsmerkmal habt. Was für Produkte habt ihr denn aktuell im Angebot?
Dirk: Aktuell haben wir Bitcoin und Ether.
Michael: Mhm. Jetzt könnte man sagen: Ja, ein bisschen ist ein bisschen wenig.
Dirk: Rein physisch muss man sagen: Allein mit Bitcoin hat man 85 % des Marktes eigentlich abgedeckt. Und klar, je größer der Bauchladen, desto attraktiver ist er.
Wir haben gestartet mit Bitcoin und Ether. Wir kommen definitiv mit ein, zwei weiteren Währungen noch um die Ecke. Wir werden ganz sicher bald auch Ripple haben.
Michael: Mhm.
Dirk: Weil wir sehen, dass Ripple eine steigende Nachfrage im Markt hat. Und dann wird es auch noch Staking-Produkte geben und sicher wird es auch noch einen Basket geben.
Wie das ausschauen wird, wie was ausgestaltet werden wird, da wird man noch gucken. Und das wird wahrscheinlich auch erst zur Mitte des Jahres sein. Aber Ripple ist in greifbarer Nähe, sage ich mal.
Michael: Cool. Ihr seid die Ersten nebenbei, die das erfahren. Das weiß sonst nur unsere Gesellschaft und sonst niemand bisher.
Da können wir uns ja auf jeden Fall geehrt fühlen, dass wir das als Erstes erfahren und damit auch unsere Zuhörer.
Dirk: Wir fühlen uns ja auch geehrt, dass wir mit euch den ersten Neobroker haben, der unsere Produkte nicht nur im Sparplan hat, sondern uns auch als Partner für seine Kunden mit aufnimmt.
Michael: Also gleich eine gleichseitige Ehre sozusagen. Sehr gut.
Für welche Anleger sind Krypto-ETPs geeignet?
Für welche Art von Anlegern sind denn eure Produkte besonders geeignet?
Dirk: Also für jeden Investor, glaube ich, der die Sicherheitsrisiken mit dem eigenen Wallet nicht eingehen möchte, sondern jeder sagt: Ich möchte einfach und direkt handeln.
Ich gehe zu meinem Broker, ich gehe zu justTRADE, ich gebe die Order oder ich mache einen Sparplan und handle es wie eine Aktie.
Hab es im Portfolio einfach unkompliziert, ohne groß mir Gedanken darüber zu machen, ob ich es jetzt im Hot- oder im Cold Wallet habe, ohne Gedanken darüber zu machen: Wo habe ich denn, wenn ich es im Cold Wallet habe, wo liegt das denn, wie ist denn das mit meinem Passwort und so weiter und so fort.
Und das sind Sicherheitsrisiken. Es ist zwar irgendwo fungibler beziehungsweise, wie soll man sagen, man kann es natürlich einfacher von A nach B mitnehmen, aber ich habe ein Sicherheitsverwahrrisiko hier.
Und für jeden normalen Investor, der in Kryptowährungen investieren möchte zur Asset Allocation, der ist mit dem Produkt ganz sicher angesprochen. Und wie gesagt, nicht nur die privaten Investoren, auch die institutionellen.
Nachfrage nach Krypto-ETPs
Michael: Wie schätzt du allgemein die Nachfrage nach Krypto-ETPs ein? Also siehst du das in Linie mit den nativen Kryptowährungen oder würdest du sagen, es ist ein spezielles Segment, weil es einfach eine bestimmte Zielgruppe eben, die, wie du sagst, dieses Sicherheitsbedürfnis hat, die kein eigenes Wallet haben wollen?
Hast du da irgendwie eine Idee, wie das aktuell die Nachfrage ist?
Dirk: Also ich glaube, so native Kryptoinvestoren kriegen wir damit nicht überzeugt. Das ist mir vollkommen klar.
Die vielen, die sehr stark in diesem Kryptobereich schon sind, die wollen ihre Wallets haben. Das verstehe ich auch. Oder wollen ein Konto bei einer Krypto-Wallet bei der Kryptobörse haben. Vollkommen klar.
Trotzdem ist dieser Markt da und ich glaube, der wird auch ganz, ganz stark wachsen, weil er halt diese Einfachheit bietet, gerade für diejenigen, die ein bisschen investieren wollen, die bisher ja Ängste, Berührungsängste hatten.
Was ist denn überhaupt ein Wallet?
Wir haben ja einen schönen TV-Spot produziert, wo dann der Protagonist sagt: „Ich investiere ja jetzt in Kryptos“, und das habe ich in meiner Wallet, bis er dann von der Nichte aufgeklärt wird, dass das Wallet heißt.
Und ich glaube, für diejenigen, die diese Ängste haben bisher – wie investiere ich denn in den Kryptobereich? – für die ist das Produkt gut.
Und auch der Assetmanager, für den ist es ideal eigentlich, weil der kann nicht für jeden seiner Kunden, wenn der 100, 200 Kunden hat, für jeden irgendwo ein Wallet aufmachen.
Der kann ganz einfach per Knopfdruck dieses Produkt in die Portfolios seiner Kunden allokieren.
Von daher – und bei der im Bereich des Asset Allocations, im Bereich der Allokation in die Portfolios der Kunden, da stehen wir ganz am Anfang.
Das haben wir ja bei einigen Gesprächen gehört. Ja, wir überlegen uns jetzt, getriggert durch den Bitcoin das erste Mal über der 100.000er-Marke damals.
Wir werden aktiv gefragt von den Kunden: Warum sind wir bisher nicht in Kryptos investiert? Können wir da nicht was machen?
Und die fangen jetzt an, die Assetmanager und andere institutionelle Investoren, sich zu überlegen: Wie stark investiere ich? 1 bis 3 % ganz, ganz oft gehört. Und wie investiere ich?
Und für die ist der ETP eigentlich eines der besten Vehikel, um das umzusetzen, einfach.
Trends für den Kryptomarkt
Michael: Ja, vielen Dank für die Vorstellung von Next Assets. Ist auf jeden Fall spannend und ich glaube auch für unsere Zuhörer, unsere Kunden super spannend, euch so einfach aus deinem Mund sozusagen mal kennenzulernen.
Ich glaube, das ist noch besser, als wenn man natürlich dann über euch auf unserer Webseite auch lesen kann. Aber so erklärt ist das natürlich immer noch einfacher.
Welche Trends siehst du denn für den Kryptomarkt in den kommenden Jahren?
Dirk: Also ich bin jetzt niemand, der jetzt schon 20 Jahre im Kryptobereich unterwegs ist. Ich habe aber immer mein Ohr im Markt und höre zu und habe schon verstanden – und das war eines der wichtigen Themen für mich bei Next Assets –, wirklich zu beginnen, an das Produkt zu glauben, an die Werthaltigkeit der Kryptowährungen zu glauben.
Ich glaube, dass die großen Kryptowährungen gekommen sind, um zu bleiben und ein Teil der Asset Allocation zu sein.
Die ganzen Spielereien, die man sieht, wie zum Beispiel Trump Coins oder so, das ist was zum Zocken, muss man ehrlich sagen. Das ist jetzt nicht das Mittel, wo ich sage: Hier ist das richtige Vehikel zur Asset Allocation, zur Diversifikation.
Aber die großen Kryptowährungen sind definitiv nicht mehr wegzudenken.
Und was an Neuem kommt, welche Möglichkeiten es dann noch geben wird, müssen wir mal sehen. Das kann ich momentan überhaupt nicht beurteilen.
Ich glaube daran, dass, wie gesagt, die großen drei, vier auf jeden Fall sehr, sehr wichtig bleiben und dass immer mehr Investoren sich mit dem Thema auseinandersetzen.
Was viele sagen ist – und das ist ein Vorteil von Kryptos –, wahrscheinlich werden sie weit weniger inflationsfühlig sein als andere Fiat-Currencies.
Man ist unabhängiger von der Zinspolitik. Und das spielt gerade – und auch man kann auch, ich habe gerade eine Kolumne geschrieben, wo ich gesagt habe: Na ja, einen Bitcoin kann ich nicht verzollen.
Das wird definitiv ein Thema für viele sein aufgrund der Entflechtung und vielleicht auch Verflechtung in der Weltwirtschaft, dass eine Kryptowährung im Portfolio zu haben, die unabhängiger ist von der Notenbankpolitik, einfach deren Wichtigkeit deutlich höher werden wird.
Das muss jetzt nicht bedeuten, dass der Bitcoin gleich auf 500.000 Dollar geht, aber es ist definitiv so, dass er eine höhere oder dass gerade der Bitcoin eine wichtigere Rolle spielt, wie ich schon sagte.
Michael: Mhm. Ja, finde ich echt spannend.
Verabschiedung
Michael: Ich glaube wirklich, dass wir mit euch noch mal unser Partnerangebot sinnvoll ergänzt haben.
Wir werden auf jeden Fall eure Produkte auch in den Shownotes hinterlegen. Sie sind auf jeden Fall handelbar bei uns.
Und wir werden sie jetzt auch noch, hast du ja auch schon gesagt, für die Sparpläne freischalten, sodass man dann eben auch als Investor sozusagen regelmäßig in die Produkte sparen kann.
Ja, und wie gesagt, wir freuen uns, wenn wir Neuerungen dann erfahren. Ich meine, Ripple ist eins, da sind wir natürlich auch dann ganz gespannt. Sag Bescheid, sobald das da ist, ne?
Und Dirk, ich würde sagen, vielen Dank für deine Vorstellung und jetzt kann ich nur jedem Zuhörer raten, dass er sich euch mal anschaut.
Wir werden natürlich auch noch ein Porträt auf die Seite bringen von euch, sodass man halt auch weiß, ne? Aber ich sag mal, unter uns, eure Webseite werden wir auch verlinken.
Also, vielen Dank. Ja, und viel Erfolg weiterhin.
Dirk: Vielen lieben Dank, ihr beiden. Danke schön.
Michael: Danke schön. Tschüss.
Dirk: Tschüss.
justTRADE. So einfach geht Investieren.

Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen und allgemeinen Kapitalmarktrisiken. Der Wert einer Anlage kann steigen oder fallen; Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals sind möglich.