Börsentalk #56 - BaFin vs. Turbo-Zertifikate – Regulierung mit Augenmaß?
In der 56. Folge des Börsentalk begrüßen Michael und Nina den erfahrenen Derivate-Experten Florian Röbbeling. Im Mittelpunkt steht das Thema Turbo-Zertifikate: Sie sprechen über die Entwicklung, Chancen und Risiken sowie die aktuellen regulatorischen Diskussionen der BaFin.
Florian berichtet aus über 30 Jahren Berufserfahrung in der Welt der strukturierten Produkte: von den Anfängen mit Optionsscheinen in den 1990er-Jahren über Stationen bei internationalen Banken bis hin zu seinem heutigen Engagement als Analyst. Gemeinsam diskutieren die drei:
- Die Entwicklung der Turbo-Zertifikate im Vergleich zu anderen Hebelprodukten wie CFDs oder Faktor-Zertifikaten
- Die größten Risiken und wie Anleger diese durch kluge Produktwahl minimieren können
- Die aktuellen Überlegungen der BaFin: strengere Risikohinweise, Free-Trade-Einschränkungen und ein möglicher „Börsenführerschein“
- Internationale Unterschiede: Warum Turbo-Zertifikate vor allem ein deutsches Phänomen sind
- Die Zukunft der Zertifikate-Branche: Innovation trotz regulatorischem Druck
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Turbo-Zertifikate sind von der Produktausgestaltung im Vergleich zu anderen Hebelprodukten sehr transparent. Doch über den Trading-Erfolg entscheiden mehr Wissen, Positionsgröße, Risikomanagement und die Wahl des richtigen Hebels.
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Michael: Ja, Podcast Börsentalk Folge 56. Guten Morgen, Nina.
Nina: Hallo Michael.
Michael: Nina, heute haben wir wieder ein spannendes Thema – sogar mit einem Gast, den wir erst einmal kurz reinholen. Hallo Florian Räubeling.
Florian: Grüße dich, lieber Michael. Grüße dich, Nina.
Michael: Flo, wir haben heute ein spannendes Thema. Und wen kann man dazu besser einladen als dich? Es geht um Turbozertifikate beziehungsweise Turbo-Optionsscheine.
Dazu gab es zuletzt von der BaFin eine Abfrage bei verschiedenen Brokern und Emittenten. Das war, glaube ich, 2025. Dabei sollte ermittelt werden: Wie sieht eigentlich die P&L der Endkunden aus? Wie viele Gewinne machen die Kunden, wie viele Verluste?
Dafür mussten Broker und Emittenten entsprechende Daten zuliefern. Daraus ist dann eine Analyse entstanden.
Über dieses Thema wollen wir heute sprechen.
Aber bevor wir das tun, würde ich sagen: Stell dich doch erst einmal ganz kurz vor und erläutere vielleicht auch, wie du zum Thema Derivate gekommen bist.
Florians Werdegang in der Derivate-Welt
Florian: Gerne. Danke zunächst einmal für die Einladung. Ich freue mich, dass ich hier etwas sagen darf. Und ich freue mich natürlich ganz besonders, dass es um verbriefte Derivate geht.
Die begleiten mich nämlich schon seit mehr als 30 Jahren in meinem Berufsleben.
Ganz am Anfang war ich Broker – so wie du – bei der Direktanlagebank in München, Mitte der 90er-Jahre.
Von dort bin ich dann zur Société Générale nach Paris gegangen und habe dort Sales Trading für Optionsscheine gemacht. Damals gab es noch keine Turbos und Zertifikate.
Nach einer Station bei J.P. Morgan Chase, wo ich das Gleiche gemacht habe, war ich für diesen Bereich federführend bei der Macquarie Bank, einem australischen Anbieter, verantwortlich.
Dort habe ich unter anderem das erste Rohstoffzertifikat auf dem deutschen Markt emittiert.
Danach kamen verschiedene Stationen als Journalist, als Leiter des Euro-Instituts und als Leiter der Euro-Akademie, wo ich ebenfalls stark für Inhalte verantwortlich war.
Irgendwann bin ich nach Zypern gezogen, habe mich etwas intensiver mit dem Thema Krypto beschäftigt und mache heute unter anderem zusammen mit Thomas Kolb, dem ehemaligen Pressesprecher der Deutschen Börse, einen Videokanal auf YouTube.
Der heißt Tippchecker.
Dort betreiben wir unter anderem in Zusammenarbeit mit finanzen.net ein Bullen- und Bären-Depot, in dem wir Turbozertifikate sehr gerne einsetzen.
Das heißt: Mich betrifft im Endeffekt auch ein wenig, was die BaFin gerade vorhat.
Michael: Das ist super spannend.
Wie bewertest du denn generell die Entwicklung von Turbozertifikaten in den vergangenen Jahren?
Entwicklung von Turbo-Optionsscheinen
Florian: Wenn wir uns die Geschichte anschauen, wo das Turbozertifikat eigentlich herkommt: Als wir mit dem Geschäft begonnen haben – wenn wir beiden älteren Herren hier im Podcast über gehebelte Produkte von damals sprechen –, dann waren das Optionsscheine.
Der Nachteil eines Optionsscheins ist, dass das Pricing für Retail-Anleger, also für Endkunden, nicht immer leicht nachvollziehbar ist.
Ein Optionsschein kann Preisbewegungen machen, die jemand, der sich mit der Materie nicht ganz so gut auskennt, nicht immer unmittelbar nachvollziehen kann.
Irgendwann sind daraus – sicherlich auch durch den Druck der CFD-Branche und deren einfachere Produkte – Turbozertifikate entstanden.
Denn dort gibt es zwar besondere Risiken, aber die Preisentwicklung des Produktes kann grundsätzlich jeder relativ einfach nachvollziehen.
Dafür brauche ich kein großes Spreadsheet oder Ähnliches. Mir reichen im Grunde ein Zettel, ein Stift und ein Taschenrechner.
Wenn du mir sagst: Der Basiswert, auf den sich das Turboprodukt bezieht, macht diese oder jene Bewegung, dann kann ich dir relativ schnell sagen, wie sich das Turbo-Produkt entsprechend bewegen sollte.
Dadurch ist es in Deutschland bei Retail-Kunden zum wichtigsten Hebelprodukt geworden.
Einfach deshalb, weil der Anleger besser nachvollziehen kann, was er bekommt.
Es gibt ein klares Leistungsversprechen und eine vergleichsweise einfach nachvollziehbare Preisentwicklung.
Wenn wir uns die Börsenumsätze anschauen, machen Turbo-Produkte bei den gehebelten Produkten mittlerweile ungefähr 50 Prozent aller Umsätze aus.
Damit sind sie de facto das wichtigste Hebelprodukt bei Privatanlegern.
Optionsscheine kommen auf ungefähr 35 Prozent. Den Rest machen Faktor-Zertifikate und ähnliche Produkte aus.
Nina: Jetzt hast du schon ein bisschen die Rolle von Turbozertifikaten angesprochen, insbesondere im Vergleich zu anderen Hebelprodukten.
Welche Risiken siehst du konkret bei Turbozertifikaten und wie können diese minimiert werden?
Chancen und Risiken
Florian: Ich glaube, die wichtigste Form der Risikominimierung findet immer noch beim Anleger selbst statt.
Der entscheidet nämlich, welchen Hebel er nimmt.
Es gibt Produkte mit einem Hebel von zwei oder zum Teil sogar noch weniger. Es gibt aber auch Produkte mit einem Hebel von 30 und mehr.
Die Risikominimierung ist hier also zunächst Aufgabe des Anlegers, indem er eine intelligente Auswahl bei der Produktwahl trifft.
Das größte spezifische Risiko beim Turbo ist das Knock-out-Risiko.
Übrigens heißt es mittlerweile offiziell eher Turbo-Optionsschein.
Das war schon so, bevor die BaFin kam und hier – wenn ich das als Wortspiel sagen darf – den Hebel angesetzt hat.
Die Industrie ist selbst hingegangen und hat gesagt: Phonetisch klingt „Zertifikat“ ein bisschen stärker nach Anlageprodukt.
Um hier eine Differenzierung zu schaffen, soll die offizielle Nomenklatur inzwischen eher Turbo-Optionsschein sein.
Das „Turbo“ deutet darauf hin, dass es sich um eine bestimmte Produktstruktur handelt, deren Pricing vergleichsweise leicht nachvollziehbar ist, die aber eben dieses Knock-out-Risiko beinhaltet.
Es gibt eine Schwelle beziehungsweise eine Barriere.
Wenn diese Barriere während der Laufzeit berührt oder überschritten wird, kann das Produkt mehr oder weniger wertlos werden.
Bei manchen Produkten erhält man noch einen Restwert, bei anderen erhält man nichts mehr. Das sind dann die Feinheiten.
Entscheidend ist: Es gibt eine Barriere.
Bei einem Call-Produkt, also wenn ich auf steigende Kurse setze, wird das Produkt entsprechend ausgeknockt, wenn die relevante Barriere erreicht oder unterschritten wird.
Bei einem Produkt auf fallende Kurse funktioniert es entsprechend umgekehrt.
Das ist das zentrale Risiko.
Der Anleger muss deshalb Produkte auswählen, bei denen die Barriere für seinen Anlage- beziehungsweise Beobachtungszeitraum weit genug entfernt ist, damit sie nicht zu leicht erreicht wird.
Von der Produktseite können wir da nur begrenzt etwas machen.
Wir können dem Anleger ein breit gefächertes Instrumentarium an Produkten zur Verfügung stellen.
Die Entscheidung, welches konkrete Risiko er eingeht, liegt letztlich beim Anleger.
Michael: Ja.
Nina: Und welche Gründe führen jetzt aktuell zu der Überlegung, Turbo-Optionsscheine stärker einzuschränken? Gibt es da schon einen Zeitplan und wie sieht der aus?
BaFin-Untersuchung und geplante Maßnahmen
Florian: Den ursprünglichen Zeitplan hat die BaFin selbst schon überschritten.
Ich nehme an, das liegt unter anderem an personellen Kapazitäten, Sommerferien und ähnlichen Dingen.
Rein theoretisch sollten die ersten Maßnahmen inzwischen bereits beschlossen sein.
Was passiert grundsätzlich bei so einem Prozess?
Der Regulator hat zunächst die Vermutung, dass es einen Missstand gibt. Beispielsweise, dass Anleger nicht ausreichend geschützt werden oder dass eine bestimmte Produktgruppe aus Verbraucherschutzsicht problematisch sein könnte.
Dann kommt man zu dem Schluss: Okay, das müssen wir uns genauer anschauen.
Wie Michael vorhin schon gesagt hat, hat die BaFin deshalb eine Studie durchgeführt.
Sie hat sich sehr viel Datenmaterial besorgt, dieses ausgewertet und daraus bestimmte Erkenntnisse abgeleitet.
Jetzt kann man darüber diskutieren, ob die Ergebnisse dieser Studie tatsächlich vollständig das richtige Bild der Situation wiedergeben.
Ich persönlich finde diese Diskussion inzwischen etwas müßig.
Man hätte beispielsweise statt Durchschnittswerten einen Median verwenden können.
Und man hätte aus meiner Sicht institutionelle Transaktionen herausrechnen müssen.
Denn diese Produkte werden nicht nur zum Spekulieren genutzt, sondern auch für Absicherungsgeschäfte.
Wenn du beispielsweise ein großes Aktienfonds- oder ETF-Investment hast, kannst du solche Produkte einsetzen, um deine Position abzusichern.
Den möglichen Verlust aus dem Absicherungsinstrument nimmst du dann gewissermaßen als Versicherungsprämie in Kauf.
Das wurde aus meiner Sicht bei der BaFin-Auswertung nicht ausreichend differenziert.
Das ärgert mich, weil wir dadurch eine genauere Datenbasis hätten haben können.
Aber gut: Die BaFin hat die Analyse so durchgeführt, wie sie sie durchgeführt hat.
Sie ist zu der Erkenntnis gekommen, dass die Mehrheit der Anleger im Durchschnitt Geld verliert.
Außerdem ist sie auf Basis ihrer Daten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wahrscheinlichkeit für Verluste tendenziell steigt, je häufiger ein Anleger handelt.
Gleichzeitig sind die absoluten Beträge, über die wir reden, aus meiner Sicht überschaubar.
Wir sprechen nach den Zahlen der BaFin beispielsweise von ungefähr 50, 60 oder 70 Euro Verlust pro Anleger und Monat.
Ob man deshalb mit der Brechstange an diesen Markt herangehen muss, bezweifle ich.
Auf Basis ihrer Erkenntnisse hat die BaFin ein Bündel an Maßnahmen vorgeschlagen und diese in die sogenannte Konsultation gegeben.
Das bedeutet: Sie möchte per Allgemeinverfügung beziehungsweise regulatorischer Maßnahme bestimmte Vorgaben für den Vertrieb von Turbo-Optionsscheinen einführen.
Bevor sie das tut, konsultiert sie den Markt.
Das heißt: Die Industrie – Broker, Emittenten und Verbände – kann Stellung nehmen und sagen: Diese Maßnahme halten wir für sinnvoll, bei jener Maßnahme sehen wir Probleme oder diese Vorgabe lässt sich in der Praxis so nicht umsetzen.
Reaktion der Branche
Florian: Im Großen und Ganzen fand ich die Reaktion der Industrie interessant.
Sie hat gesagt: Mit den meisten Maßnahmen können wir grundsätzlich leben.
Es geht beispielsweise um deutlichere Risikohinweise in der Werbung, gewisse Einschränkungen bei Free-Trade-Aktionen und um eine Art Börsenführerschein speziell für strukturierte Produkte der höchsten Risikoklasse beziehungsweise für Hebelprodukte.
Die Industrie ist dagegen nicht grundsätzlich Sturm gelaufen.
Sie hat auch nicht primär versucht, die komplette Datenbasis und Studie der BaFin anzugreifen, sondern eher gesagt: Wir nehmen die Ausgangslage so hin, möchten aber bei der konkreten Umsetzung einige Dinge anders gestalten.
Die BaFin hatte beispielsweise vorgeschlagen, Anleger halbjährlich erneut zu ihren Kenntnissen bezüglich dieser Produkte zu befragen und entsprechende Wissenstests durchzuführen.
Michael und ich sind alt genug, um uns noch an die Börsentermingeschäftsfähigkeit zu erinnern.
Das haben wir Ende der 90er-Jahre noch auf Papier gemacht.
Da gab es diese ganzen digitalen Multiple-Choice-Lösungen noch nicht, die heute einfach als Pop-up auf einer Webseite erscheinen.
Wir mussten damals mit dem Kunden einen ausgedruckten Bogen durchgehen und klären, ob er versteht, was er dort tut.
So einen Test kann man grundsätzlich umsetzen.
Aber ihn alle sechs Monate zu wiederholen, halte ich für übertrieben.
Ich hoffe, Michael, du stimmst mir da zu.
Aus der Industrie habe ich ebenfalls gehört, dass man sagt: Das reicht einmal im Jahr.
Auch bei anderen spekulativen Anlageformen gibt es nicht zwingend häufiger solche Abfragen.
Wenn einmal jährlich ausreicht, sollte das aus meiner Sicht auch bei Hebelprodukten genügen.
Die Stellungnahmen der Industrie mussten bis Ende August eingereicht werden.
Anschließend sollte die BaFin aus ihren ursprünglichen Vorschlägen und den Rückmeldungen der Industrie eine finale Entscheidung ableiten und kommunizieren, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden.
Das ist bislang noch nicht passiert.
Ich glaube aber nicht, dass das daran liegt, dass jetzt plötzlich wesentlich strengere Maßnahmen kommen.
Ich glaube schlicht, dass regulatorische Prozesse manchmal langsamer laufen als ursprünglich geplant und zwischenzeitlich viele andere Themen auf dem Tisch der BaFin gelandet sind.
Mein Verständnis ist deshalb ganz klar: Da wird vermutlich nichts wesentlich Schlimmeres kommen als das, was bisher bereits angekündigt wurde.
Es geht jetzt eher um Feinheiten der Umsetzung.
Also beispielsweise darum, ob ein solcher Wissenstest tatsächlich jedes halbe Jahr oder nur einmal im Jahr durchgeführt werden muss.
Ich glaube, dass man sich am Ende eher auf einmal jährlich einigen wird.
Außerdem muss noch festgelegt werden, wann die Regeln starten und wie viel Zeit die Marktteilnehmer für die technische Umsetzung bekommen.
Ich habe bereits gesehen beziehungsweise gehört, dass einige Emittenten sogar schon Werbemittel produziert haben, die die neuen Vorgaben der BaFin berücksichtigen.
Deshalb mache ich mir insgesamt nicht besonders große Sorgen.
Natürlich ist das zusätzliche Arbeit.
Aber im Vergleich zu anderen regulatorischen Eingriffen, die wir in der Vergangenheit erlebt haben, halte ich die geplanten Maßnahmen für überschaubar.
Rückblick auf die CFD-Regulierung
Florian: Schauen wir uns beispielsweise die CFD-Branche an.
Dort gab es mit der steuerlichen Begrenzung der Verlustverrechnung einen Eingriff, der die gesamte Branche sehr stark getroffen hat.
Diese Regelung wurde später wieder geändert beziehungsweise zurückgenommen.
Das war aus meiner Sicht eine wesentlich härtere Maßnahme.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich bin kein Vertreter oder besonderer Fan der CFD-Branche.
Aber Regulierungsmaßnahmen müssen rechtlich sauber und verhältnismäßig sein.
Im Vergleich dazu haben wir beim aktuellen Vorgehen gegenüber Turbo-Optionsscheinen keine ähnlich harte Situation.
Da kann man fast sagen, dass der Regulator mit relativ viel Augenmaß vorgeht.
Die geplanten Maßnahmen sollten den Markt insgesamt nicht zu stark einschränken.
Michael: Fun Fact: Ich kenne sogar einen der Juristen, der sich intensiv mit der damaligen gesetzlichen Regelung und ihrer Änderung beschäftigt hat.
Das ist immer ganz spannend, wenn man mit solchen Leuten spricht und mitbekommt, welchen Blick sie auf solche Gesetzgebungsverfahren haben.
Aber noch einmal zurück zu Turbozertifikaten:
Siehst du weitere nationale oder sogar europäische Regulierungsbestrebungen, von denen Anleger wissen sollten?
Und wie sieht das Thema eigentlich in anderen Ländern aus?
Sind Turbozertifikate eher ein deutsches Phänomen? Die Franzosen handeln ja zum Beispiel auch ganz gerne Zertifikate.
Turbo-Optionsscheine als deutsches Phänomen
Florian: Meiner Meinung nach ist das schon sehr stark ein deutsches Phänomen.
Das Turbozertifikat ist unter anderem deshalb entstanden, weil klassische Optionen beziehungsweise deren verbrieftes Pendant, der Optionsschein, durch Faktoren wie Zeitwert und Volatilität beim Pricing komplexer sind.
Der Turbo hat dagegen eine Struktur geschaffen, die stärker an ein direkt gehebeltes Investment erinnert.
Vereinfacht gesagt kann man sich ein gehebeltes Zertifikat wie eine Aktie vorstellen, bei der ein Teil des Investments finanziert beziehungsweise gehebelt wird.
Das ist in dieser konkreten Ausprägung sehr deutsch.
CFDs gab es vorher und gibt es natürlich immer noch.
In vielen Ländern – beispielsweise hier in Zypern oder insbesondere auch in Großbritannien – sind Anleger, die solche gehebelten Produkte handeln möchten, deutlich stärker im CFD-Markt unterwegs als in börsengelisteten beziehungsweise verbrieften Produkten.
In Deutschland haben wir außerdem eine Infrastruktur geschaffen, die das enorme Produktangebot überhaupt ermöglicht.
Durch relativ geringe Listingkosten, standardisierte Prozesse und standardisierte Verkaufsprospekte kann hier mit Millionen unterschiedlicher Produkte gearbeitet werden.
In anderen Ländern wäre das aufgrund der Listing Fees zum Teil überhaupt nicht wirtschaftlich.
Wenn du dort Millionen Produkte an einer Börse listen möchtest, wird das schlicht zu teuer.
Zukunft der Broker und neue Handelsweisen
Florian: Wo ich generell einen Trend sehe, ist eine stärkere Vereinfachung direkt auf Brokerebene.
Ich glaube, dass Anleger zukünftig teilweise gar nicht mehr auf Basis einzelner WKNs entscheiden werden.
Ein Beispiel:
Ich bin deutscher Staatsbürger, wohne aber in Zypern und kann deshalb bei vielen deutschen Brokern kein Konto eröffnen.
Bei einem Anbieter wie eToro kann ich dagegen ein Konto führen.
Dort gibt es für den Nutzer nicht diese klassischen Suchlisten nach strukturierten Produkten.
Du hast beispielsweise eine Aktie und kannst direkt auswählen: Hebel 2, Hebel 4, Hebel 6, Hebel 10.
Je nach Basiswert und dessen Volatilität stehen bestimmte Hebel zur Verfügung.
Bei besonders volatilen Aktien ist der maximal auswählbare Hebel entsprechend niedriger.
Und das Ganze funktioniert auch in die andere Richtung: Du kannst Long oder Short gehen und einen entsprechenden Hebel auswählen.
Ich glaube, gerade jüngere Anleger werden immer stärker an solche Modelle herangeführt.
Sie suchen dann nicht mehr durch lange Produktlisten verschiedener Emittenten.
Welcher Market Maker im Hintergrund sitzt, bekommt der Kunde gegebenenfalls gar nicht mehr unmittelbar mit.
Der Kunde ist bei seinem Broker und sagt beispielsweise: Ich möchte die Allianz-Aktie mit Hebel 4 handeln.
Ob im Hintergrund ein Market Maker aus Frankfurt, Zypern oder irgendwo anders sitzt, ist aus Nutzersicht zweitrangig.
Der Anleger weiß lediglich: Ich habe ein Engagement auf Allianz mit einem Hebel von vier.
Ich glaube, genau in diese Richtung wird es gehen.
Das Ganze wird einfacher und spielerischer.
Wir werden ein Stück weit wegkommen von diesen riesigen Listen, bei denen man erst Produkte suchen, Spreads vergleichen und verschiedene Emittenten gegenüberstellen muss.
Wenn ich mir die Entwicklung bei Neobrokern anschaue, wird vieles attraktiver und einfacher für Menschen, die neu einsteigen.
Für Leute wie mich, die schon lange dabei sind und immer noch eher Desktop- als App-Mensch sind, ist das vielleicht nicht immer ganz so attraktiv.
Aber um neue Kunden auch an gehebelte Produkte heranzuführen, glaube ich, dass eine simplere Gestaltung – teilweise auch mit einem gewissen Gamification-Ansatz – eine Richtung sein wird, die die Industrie einschlägt.
Welche Auswirkungen spüren Privatanleger?
Michael: Wenn wir noch einmal auf die Maßnahmen schauen, die die BaFin in ihrem Konsultationspapier angesprochen hat:
Wie schätzt du ein, welche Auswirkungen das tatsächlich auf Privatanleger haben wird?
Sind das große Veränderungen oder eher kleinere?
Florian: Ich glaube, den größten Effekt könnte eine Veränderung bei der Preisgestaltung beziehungsweise bei Free-Trade-Aktionen haben.
Sollte tatsächlich eingeschränkt oder verboten werden, kostenlose Handelsaktionen speziell für gehebelte Produkte anzubieten, müssten einige Modelle angepasst werden.
Natürlich gibt es auch dafür Gestaltungsmöglichkeiten.
Aber du kannst dann beispielsweise nicht mehr so einfach sagen: Die Turbos dieses einen Emittenten kannst du heute kostenlos handeln.
Das dürfte aus meiner Sicht der größte konkrete Effekt sein.
Deutlich sichtbare Risikohinweise halte ich dagegen nicht für besonders einschneidend.
Die CFD-Branche muss schon heute sehr deutlich angeben, welcher Anteil ihrer Kunden beim Handel mit solchen Produkten Geld verliert.
Diese Prozentzahl muss regelmäßig aktualisiert und gut sichtbar dargestellt werden.
Hat das den Umsatz komplett einbrechen lassen? Nein.
Deshalb glaube ich auch nicht, dass deutlichere Warnhinweise bei Turbo-Produkten den Markt grundsätzlich verändern werden.
Wenn der Kunde klar darüber informiert wird, dass Hebelprodukte zu erheblichen Verlusten führen können, ist dagegen auch nichts einzuwenden.
Wenn Thomas und ich beispielsweise auf YouTube unser Bullen- und Bären-Depot vorstellen, in dem wir vor allem Turbos einsetzen, und dazu einen deutlichen Disclaimer einblenden müssen, ist das vollkommen in Ordnung.
Der größte Effekt dürften also Veränderungen bei bestimmten Free-Trade-Aktionen sein.
Dann könnte der Anleger über den Spread hinaus wieder zusätzliche unmittelbare Transaktionskosten haben.
Ansonsten glaube ich nicht, dass die bislang angekündigten Maßnahmen einen signifikanten Einfluss auf die Umsätze haben werden.
Selbst im Worst Case, wenn Anleger tatsächlich alle sechs Monate einen entsprechenden Wissenstest durchführen müssten:
Ich glaube nicht, dass das besonders hilft. Ich glaube aber auch nicht, dass es dem Markt entscheidend schadet.
Deshalb bin ich relativ zuversichtlich, dass die Maßnahmen keinen signifikanten Einfluss auf die Umsätze und damit auch nicht auf die Produktauswahl haben werden.
Denn wenn die Umsätze massiv zurückgehen würden, hätte das auf Industrieseite automatisch Folgen.
Dann würden weniger Produkte emittiert, Anleger hätten weniger Auswahl und die Fixkosten für Emittenten würden auf weniger Umsatz treffen.
Genau das sollte nicht passieren.
Wir können froh sein, dass wir in Deutschland eine so große Auswahl und so viele unterschiedliche Möglichkeiten haben.
Ich glaube aber nicht, dass die bislang angekündigten Maßnahmen dazu führen werden, dass dieses Produktuniversum wesentlich eingeschränkt wird.
Das wäre für mich die größte Gefahr gewesen.
Aber wie gesagt: Ich glaube nicht, dass es dazu kommt.
Alternativen bei stärkeren Einschränkungen
Nina: Du hast jetzt schon gesagt, dass du nicht glaubst, dass sich besonders viel ändern wird.
Aber nehmen wir einmal an, Turbo-Optionsscheine würden tatsächlich deutlich stärker eingeschränkt oder sogar verboten.
Welche Alternativen gäbe es für Anleger?
Florian: Das Interessante ist ja, dass sich die Untersuchung sehr stark auf den Markt für Turbo-Produkte konzentriert hat.
Die Zahlen bei klassischen Optionsscheinen wurden nicht in gleicher Form betrachtet.
Ebenso wenig gehebelte ETFs oder Faktorprodukte.
Gerade wenn Anleger beispielsweise Overnight-Positionen in Faktorprodukten halten, entstehen durch den täglich zurückgesetzten fixen Hebel ganz besondere Risiken.
Und diese Risiken sind zum Teil weniger offensichtlich als beim Turbo.
Beim Turbo gibt es eine Barriere.
Wenn du verstanden hast, was diese Barriere bedeutet, weißt du: Wenn der Basiswert dieses Niveau erreicht, ist mein Produkt ausgeknockt und mein investiertes Kapital kann weitgehend oder vollständig verloren sein.
Viel deutlicher kann ein Risiko eigentlich kaum dargestellt werden.
Allein von der Produktstruktur her ist das in diesem Punkt ein vergleichsweise transparentes Instrument.
Bei Faktorprodukten sieht es anders aus.
Dort hast du beispielsweise das Problem der Pfadabhängigkeit.
Nehmen wir einen festen Hebel von fünf.
Du investierst Long in eine Aktie und die Aktie fällt an einem Tag um zehn Prozent.
Das Faktorprodukt verliert bei einem Hebel von fünf stark vereinfacht etwa 50 Prozent.
Am nächsten Tag startet das Produkt wieder mit seinem festen Hebel von fünf.
Angenommen, die Aktie steigt anschließend wieder um zehn Prozent.
Dann steigt dein Faktorprodukt zwar entsprechend stark, aber eben von dem bereits deutlich reduzierten Niveau aus.
Du bist danach also nicht automatisch wieder bei deinem ursprünglichen Ausgangswert.
Das zeigt: Es gibt andere gehebelte Produkte, die ebenfalls besondere Risiken haben, die aber für den Anleger nicht so unmittelbar sichtbar sein können wie die Knock-out-Barriere eines Turbos.
Wenn man nun ausgerechnet bei Turbo-Produkten sehr harte Einschränkungen einführen würde, könnten zwei Dinge passieren.
Erstens würden einige der sehr aktiven Turbo-Anleger wieder stärker in den CFD-Markt wechseln.
So etwas haben wir in der Vergangenheit bereits in die andere Richtung gesehen.
Als die steuerliche Verlustverrechnung für CFDs stark eingeschränkt wurde, sind Umsätze aus diesem Bereich teilweise in Richtung Turbo-Produkte gewandert.
Wenn die steuerlichen Rahmenbedingungen bei CFDs wieder günstiger sind und Turbos gleichzeitig stärker eingeschränkt würden, könnte sich diese Bewegung entsprechend umkehren.
Zweitens würde vermutlich mehr Umsatz zurück in klassische Optionsscheine oder andere gehebelte Produkte fließen.
Ob Anleger mit diesen Alternativen am Ende erfolgreicher wären, wage ich zu bezweifeln.
Ich kommentiere den Markt von außen und möchte mich mit solchen Aussagen nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Aber ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass Anleger mit alternativen Produkten ohne Knock-out-Barriere langfristig automatisch wesentlich erfolgreicher wären als mit Turbo-Produkten.
Das glaube ich nicht.
Wie gesagt: Ich erwarte ohnehin keine wirklich harte Einschränkung.
Innovation im Derivate-Markt
Nina: Wie entwickeln sich innovative Derivateprodukte generell unter regulatorischem Druck weiter?
Du hast schon einen kleinen Einblick gegeben, wie die Zukunft deiner Einschätzung nach aussehen könnte.
Aber welche Möglichkeiten hat die Industrie unter diesen regulatorischen Rahmenbedingungen überhaupt noch?
Florian: Der Regulator muss natürlich aufpassen, dass er nicht das Gegenteil von dem erreicht, was er eigentlich erreichen möchte.
Die BaFin macht das ja nicht, um der Industrie zu schaden.
Dahinter steht der Verbraucherschutz.
Ich möchte der BaFin nicht unterstellen, dass sie die Industrie nur um des Einschränkens willen ärgert.
Die Idee dahinter ist, Anleger zu schützen.
Und das ist ein sinnvolles Ziel.
Die Menschen bei der BaFin wissen meiner Meinung nach auch sehr genau, dass zu starke Einschränkungen Ausweichbewegungen erzeugen können.
Wir haben in Deutschland einen sehr großen Markt.
Vom insgesamt ausstehenden Volumen strukturierter Produkte machen Hebelprodukte nur einen vergleichsweise kleinen Teil aus.
Wenn man dagegen auf die Börsenumsätze schaut, haben Turbo-Produkte eine sehr hohe Bedeutung.
Da wird also sehr viel gehandelt.
Wenn du diesen Markt sehr stark eindampfst, werden Anleger ausweichen.
Das kann bedeuten, dass mehr Geld auf CFD-Plattformen fließt – teilweise vielleicht zu Anbietern, die in anderen Jurisdiktionen sitzen oder weniger streng reguliert sind.
Das kann nicht das Ziel eines Regulators sein.
Es gibt diesen Markt.
In Deutschland ist der Markt für strukturierte Produkte vergleichsweise groß.
Andere Länder wiederum haben andere Märkte.
In Großbritannien oder Portugal ist beispielsweise der Sportwettenmarkt wesentlich größer.
In den USA wiederum sind Optionen und Futures ein riesiger Markt.
Michael: Optionen und Futures in den USA – ganz genau.
Florian: Ein Riesenmarkt.
Dagegen ist vieles von dem, was wir hier machen, relativ klein.
Was du auf jeden Fall vermeiden möchtest, ist, Anleger durch zu harte Regulierung in weniger regulierte Bereiche zu drängen.
Deshalb glaube ich, dass die BaFin hier grundsätzlich mit Augenmaß vorgeht.
Sie weiß, dass sie die Daumenschrauben nicht zu stark anziehen darf, weil sie ansonsten auf Anlegerseite möglicherweise mehr Schaden verursacht, als sie verhindert.
Und was die Produkte selbst betrifft: Die werden sich immer weiterentwickeln.
Ich habe ja schon gesagt, dass es für Endkunden vermutlich spielerischer und einfacher werden wird.
Gerade mit Blick auf jüngere Anleger.
Und gleichzeitig sehen wir ständig neue Entwicklungen.
Neue Produkte und Trends
Florian: Irgendwann hat beispielsweise auch die ETF-Industrie erkannt, dass es Anleger gibt, die etwas offensivere Produkte möchten, und hat Leveraged ETFs auf den Markt gebracht.
Ich habe selbst gerade zusammen mit Lang & Schwarz in Düsseldorf einen Turbo auf einen ETF beziehungsweise auf einen Gold-Miners-Index umgesetzt.
Also einen Index mit Goldminenbetreibern und darauf ein Turbo-Produkt.
Das Produkt wurde auf unseren Vorschlag hin emittiert und hat aus meiner Sicht sehr ordentliche Umsätze erzielt.
Dabei sprechen wir beispielsweise von einem relativ kleinen Hebel von ungefähr zweieinhalb.
Ich glaube, dass jeden Tag solche kleinen Innovationen entstehen.
Der Markt ist dabei aktuell sehr fragmentiert.
Ihr habt bei justTRADE mehrere große Emittenten, mit denen ihr Geschäfte macht und damit bereits einen Großteil des Marktes abdeckt.
Aber links und rechts gibt es immer wieder interessante Spezialprodukte, die man beispielsweise über die Börse, ein Wikifolio oder über andere Möglichkeiten handeln kann.
Der Industrie wird bei neuen Produktideen nicht so schnell die Fantasie ausgehen.
Deshalb bin ich da grundsätzlich positiv.
Fazit: Wissen als bester Anlegerschutz
Michael: Vielen Dank.
Ich glaube, zusammenfassend können wir sagen: Wir warten erst einmal ab, was tatsächlich kommt.
Der ursprüngliche Zeitplan ist ja schon überschritten.
Ich denke, vielleicht wird es September oder Oktober werden.
Dann werden wir die endgültigen Maßnahmen bewerten und schauen, wie wir sie konkret umsetzen.
Einen Wissenstest haben wir heute bei der Depoteröffnung ohnehin schon.
Vor einigen Jahren gab es dazu auch zusätzliche Anforderungen der ESMA.
Am Ende kommt es vor allem darauf an, dass Anleger aufgeklärt werden.
Aus diesem Grund machst du deine Videos und deine Inhalte.
Ich glaube, das ist der Schlüssel zum Erfolg:
Anleger müssen die Produkte verstehen und wissen, welches Risiko sie eingehen.
Auch Privatanleger nutzen solche Produkte teilweise ganz bewusst zur Depotabsicherung und nehmen dann den möglichen Verlust der Absicherungsposition in Kauf, wenn der Knock-out eintritt.
Deshalb tun wir alle gut daran, uns weiter damit zu beschäftigen, wie wir Anleger mit Wissen versorgen können.
Ich bin sehr gespannt, was weiter passiert.
Vielen Dank für deine Einschätzung.
Florian: Sehr, sehr gerne. Danke, dass ich dabei sein durfte.
Und wie gesagt: Ich bin weiterhin positiv.
Es kann noch ein paar Wochen dauern.
Aber ich glaube, die Maßnahmen werden maximal ungefähr in dem Umfang kommen, wie sie bislang angekündigt wurden.
Und damit können wir leben.
Und du hast vollkommen recht: Das Beste ist Wissen.
Das Allerwichtigste sind Wissen, eine vernünftige Positionsgröße und eine intelligente Hebelwahl.
Beim Turboprodukt hilft das aus meiner Sicht mehr als jede zusätzliche regulatorische Vorgabe.
Nina: Vielen Dank auch von mir. Schön, dass du da warst und vielleicht bis zum nächsten Mal.
Florian: Bis zum nächsten Mal. Vielen Dank euch.
Michael: Ciao.
Nina: Ciao.
Das war’s schon wieder.
Wir freuen uns, wenn du den Podcast abonnierst und eine positive Bewertung auf deiner Podcast-Plattform hinterlässt.
Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge beim Börsentalk, dem justTRADE Podcast.
justTRADE. So einfach geht Investieren.

Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen und allgemeinen Kapitalmarktrisiken. Der Wert einer Anlage kann steigen oder fallen; Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals sind möglich.