Börsentalk #17 - PLATOW über interessante Aktien für 2024
In der ersten Folge im Jahr 2024 sprechen wir über zwei interessante Aktienideen für das Jahr 2024. Dazu haben wir wieder Jorg Schirmacher, Geschäftsführer von PLATOW, eingeladen, um mit ihm darüber zu sprechen.
Wir bauen auf Folge 15 auf, in der wir bereits einen makroökonomischen Ausblick auf das Jahr 2024 gegeben haben. Dort haben wir zwei mögliche Trendthemen für dieses Jahr identifiziert: Künstliche Intelligenz und medizinische Innovationen.
Die besprochenen Aktien sind Compugroup (DE000A288904) und Infineon (DE0006231004). Inwieweit die beiden Aktien von den Trendthemen profitieren könnten, erfahrt ihr in dieser Folge. Viel Spaß dabei!
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Michael: Ja, Podcast-Folge 17. Hallo Tim, frohes Neues erstmal! Wir sind ja in 2024 gerutscht. Ich hoffe, du bist gut reingekommen.
Tim: Ja, definitiv. Ich freue mich auch wieder, dass wir quasi eine neue Staffel von unserem Börsentalk aufnehmen können. Und der Podcast fängt ja auch schon direkt spannend an. Wir haben mal wieder einen Gast in unserem Podcast, den wir nachher begrüßen dürfen. Und wir haben ja auch, muss ich sagen, spannende Themen wieder. Stell doch mal ganz kurz vor, was wir heute machen wollen.
Michael: Genau. Vielleicht auch noch mal ein kleiner Blick zurück: Wir haben in Folge 15 ja einen makroökonomischen Ausblick auf das Jahr 2024 gegeben und euch da so ein bisschen die Prognosen der großen Investmentbanken zusammengefasst. Und dabei haben wir zwei große Trendthemen für das Jahr 2024 identifiziert. Das war einmal künstliche Intelligenz und medizinische Innovation.
Und genau damit wollen wir uns auch heute beschäftigen, aber eher aus einer mikroökonomischen Perspektive. Diesmal haben wir auch wieder den Jörg von PLATOW dabei, wie du eingangs schon erwähnt hast. Aber wir wollen uns mal zwei Aktienideen anschauen, die unter diese Trendthemen fallen könnten.
CompuGroup: Digitalisierung des Gesundheitswesens
Michael: Jörg, noch mal herzlich willkommen!
Jörg: Schön, dass ich heute hier bin.
Michael: Fangen wir direkt mit der ersten Aktie an. Die erste Aktie ist die CompuGroup-Aktie. Kannst du vielleicht einmal kurz erläutern, was CompuGroup eigentlich macht?
Jörg: Ja, guten Morgen Michael, hallo Tim. Wünsche euch natürlich auch erstmal ein frohes neues Jahr. Ich hoffe, ihr seid gut gerutscht.
Michael: Ja.
Jörg: Und danke schön, gleichfalls. Beim ersten Podcast des neuen Jahres dabei sein zu dürfen. Vielen Dank für die Einladung.
Ja, steigen wir direkt ein in das Unternehmen CompuGroup. Da handelt es sich um einen Anbieter von Softwarelösungen für die Gesundheitsindustrie. Das Unternehmen hat eine Market Cap von ungefähr 2 Milliarden Euro und ist mit ungefähr 9.000 Mitarbeitern in über 20 Ländern einer der führenden Anbieter von Lösungen für das Gesundheitssystem.
Und ihr dürft euch das so vorstellen: Zu den Kunden zählen zum Beispiel Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken. Und die nutzen die Softwarelösungen von CompuGroup, um ihre betrieblichen Prozesse zu optimieren.
Also es geht vor allen Dingen bei dem Geschäftsmodell um Effizienzsteigerung, beispielsweise durch webbasierte Patientenakten, in denen Patienteninformationen schneller zugänglich sind, eine bessere Kommunikation zwischen den Gesundheitsprofis oder auch zum Beispiel durch digitale Informationssysteme, um schneller an Arzneimittelinformationen zu kommen.
Wie ihr euch denken könnt oder wie ihr auch oft in den Nachrichten zu lesen ist – da kommen wir vielleicht gleich noch zu – ist das Gesundheitssystem in Deutschland natürlich in vielen Bereichen noch überhaupt nicht digitalisiert, wirklich unterdigitalisiert. Und davon profitiert CompuGroup ganz klar.
Michael: Genau deswegen haben wir unter anderem natürlich CompuGroup – das habe ich im Eingang natürlich nicht ganz richtig gesagt. Darauf haben wir noch mal Wert gelegt, dass wir dieses Unternehmen auswählen, weil es sich genau in dieser Medizinbranche bewegt und halt auch Gebrauch macht von künstlicher Intelligenz.
Die haben nämlich eine Künstliche-Intelligenz-Initiative geschaffen. Was denkst du denn, wie schnell sich diese neu gestartete Initiative für die Aktionäre auch dann auswirken kann?
Jörg: Wir sind da etwas vorsichtig, offen gestanden. Ich glaube, momentan gibt es kein Technologieunternehmen, das das Wort KI nicht in den Mund nimmt und sagt, dass das natürlich ganz toll für das Geschäftsmodell sein wird und die Umsätze nur so sprudeln werden.
Aber was CompuGroup gemacht hat, wie du schon sagtest, in der Tat: Die haben eine Initiative angekündigt. Das war im August dieses Jahres. Sie wollen sich KI besser zunutze machen. Sie wollen KI-basierte Funktionen einführen, mit denen sie eben noch mal besser die Ineffizienzen in der Verwaltung, zum Beispiel bei Arztpraxen und bei Krankenhäusern, reduzieren können, damit die Ärzte mehr Zeit für ihre Patienten haben.
Und das Management geht davon aus, dass das die nächsten Jahre ganz klar prägen wird. Aber es fehlt eine konkrete Guidance. Es gibt also keine konkreten Aussagen dazu, was das jetzt für den Umsatz oder für die Gewinnentwicklung bedeuten wird.
Ich denke, dass es definitiv positive Auswirkungen haben wird, aber wir sind da grundsätzlich vorsichtig und möchten dort erstmal auf erste Ergebnisse warten.
Krankenhauszukunftsgesetz als Wachstumstreiber
Michael: Und ich denke, das ist auch vernünftig. Viel interessanter finde ich tatsächlich den potenziellen Einfluss des Krankenhauszukunftsgesetzes. Und das war ja auch in diesem Jahr sehr stark vertreten in den Medien. Unser Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat dieses Gesetz ja initiiert.
Und was soll das Gesetz erreichen oder vorantreiben?
Jörg: Es soll eben Mittel zur Digitalisierung des Gesundheitssystems zur Verfügung stellen. Das heißt ganz konkret: Die Krankenhäuser bekommen Mittel des Staates zur Verfügung gestellt, um ihre digitale Infrastruktur zu verbessern.
Also beispielsweise durch Patientenportale, durch elektronische Dokumentation von Behandlungsleistungen. Und das finde ich tatsächlich aktuell interessanter als die KI-Initiative, weil hier tatsächlich auch schon Aufträge in den Büchern stehen.
Der CFO Michael Rauch hat im September dieses Jahres davon gesprochen, dass bereits ein Auftragsvolumen von 140 Millionen Euro in den Büchern steht. Das heißt, hier kann man davon ausgehen, dass sich das positiv für Aktionäre auszahlen wird.
Michael: Das ist ja wirklich sehr interessant. Also kann man das noch mal zusammenfassen: Die KI-Initiative ist eigentlich eher Zukunftsmusik, aber von der Gesetzgebung kann CompuGroup schon mal deutlich profitieren. Was wirklich sehr schön ist.
Was macht denn die Aktie noch darüber hinaus aus fundamentaler Sicht zu einer interessanten Aktie?
Jörg: Also aktuell handelt die Aktie momentan auf einem Preis von 36 Euro. Das ist zunächst einmal 60 Prozent unterhalb des Allzeithochs von Ende 2021. Die Aktie hat EBITDA-Margen von 20 Prozent und wächst organisch beim Umsatz hoch einstellig im Jahr. Und mit einem KGV von 20 ist das aktuell attraktiv, weil der historische Durchschnitt deutlich darüber liegt.
Jetzt sollen in diesem Jahr noch die Gewinne leicht fallen. Und das hat damit zu tun, dass das Unternehmen sehr frühzeitig in Fachkräfte investiert hat, um sich eben auf dieses zukünftige Wachstum einzustellen. Das heißt, vom Fachkräftemangel ist CompuGroup nicht betroffen, weil sie eben vorgesorgt haben.
Und im nächsten Jahr sollen dann schon die ersten Einflüsse dieser Wachstumsinitiativen sich positiv auf den Umsatz auswirken. Das heißt, im Folgejahr sollen die Umsätze um ungefähr 20 Prozent steigen.
Und deswegen gehen wir davon aus, dass es momentan sehr attraktiv bewertet ist. Also der Markt, auch wenn man sich die Aktie in diesem Jahr anschaut, schwächelt sie ja. Und das ist für uns in unseren Augen ein sehr attraktives Einstiegsniveau.
Die PLATOW Prognose
Michael: Jetzt ist die CompuGroup ja unter anderem ein Teil der PLATOW Prognose. Vielleicht magst du da einfach kurz noch mal vorstellen, was ihr da genau macht und was daran so besonders ist.
Jörg: Also neben unserem Börsenprodukt, der PLATOW Börse, haben wir ja mehrere Sonderpublikationen im Jahr. Und unser, ich sage mal, unser Flaggschiff ist die PLATOW Prognose.
Das ist ein jährlich erscheinendes Handbuch für all diejenigen, die sich für Wirtschaft und speziell Aktien interessieren. Und wir geben dort immer einen wirtschaftlichen Ausblick und beleuchten verschiedene Anlageklassen.
Aber der zentrale Bestandteil einer jeden Prognose ist immer das jährliche Aktienkapitel. Und dort stellen wir in der Regel rund 25 interessante internationale Aktienideen vor.
Und vielleicht kurz ein paar Worte zu dem Ansatz: Theoretisch kann jede Aktie in der Prognose landen, also vorausgesetzt, sie erfüllt bestimmte Kriterien. Und wir gehen dort sehr quantitativ vor.
Wir haben einen Top-down-Ansatz, in dem wir das gesamte Aktienuniversum, also jede Aktie, die an einer Börse notiert ist, uns anschauen und nach bestimmten Finanzkennzahlen screenen.
Und den Fokus, den wir legen, ist auf hohe Kapitalrenditen. Also Unternehmen sollten wertschöpfend sein. Es sollte hohe Margen, hohe Cashflows erzielen und im besten Fall sollte es auch im Kontext des Geschäftsmodells einen vertretbaren Verschuldungsgrad aufweisen.
Und Länder-, Indexzugehörigkeiten oder Sektorzugehörigkeiten, die spielen dabei keine Rolle. Also es ist immer die fundamentale Situation des Unternehmens, die für uns interessant ist.
Und in diesem Jahr sind 25 internationale Werte geworden, mit einem sehr kleinen Deutschlandanteil.
Michael: Okay, gemerkt. Also die Leser der Prognose dürfen sich auf sehr spannende Aktien aus teilweise auch exotischen Ländern freuen, die sicherlich nicht viele auf ihrem Schirm haben.
Jörg: Es sind tatsächlich auch teilweise sehr unbekannte Unternehmen dabei. Wir haben welche aus Schweden, aus den Niederlanden oder auch aus Frankreich im Angebot.
Logischerweise ist der Anteil von US-Aktien natürlich immer der größte, weil das einfach der wichtigste Kapitalmarkt der Welt ist. Aber dieser Anteil liegt in diesem Jahr bei ungefähr einem Drittel. Das ist deutlich weniger als im Vorjahr.
Und das zeigt eigentlich, dass die Chancen momentan nach der starken Rally in den USA vor allen Dingen auch in Europa und anderswo liegen.
Einen kleinen Spoiler möchte ich noch geben: All diejenigen, die denken, dass wir dann US-Aktien wie Amazon, Apple oder Alphabet im Angebot haben, wo man ja wahrscheinlich jetzt nicht mehr jeden vom Hocker reißen kann – das ist nicht der Fall.
Also wir haben dort Unternehmen, die auch durchaus unter dem Radar schwimmen. Und wir haben zum Beispiel auch Unternehmen aus Spanien oder sogar ganz exotisch aus Indien im Portfolio.
Also ein sehr, sehr breiter Mix, sehr breiter Ländermix, mit einem recht geringen Deutschlandanteil und deutlich weniger US-Aktien als in den vergangenen Jahren.
Infineon: Halbleiter als struktureller Wachstumstreiber
Michael: Okay, spannend. Ja, eine weitere Aktie, die du mitgebracht hast, die auch Teil eurer Prognose ist, ist ja Infineon.
Das ist insofern ganz spannend, als Infineon ja eine dieser Aktien aus der Neuen-Markt-Zeit ist, die ich damals auch interessanterweise gezeichnet habe. Das war einer der sogenannten Verdoppler. Die stand ja, glaube ich, im Höchstkurs mal irgendwie bei 80 Euro, ist dann runter irgendwie bis auf 10, aber hat sich ja jetzt schon wieder immerhin auf knapp 40 Euro rangerobbt.
Vielleicht kannst du einfach ganz kurz mal das Geschäftsmodell von Infineon erläutern.
Jörg: Ja, das ist spannend, dass du das sagst. Ich habe es gerade noch mal aufgerufen. Also über 80 Euro vor Platzen der Dotcom-Blase – das ist verrückt. Und da ging es erstmal unter einen Euro, habe ich gerade gesehen.
Aber ja, also Infineon ist in der jüngeren Zeit eine absolute Erfolgsgeschichte.
Zum Geschäftsmodell: Die entwickeln und produzieren Halbleiterchips und die zählen weltweit zu den 100 größten Unternehmen in dieser Branche. Die Produkte finden in verschiedensten Bereichen Anwendung, beispielsweise in der Konsum- und der Industrieelektronik, aber auch der Kommunikationstechnologie und allen voran eben der Automobilindustrie.
Der Autosektor ist mit einem Umsatzanteil von 50 Prozent der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt für Infineon. Und auch in diesem Bereich, also dem Autochip-Bereich, sind die mit einem Marktanteil von über 10 Prozent weltweit Marktführer.
Infineon und die Automobilindustrie
Michael: Jetzt ist es ja so, dass wir gerade – das ist ja auch ein Politikum – diverse Chiphersteller mit Milliarden-Subventionen nach Deutschland locken wollen. Infineon ist ja ein deutsches Unternehmen, was Chips herstellt.
Und du hast es angedeutet: Insbesondere die Automobilindustrie ist ja einer der Wachstumstreiber. Aber warum ist das so? Also warum ist das so? Die Autos sind vollgepackt mit Elektronik. Ist das die Begründung oder woran liegt es, dass in der Autoindustrie da so ein doller Teil ist?
Jörg: Der Anteil an Elektronik, der spielt sicherlich eine Rolle. Wenn du zum Beispiel die Themen Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit nachdenkst, diese Anforderungen sind nicht nur teilweise marktgetrieben, also einmal gefragt: Die Nachfrage der Konsumenten, die steigt in dieser Hinsicht.
Aber natürlich auch regulatorisch ist dort entsprechender Druck. Stichwort autonomes Fahren. Die Anforderungen hier, die steigen also stetig. Und dafür braucht es natürlich immer mehr und immer leistungsstärkere Chips.
Jetzt ist das Autogeschäft grundsätzlich ein sehr zyklisches Geschäft. Infineon ist auch eine zyklische Aktie. Da kommen wir vielleicht gleich noch zu.
Aber gleichzeitig sind diese Trends, die ich eben erwähnt habe – Energieeffizienz, Mobilität – sehr strukturell unterfüttert.
Und ich glaube, das erkennt man ganz gut an dem Bereich der E-Autos. Dort wird immer mehr Technik verbaut. Das bedeutet entsprechend immer mehr Halbleiter.
Und der VDA, der Verband der Automobilindustrie, geht davon aus, dass sich der Bedarf an Halbleiterchips bis 2030 verdreifachen wird.
Die Zyklik des Halbleitermarktes
Jörg: Nun ist das Geschäft, wie erwähnt, sehr zyklischen Schwankungen ausgesetzt. Das macht natürlich auch die Umsatz- und Gewinnentwicklung sehr schwankungsanfällig.
Ich denke, das sieht man sehr, sehr gut, wenn man sich den Chart anschaut. Wir sollten jetzt nicht auf die über 80 Euro vor Platzen der Dotcom-Blase schauen, weil das hatte ja ganz andere Gründe.
Aber wenn man sich jetzt zum Beispiel den Chart in den Jahren 2018 bis 2019 anschaut, dort gab es aufgrund von Überkapazitäten eine geringere Nachfrage nach Chips. Die Preise sind sehr stark unter Druck gekommen für Chips. Und damals hat die Aktie zum Beispiel, so wie viele andere Halbleiterunternehmen, rund 50 Prozent verloren.
Da kann man sehr gut die Zyklik dieses Geschäftsmodells erkennen.
Gleichzeitig aber, wenn man sich den Chart langfristig anschaut und eben nicht von 2001, sondern beispielsweise ab 2011, dann sieht man sehr schön diese strukturelle Nachfrage nach Chips und diese starke Position von Infineon als eines der weltweit führenden Unternehmen in dem Markt.
Die Umsätze, die Gewinnmarge sind sehr stark gestiegen. Wenn man es sich zum Beispiel anschaut: Der Umsatz 2012, der betrug 4 Milliarden Euro, und heute liegt der im abgeschlossenen Geschäftsjahr bei fast 17 Milliarden Euro. Also eine Vervielfachung.
Die operative Marge hat sich über denselben Zeitraum mehr als verdoppelt, was dazu geführt hat, dass der Gewinn je Aktie von 30 Eurocent im Jahr 2012 auf 2,70 Euro gestiegen ist. Also eine Verneunfachung.
Das ist langfristig sehr, sehr eindrücklich. Und auch wenn sie kurzfristig eine zyklische Aktie ist, ist es langfristig eigentlich ein absolutes Qualitätsunternehmen.
Wenn man sich wirklich zyklische Unternehmen anschaut, zum Beispiel in der Automobilzulieferindustrie, dann sieht man Kurse, die sich eigentlich über den längeren Zeitraum sehr seitwärts bewegen. Und das ist hier überhaupt nicht der Fall.
Die Aktie hat sich von 2012 bis heute versechsfacht. Sie lag damals bei 6 Euro und heute liegt sie bei 36 Euro.
Michael: Ja, für uns ein absolut spannendes und sehr, sehr hochwertiges Unternehmen.
Nachhaltigkeit und Energiewende
Michael: Was ich auch interessant finde, ist, dass die ja in den Dow Jones Sustainability Index aufgenommen wurden. Die sind irgendwie zum 14. Mal in Folge als eines der nachhaltigsten Unternehmen der Welt ausgezeichnet worden.
Die tun halt auch extrem viel, um, ich sage mal, eine CO₂-Neutralität hinzubekommen. Das Ziel ist irgendwie bis zum Jahr 2030. Was ja auch, sag ich mal, ein Teil ist, wenn es sich durchzieht, in der Unternehmenskultur sich widerspiegelt.
Siehst du da dann auch noch Argumente aus dem Bereich, die für Infineon sprechen? Also Stichwort „Be Green“, „Power“ oder, ich sage mal, wenn die jetzt wirklich alles Mögliche dafür tun, um CO₂-Nachhaltigkeit weiter zu erreichen, dann ist das ja auch für die Autohersteller zum Beispiel ein extremes Kriterium, dass man ja solche Unternehmen fördern muss.
Jörg: Wenn man sich die gesamte Wertschöpfungskette anschaut: Dass das Unternehmen selber CO₂-neutral sein möchte, ich glaube, das ist jetzt nicht unüblich, dass diesen Anspruch sehr viele haben. Und das ist ja mittlerweile fast unumgänglich, wenn man auch zum Beispiel nicht aus den Rastern von verschiedenen institutionellen Investoren fallen möchte, dass gewisse ESG-Standards erreicht oder erfüllt sein müssen.
Aber ich meine, Infineon sorgt natürlich mit seinen Produkten dafür, dass die gesamte Energiewende überhaupt möglich ist.
Leistungsstärkere, energieeffizientere Chips sind ja die Grundlage, um diese Ziele zu erreichen. Von daher sehe ich Infineon sehr, sehr gut positioniert.
Fazit: Zwei spannende Aktienideen
Michael: Ja, vielen Dank. Also ich glaube, wir hatten echt zwei spannende Werte. Den einen kannte ich selber noch nicht, den anderen kannte ich gut. Aber ist ja immer wieder interessant, aus welchem Blickwinkel ihr die Aktien beleuchtet.
Ja, insofern, Jörg, vielen Dank, dass du in unserer Jahresauftaktfolge dabei warst. Und ich denke mal, wir werden dich dieses Jahr noch häufiger wieder im Podcast hören.
Jörg: Das würde mich sehr freuen. Vielen Dank, Michael. Vielen Dank, Tim, und bis zum nächsten Mal auch von meiner Seite. Vielen Dank.
Michael: Ciao, ciao, ciao, ciao!
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