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Börsentalk #60 - Kryptocoin, ETP oder Derivat? Der Weg ins Krypto-Investment

Kryptowährungen: Welche Möglichkeiten gibt es?

In Folge 60 des Börsentalks spricht Nina mit Denis Liemen aus dem Produktmanagement von justTRADE über verschiedene Möglichkeiten, in Kryptowährungen zu investieren. Im Mittelpunkt stehen der direkte Kauf über Kryptobörsen, der Handel über Onlinebroker, Krypto-ETPs und Derivate. Dabei geht es insbesondere um Verwahrung, Handelbarkeit, Flexibilität, Risiken und die Eignung für unterschiedliche Anlegertypen.

Die wichtigsten Möglichkeiten

  • Kryptobörsen & eigene Wallet: Anleger verwahren ihre Coins selbst und haben dadurch maximale Kontrolle. Bei Cold Wallets sind die Schlüssel offline geschützt, während Hot Wallets einen schnelleren, aber potenziell anfälligeren Zugriff ermöglichen.
  • Direkter Kryptohandel über Onlinebroker: Kryptowährungen können gemeinsam mit Aktien und ETFs über ein Depot gehandelt werden. Die Verwahrung übernimmt ein spezialisierter Anbieter.
  • Krypto-ETPs: Sie werden wie Wertpapiere über die Börse gehandelt und benötigen keine eigene Wallet. Je nach Ausgestaltung können sie beispielsweise einzelne Kryptowährungen, Krypto-Baskets oder Staking abbilden.
  • Krypto-Derivate: Zertifikate und Hebelprodukte ermöglichen unter anderem Long- und Short-Positionen. Durch den Hebel können allerdings auch Verluste deutlich verstärkt werden.

Verwahrung: Kontrolle oder Komfort?

Ein zentrales Thema der Folge ist die Frage, wer die Kryptowährungen verwahrt. Bei einer eigenen Wallet liegen die Private Keys beim Anleger. Das bedeutet maximale Kontrolle, aber auch Eigenverantwortung für die Sicherheit.

Denis verdeutlicht die Risiken anhand des bekannten Falls eines Walisers, der rund 8.000 Bitcoin auf einer Festplatte gespeichert hatte, die versehentlich entsorgt wurde:

„Sicherheit ist natürlich bei Cold Wallets gegeben, aber dann muss man sich halt eben auch sicher sein, dass man die jetzt nicht irgendwie versehentlich mal verliert.“

Beim Onlinebroker entfällt diese technische Verantwortung weitgehend. Dafür sind die Möglichkeiten, die Coins beispielsweise auf eine eigene Wallet zu übertragen oder zum Bezahlen zu verwenden, eingeschränkter.

Krypto-ETPs als einfache Alternative

Krypto-ETPs bieten einen vergleichsweise einfachen Zugang zu Kryptowährungen, da sie wie Aktien oder ETFs über ein Wertpapierdepot gehandelt werden können. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Produktvarianten, darunter physisch hinterlegte Produkte, Krypto-Baskets und ETPs mit Staking-Komponenten.

Ein Nachteil gegenüber dem direkten Kryptohandel sind die Börsenhandelszeiten. Während Kryptowährungen grundsätzlich rund um die Uhr gehandelt werden, können ETPs nur während der jeweiligen Handelszeiten gekauft und verkauft werden.

Mehr Flexibilität durch Derivate

Bei Krypto-Derivaten stehen unter anderem Long- und Short-Produkte sowie verschiedene Hebel zur Verfügung. Damit können Anleger sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen.

Denis weist gleichzeitig deutlich auf die Risiken hin:

„Besonders jetzt bei Kryptowerten, wo es auch mal kurzfristig starke Kursbewegungen geben kann und ich bin jetzt vielleicht auf der falschen Seite unterwegs mit einem höheren Hebel, kann das natürlich schnell zu einem ziemlich großen, letztlich sogar bis hin zum Totalverlust führen.“

Daher sieht er gehebelte Krypto-Derivate eher bei erfahrenen Anlegern.

Welcher Weg passt zu welchem Anlegertyp?

Denis ordnet die verschiedenen Möglichkeiten abschließend verschiedenen Anlegergruppen zu:

  • Eigene Wallet: eher für langfristig orientierte und technisch affine Anleger, die sich selbst um Verwahrung und Sicherheit kümmern möchten.
  • Direkter Kryptohandel über einen Onlinebroker: besonders interessant für Einsteiger und Anleger, die ihre verschiedenen Anlagen bequem in einem Depot verwalten möchten.
  • Krypto-ETPs: einfach über das Wertpapierdepot handelbar und damit grundsätzlich für viele Anleger zugänglich.
  • Krypto-Derivate: vor allem für erfahrene Anleger, insbesondere wenn mit Hebel oder Short-Produkten gearbeitet wird.

Sein Fazit zur Entwicklung des Angebots: Anleger müssen sich nicht zwingend für nur einen Weg entscheiden. Je nach Ziel und Erfahrung können unterschiedliche Instrumente eingesetzt werden.

„Das Beste ist natürlich, wenn man sich jetzt so diese vier Optionen [...] anschaut: Ich kann direkt in Krypto investieren, ich kann Krypto-ETPs handeln, ich kann Derivate auf Kryptos handeln.“

Kernaussage der Folge: Der Zugang zu Kryptowährungen ist heute deutlich vielfältiger als der reine Kauf von Coins. Zwischen eigener Wallet, Onlinebroker, ETPs und Derivaten bestehen jedoch deutliche Unterschiede bei Kontrolle, Komfort, Flexibilität und Risiko.

Wenn du möchtest, dass deine Frage in einer der nächsten Folgen beantwortet wird, schicke uns eine E-Mail an: podcast(at)justtrade.com
 

Mehr Folgen

Nina: Hallo zur Folge 60 unseres Börsentalks. Ausnahmsweise darf ich hier mal den Podcast starten, denn Michael ist im wohlverdienten Urlaub und ich habe mir für heute einen Kollegen an die Seite geholt, und zwar Denis. Du warst ja schon mal bei uns im Podcast. Vielleicht kannst du dich trotzdem noch mal ganz kurz vorstellen, falls die Leute dich noch nicht gehört haben.

Denis: Ja, genau. Erst mal hallo, Nina, hallo, liebe Zuhörer. Genau, also mein Name ist Denis Liemen. Ich bin inzwischen seit fünf Jahren auch bei justTRADE, vorher auch schon viele Jahre in der Onlinebrokerage-Industrie gewesen. Also mal klassisch angefangen mit einer Bankausbildung, dann irgendwie in Frankfurt bei der OnVista Bank gelandet, dann dort fünf Jahre, knapp fünf Jahre gearbeitet. Zwischendurch war ich auch noch mal zwei Jahre bei Derivateemittenten und, wie gesagt, seit fünf Jahren wieder bei justTRADE zurück, bei einem Onlinebroker. Bin dort im Produktmanagement unterwegs.

Und ja, was machen wir im Produktmanagement? Also, wir kümmern uns einerseits um das ganze Thema Kooperation mit unseren Partnern, also Börsenpartner, ETF-Partner, Derivatepartner, aber arbeiten auch kontinuierlich an der Erweiterung und der Verbesserung unseres Produktangebotes, also der Plattform, über die die Kunden handeln können, aber auch zum Beispiel, dass wir überlegen: Wie können wir jetzt irgendwie das Angebot erweitern mit neuen Partnern, neuen Märkten? Genau, das ist so die Aufgabe im Produktmanagement.

Und wie du schon gesagt hast, ich war ja schon einmal oder durfte schon einmal Gast bei euch im Podcast sein. Das war halt zu dem Thema Derivate. Ich glaube, im August letzten Jahres war das.

Nina: Mhm. Ja, danke, dass du da bist. Wir wollen heute nicht über Derivate sprechen, sondern über Kryptowährungen.

Einleitung ins Thema

Nina: Die sind ja in den vergangenen Jahren sowieso längst schon im Mainstream angekommen. Trotzdem stellen sich da, glaube ich, viele noch die Frage: Wie investiere ich denn da jetzt rein? Was gibt es für Möglichkeiten? Außer dem klassischen Weg, einfach Kryptowerte zu kaufen, gibt's da ja noch einige andere.

Und deswegen wollen wir uns in dieser Folge mal damit beschäftigen: Welche Möglichkeiten gibt es? Welche Vor- und Nachteile haben diese? Und auch vielleicht: Welcher Weg eignet sich jetzt für welchen Anlagetyp oder Anlegertyp? Da darf ich dich mal gleich um so einen ersten Einblick in die Frage bitten: Welche Wege gibt es überhaupt?

Denis: Das ist auch, sagen wir mal, aufgrund der Aktualität ein sehr aktuelles Thema. Also, ich sag mal, ziemlich gutes Timing. Denn besonders Anleger, die sehr interessiert am Finanzmarkt sind oder an Finanzthemen, die wissen das natürlich und haben die alle gelesen: Das immer so zum Jahresende oder zum Jahresanfang gibt's dann immer ganz viele Analysen und Berichte darüber, wie man sein Depot am besten für das kommende Jahr aufstellt, sollte man irgendwie Umschichtungen vornehmen.

Und da sind wir natürlich, sage ich mal, Ende letzten Jahres, Anfang diesen Jahres auch in so einer spannenden Gemengelage. Nämlich einerseits die Unsicherheit an den Finanzmärkten durch politische Risiken. Andererseits haben wir im letzten Jahr Rekorde an allen wichtigen Aktienindizes gesehen und dadurch wird dann eben auch in vielen Analysen immer das Thema beleuchtet: Ja, wie sollte man das Depot vielleicht diversifizieren?

Nicht so eine hohe Aktienquote, sondern vielleicht auch mal ein bisschen Rohstoffe oder Edelmetalle wie Gold und Silber mit reinnehmen oder eben auch das Thema Krypto. Das hat man jetzt in vielen Publikationen zum Jahreswechsel immer wieder gelesen und genau daher passen natürlich die von dir aufgebrachten Fragen ideal, dass man sich einfach mal die Wege im Detail anschaut, wie man denn als Anleger überhaupt in Krypto investieren kann.

Und wie du schon gesagt hast, gibt's halt da verschiedene Wege. Und wir fangen da mal so mit den zwei typischen Wegen an, wie Anleger denn direkt in Kryptowährungen investieren können.

Klassischer Weg: Kryptobörse

Denis: Und da ist so der klassische Weg, wie das Ganze damals überhaupt angefangen hat mit dem ganzen Thema Kryptowerten oder dem Handel von Kryptowerten. Nämlich: Es gibt einerseits große, international tätige Kryptobörsen. Über die kann ich jetzt als Kunde mir in der Regel einfach ein Depot oder einen Account dort aufmachen und kann dann dort über die Kryptobörse verschiedene Kryptowerte – ich glaube, da gibt's inzwischen mehr als 2.000, habe ich mal gelesen – kaufen und verkaufen.

Was sich da allerdings so ein bisschen die Frage stellt, ist auch, wie es Anleger auch bei Wertpapieren kennen: Irgendwo müssen diese Kryptos dann verwahrt werden. Und da ist es dann eben in der Regel so, dass ich auf diesem traditionellen Weg, ich habe einen Account bei einer Kryptobörse, die Kryptowerte dann letztlich auch selber verwahren muss.

Also anders als bei einem Wertpapierdepot, wo das die Bank tut, muss ich mir hier eine sogenannte Wallet einrichten, also quasi wie so eine Brieftasche, in der dann die Coins gespeichert sind.

Und das kann man sich, glaube ich, am besten mal anhand von zwei verschiedenen Typen deutlich machen. Da gibt's eben einerseits sogenannte Cold Wallets und Hot Wallets. Ich versuche das mal so darzustellen, damit man auch denjenigen, die da vielleicht noch weniger Erfahrung haben, einen Einblick geben kann.

Und zwar bei den Cold Wallets ist es so: Zu jeder Wallet gehören verschiedene Keys, also Schlüssel für diese Wallet. Das ist einerseits eine Wallet-Adresse. Also, kann man sich jetzt sehr vereinfacht vorstellen wie so eine IBAN, sodass jeder weiß, wo die Coins hin- und hertransferiert werden sollen.

Und dann gibt es noch sogenannte Private Keys, also letztlich quasi die Sicherheitsschlüssel, die nur ich habe, um dann eben auch auf diese Wallet zuzugreifen.

Und bei diesen Cold Wallets ist es so, dass das Ganze offline verwahrt wird. Also meine Keys werden offline verwahrt, also ohne Internetanbindung. Und das können zum Beispiel USB-Wallets sein, also wie so eine Art USB-Stick, der natürlich ein bisschen anders funktioniert, aber so kann man sich das ganz gut vorstellen.

Dann gibt's auch Smartcard-Wallets, also wie so eine Kreditkarte mit einer NFC-Technologie, die man jetzt auch vom Bezahlen her kennt, oder auch sogenannte Paper Wallets. Das ist dann quasi komplett offline. Da werden dann quasi diese Keys meist in Form von QR-Codes auf Papier gedruckt.

Warum gibt's das Ganze? Klingt ja irgendwie ziemlich aus einer anderen Zeit, hat aber den Vorteil: Dadurch, dass es offline ist, gibt es natürlich weniger Sicherheitsprobleme. Also, das heißt, ich habe als Anleger, der seine Coins in so einer Cold Wallet verwahrt, natürlich ein höheres Maß an Sicherheit.

Andererseits sind die natürlich dadurch dann auch weniger schnell zugänglich. Also, wenn ich jetzt immer wieder Kryptos irgendwie handeln möchte, brauche ich erst diese Keys, um dann darauf zugreifen zu können. Wenn ich jetzt zum Beispiel diesen USB-Stick oder diese USB-Wallet in irgendeinem Tresor habe, dann geht das halt eben nicht ganz so schnell, bis ich die rausgeholt habe.

Und ich habe natürlich bei allem, was physisch ist, eben auch das Risiko eines physischen Verlustes.

Anekdote: Sicherheit und verlorene Bitcoins

Denis: Und da vielleicht so als kleine Anekdote oder Beispiel haben vermutlich der ein oder andere Kryptoanleger auch schon in den letzten Jahren immer mal mitverfolgt: Da gab's irgendwie, ich glaube, 2013 war das, so ein Waliser, der hatte relativ früh – also war sehr technikaffin – angefangen, in Kryptos oder in Bitcoin zu investieren, hatte die Bitcoins dann auch eine Zeit lang und hatte dann irgendwie knapp 8.000 Bitcoins, die er auch physisch auf einer Festplatte verwahrt hatte.

Ja, und dann hat er sich irgendwie wohl mit seinem Freund mal zu so einer gemeinsamen Aufräumaktion getroffen. Und wie das dann leider so passiert, hatte der Freund dann irgendwie die zwei Festplatten verwechselt und hat dann versehentlich die Festplatte mit den Keys entsorgt, was erst später aufgefallen ist. Und die waren dann halt schon im Müll.

Und wir reden hier über 8.000 Bitcoins, also das sind heute so 5,6 Milliarden Euro Gegenwert. Und logischerweise konnte er sich jetzt mit der Situation nicht anfreunden. Dann begann ein jahrelanges Tauziehen irgendwie mit Klagen gegen die Stadt, weil die ihn nicht auf die Mülldeponie gelassen haben.

Hat er da irgendwie Konzepte erarbeitet, wie er das von irgendwelchen Robotern durchsuchen lassen kann. Wollte sogar die Mülldeponie kaufen, weil er ja dort irgendwie diese knapp 8.000 Bitcoins für mehrere Milliarden Euro Gegenwert vermutet.

Ja, am Ende wurde alles abgewiesen, zumindest ist das mein letzter Stand. Aber vielleicht gibt's ja doch noch ein Happy End, weil er wohl jetzt irgendwie noch mal vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte klagen will, weil er sich da irgendwie ungerecht behandelt fühlt.

Also, das nur so als kleine Anekdote zu dem Thema. Ja, Sicherheit ist natürlich bei Cold Wallets gegeben, aber dann muss man sich halt eben auch sicher sein, dass man die jetzt nicht irgendwie versehentlich mal verliert. Man muss schon auch selbst darauf aufpassen.

Nina: Ganz genau. Richtig, richtig.

Hot Wallets

Denis: Genau, und dafür, genau für den Fall, gibt's quasi noch so ein bisschen einen einfacheren Weg, und das ist das Thema mit Hot Wallets.

Hot Wallets haben quasi den Unterschied, dass die Private Keys jetzt nicht irgendwie offline verwahrt werden, sondern online. Das heißt, da gibt's dann Web-Wallets oder Mobile Wallets oder auch Apps. Das heißt, da ist man quasi immer mit dem Internet verbunden und kommt da auch ein bisschen schneller ran.

Daher ist das natürlich auch weniger kompliziert für Einsteiger oder auch für Leute – sage ich auch offen und ehrlich für mich –, die jetzt da irgendwie nicht so sonderlich technikbegabt oder technikaffin sind.

Und genau das Risiko hat man da natürlich dann an der anderen Stelle, dass alles, was halt irgendwie online ist, gewisse Risiken birgt, dass das Ganze gehackt werden kann.

Und das ist auch so ein Punkt, wenn jetzt Einsteiger sich irgendwie mit so Hot Wallets beschäftigen: Dadurch, dass es so einfach und so benutzerfreundlich ist, dass sich da der ein oder andere weniger Gedanken um die Sicherheit macht. Und dadurch kann es dann eben auch dazu kommen, dass man da gehackt wird oder am Ende keinen Zugriff mehr auf seine Keys hat.

Aber auch hier sehen wir zum Beispiel: Für mich als nicht so Technikaffinen sind auch beide Optionen relativ komplex oder kompliziert und werden jetzt ja auch nicht für jeden geeignet.

Investment über Onlinebroker

Denis: Und dafür hat sich dann in den letzten Jahren eben so ein zweiter Weg etabliert, wie ich als Anleger in Deutschland in Kryptowerte investieren kann, nämlich direkt über Onlinebroker oder Onlinebanken.

Und da funktioniert das, sage ich mal, in zwei, drei Sätzen halt relativ einfach. So, ich habe halt ein Depot oder mache mir ein Depot auf bei einem in Deutschland ansässigen Onlinebroker, der mir auch den Kryptohandel anbietet, und kann dann dort quasi direkt die Kryptowerte kaufen und verkaufen.

Das ist allerdings nicht bei allen Onlinebrokern in Deutschland möglich. Also, ich glaube, bei den großen, die es schon seit 10, 15, 20 Jahren gibt, gibt's, glaube ich, nur einen, der das inzwischen seit letztem Jahr hat. Bei den anderen dauert sowas, wenn sie es denn überhaupt machen wollen, ja erfahrungsgemäß immer ein bisschen länger.

Aber bei den jüngeren Onlinebrokern, also wie zum Beispiel bei uns bei justTRADE, ist das Ganze jetzt auch schon seit knapp fünf Jahren möglich.

Und das macht natürlich das ganze Thema, in Kryptowerte investieren oder direkt in Kryptos investieren, aus zweierlei Gründen einfach. Wenn wir die beiden Punkte von eben anschauen, nämlich einerseits die Handelbarkeit, habe ich hier natürlich den Riesenvorteil, dass ich sowohl meine Wertpapiere als eben auch Kryptowerte direkt aus einem Depot heraus handeln kann.

Also, ich kann jederzeit über das Geld, was ich jetzt zum Beispiel ohnehin auf meinem Depotverrechnungskonto habe, investieren, ohne jetzt eine Überweisung auf ein separates Kryptokonto machen zu müssen, direkt in Kryptowerte investieren.

Also kann ich jetzt mal irgendwie einen Bruchteil von einem Bitcoin kaufen. Da muss ich auch nicht immer für irgendwie 75.000 Euro einkaufen, sondern ich kann da teilweise schon ab 25, 50 oder 100 Euro in Bitcoin investieren und einen Anteil eines Bitcoins kaufen.

Und der andere Vorteil ist: Ich kann natürlich zwischen Wertpapieren und Krypto auch jederzeit hin- und herswitchen. Also, ich kann jetzt, wenn ich sehe, ich möchte jetzt unbedingt in Krypto investieren, habe jetzt aber vielleicht kein zusätzliches Kapital, dann kann ich vielleicht auch einfach meine Aktienposition verkaufen und das Geld dann quasi direkt, ja, in der gleichen Minute, innerhalb von wenigen Klicks, jetzt direkt zum Beispiel in Kryptowerte wie Bitcoin investieren.

Also, das ganze Thema Handelbarkeit ist hier natürlich deutlich einfacher für Anleger.

Und auch das Thema, worauf wir eben einzugehen begonnen haben, das ganze Thema mit der Verwahrung, ist natürlich auf dem Weg auch einfacher gelöst. Nämlich ist es jetzt nicht so, dass ich mir als Anleger irgendwie Gedanken machen muss: Welche Wallet nehme ich? Also, wo nehme ich eine Cold- oder eine Hot Wallet, wo verwahre ich das? Wie kümmere ich mich um das Thema Sicherheit?

Denn auf dem Weg über einen Onlinebroker gekaufte Kryptowerte werden halt bei einem Verwahrer verwahrt. Also, die Bank, zum Beispiel wir, wir haben da einen Verwahrer, der die Kryptos verwahrt, und zwar in einer sogenannten Sammel-Wallet.

Das heißt, alle Krypto-Transaktionen, Käufe und Verkäufe der Kunden laufen zentral über eine Wallet, die dann quasi gesichert ist. Und so muss sich der Kunde um das Thema Sicherheit der Keys und Co. keine Gedanken machen.

Und da, weil wir auch so ein bisschen über uns sprechen: Unser Verwahrer ist zum Beispiel Tangany aus München, also auch ein von der BaFin regulierter Verwahrer, der auch diese Kryptoverwahrlizenz hat und der das nicht nur schon seit ein paar Jahren, sondern eben auch für viele große Banken oder viele große Anbieter in Deutschland macht.

Genau. Und da ist, sage ich mal, relativ bequem dieser Weg. Ich habe ohnehin mein Depot, zum Beispiel bei uns, kann dann direkt zwischen Krypto und Wertpapieren umschichten, muss mir um das Thema Sicherheit keine Gedanken machen, da es einen Verwahrer gibt.

Und das sind so im Grunde genommen die beiden Wege, wie ich als Kunde direkt in Kryptowerte investieren kann, also direkt Kryptowerte kaufen. Aber daneben gibt's auch inzwischen andere Wege. Also, es gibt zum Beispiel Krypto-ETPs oder auch Derivate auf Kryptos, wo ich dann irgendwie indirekt investieren kann.

Gemeinsamkeiten, Vor- und Nachteile

Nina: Mhm. Ja, spannend. Bevor wir uns jetzt die anderen Typen auch noch mal anschauen: Du bist zwar schon so ein bisschen eingegangen auf Vor- und Nachteile von den beiden klassischen Optionen, aber kannst du da noch mal sagen, was sind da jetzt die essentiellen Vor- und Nachteile, die man vielleicht auch sich durch den Kopf gehen lassen muss, wenn man sich für einen der beiden Wege entscheiden möchte?

Denis: Ja, genau. Sehr, sehr gerne. Also, guter Punkt, bevor wir da einmal so komplett durchrushen über alle Punkte.

Vorab vielleicht noch mal einen Punkt zu den Gemeinsamkeiten. Also, in beiden Optionen – eins: Ich kaufe über eine Kryptobörse, verwahre die in einer eigenen Wallet. Option zwei: Ich kaufe die über meinen Onlinebroker und lasse die in einer Sammelverwahrung. Bei dem über den Onlinebroker verwahrten Kryptowerte habe ich am Ende des Tages oder im Ergebnis immer direkt native Kryptowerte. Also, ich bin direkt in Kryptos investiert.

Warum sage ich das noch mal? Weil das eben auch wichtig ist für das ganze Thema der steuerlichen Betrachtung bei Kryptos.

Moment, kam ja zum Glück am Anfang der Einspieler, dass wir jetzt hier keine steuerliche Empfehlung abgeben. Aber zur Einordnung ist es natürlich so: Wenn ich Kryptowerte halte, also physische Kryptowerte halte, egal auf welchem dieser beiden Wege, dann fallen diese Gewinne, die ich aus den Kryptowerten erziele, nicht unter die Abgeltungssteuer. Heißt, die werden anders versteuert.

Und der eine oder andere Zuhörer, der sich auch zum Thema Goldinvestments auskennt, dem kommt das jetzt auch sehr bekannt vor. Nämlich gibt es bei Kryptowerten ähnlich wie bei Gold eine sogenannte Haltefrist von einem Jahr.

Und das bedeutet: Wenn ich meine Kryptowerte über diese Haltefrist hinaus, also mindestens beziehungsweise mehr als ein Jahr halte, dann sind die Gewinne aus der Veräußerung der Kryptowerte steuerfrei, fallen nicht unter die Abgeltungssteuer und ich muss sie auch nicht in der Steuererklärung separat angeben.

Das ist quasi hier dieser Vorteil. Und das gilt, wie gesagt, bei beiden Wegen: einerseits über die in der eigenen Wallet verwahrten Kryptowerte als auch eben die in einer Sammel-Wallet verwahrten Kryptowerte.

Was da vielleicht noch, bevor ich dann zu den Vor- und Nachteilen komme, ein Hinweis ist, der mir da gerade durch den Kopf geht: Natürlich liest man im Internet immer viel von Angeboten oder auch in Apps, im App Store oder in Social-Media-Apps irgendwie jetzt hier „günstig Krypto kaufen“ oder „Krypto irgendwie ohne Provision kaufen“.

Da ist immer wichtig, dass man sich das ganz besonders anschaut, weil es natürlich auch viele CFD-Anbieter oder andere Anbieter von Finanzprodukten gibt, die zwar damit werben, dass man Bitcoins kaufen kann, aber am Ende kauft man nur irgendwelche Kontrakte auf Bitcoin, also irgendwelche Differenzkontrakte oder andere Instrumente.

Und das heißt, ich sehe zwar vielleicht in meiner App: Okay, hier steht Bitcoin und das ist um 3 % heute gestiegen. Aber dadurch, dass ich am Ende kein Bitcoin halte, sondern nur irgendeinen Kontrakt auf Bitcoin, also irgendein Derivat darauf, fällt das auch nicht unter diese steuerliche Sonderregelung, sondern dann habe ich vielleicht halt wieder ein Steuerthema.

Also, das nur als Hinweis, wenn man über solche Angebote mal stolpert.

Vor- und Nachteile der direkten Verwahrung

Denis: Was aber die Vor- und Nachteile angeht: Hatte ich ja eben schon mal so ein bisschen angerissen. Ähm, kann man jetzt, glaube ich, relativ kurz zusammenfassen.

Also, bei den Krypto-Jüngern der ersten Stunde hat sich ja irgendwie so dieser Satz etabliert: „Not your keys, not your coins“, der auch jetzt nicht so ganz richtig ist, aber der fasst das Thema oder, sage ich mal, den Vorteil der Verwahrung in einer eigenen Wallet ganz gut zusammen.

Also, wenn ich eine eigene Wallet habe und die Keys dazu habe, kann ich natürlich einerseits jederzeit darauf zugreifen – auf die Keys, auf die Bitcoins, die dann oder die Kryptos, die in meiner Wallet verwahrt werden. Kann aber auch andererseits jederzeit sicherstellen: Okay, meine Kryptowerte sind noch da, alles super.

Ich habe natürlich dadurch auf der anderen Seite eben einen gewissen Aufwand, der damit verbunden ist, das Ganze einzurichten. Und auch, wie wir an dem Beispiel hier mit der Mülldeponie gesehen haben, habe ich damit eben auch das eine oder andere Risiko.

Wenn ich aber die Kryptos jetzt über einen Onlinebroker handle, zum Beispiel bei uns, und die dort verwahren lasse, habe ich da natürlich, sage ich mal, diese Benutzerfreundlichkeit, dass ich mich um das ganze Thema Verwahrung gar nicht kümmern muss.

Das ist natürlich ein absoluter Vorteil für Leute, die da jetzt wenig Erfahrung haben. Und was zum Beispiel für mich jetzt ein absoluter Vorteil ist: Ich sehe natürlich in einer App immer die Entwicklung aller meiner Vermögenswerte.

Also, ich sehe, wenn ich jetzt zum Beispiel unsere App aufrufe: Wie sind die Aktienpositionen im Wert? Wie ist die ETF-Position, der Sparplan, wie sieht's bei den Kryptos aus? Ich habe alles in einer App und auf einen Blick und kann auch, was ich eben gesagt habe, das Kapital dann eben immer schnell verteilen.

Nachteil natürlich an dem Thema mit der Sammel-Wallet ist, dass ich da natürlich nur einen eingeschränkten Zugriff drauf habe. Also, ich kann jetzt mit den Kryptowerten nicht irgendwie bezahlen. Also, ich kann jetzt nicht im Internet irgendwas davon kaufen und dann mit Kryptos bezahlen.

Und in der Regel ist es bei den Anbietern, also bei Onlinebrokern, auch nicht möglich, die Kryptowerte irgendwie ohne Weiteres auf eigene Wallets zu transferieren, weil das ganze Thema mit erheblichen Risiken oder mit erheblichen Aufwänden verbunden ist.

Also, ich muss dann als Onlinebroker prüfen: Nach Geldwäschegesetz, ist denn wirklich der Absender auch derjenige, der die Kryptowerte dann empfängt? Muss mir da Nachweise geben lassen, muss die prüfen. Und daher ist das in der Regel nicht möglich.

Also: einfacher, ja, dafür aber weniger flexibel.

Nina: Genau. Das sind eigentlich so im Grunde die Vor- und Nachteile der beiden Optionen. Ja, spannend. Welche weiteren Möglichkeiten gibt es denn? Du hattest ja schon mal ein paar angesprochen, zum Beispiel die Krypto-ETPs.

Krypto-ETPs

Denis: Also, die Krypto-ETPs sind so eine klassische Alternative oder ich würde sogar fast sagen, wenn ich mir zumindest das Verhalten bei unseren Kunden anschaue, auch die beliebteste Alternative zu dem direkten Krypto- oder dem direkten Kryptoinvestment.

Aber da gehen wir vielleicht mal kurz einen Schritt zurück. ETP sagt vielleicht auch nicht jedem etwas. Also ETP steht für Exchange Traded Product und ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von verschiedenen Finanzinstrumenten.

Die bekanntesten davon sind sicherlich Exchange Traded Funds, ETFs, also börsengehandelte Fonds. Es gibt aber auch noch andere Untertypen von ETPs, nämlich zum Beispiel Exchange Traded Commodities, also ETCs, also börsengehandelte Rohstoffe, wie zum Beispiel ein Gold-ETC oder ein Silber-ETC.

Und es gibt aber auch Exchange Traded Notes, ETNs. Das sind dann so börsengehandelte Schuldverschreibungen eines Emittenten.

Also, das mal so zur Einordnung des Begriffs ETPs. Was aber alle gemeinsam haben, hat man anhand des Namens schon erkannt: Exchange Traded heißt, diese ETPs sind ganz einfach wie auch eine normale Aktie über die Börse handelbar.

Das heißt, ich kann einfach den ETP auf was auch immer, zum Beispiel auf Krypto, auf Bitcoin, einfach über die Börse kaufen und verkaufen, benötige dafür weder eine eigene Wallet.

Und das ist der zweite wichtige Vorteil: Ich muss mein Depot zum Beispiel nicht bei einem Anbieter haben, der mir auch den Kryptohandel mit einer Sammelverwahrung anbietet.

Also, jeder Kunde, der irgendwo bei einem Onlinebroker ist, der gar nichts mit Krypto am Hut hat, wird dort in aller Regel dennoch diese Krypto-ETPs über eine Börse kaufen können. Und die werden dann ganz normal im Wertpapierdepot verwahrt, wie jetzt auch so ein ganz normaler ETF-Anteil oder ein ETF-Sparplan.

Und bei ETPs – und da schauen wir uns jetzt mal zur Einfachheit so einen physischen ETP oder einen physisch hinterlegten ETP an – der tut nämlich das Gleiche wie alle anderen ETPs oder wie jetzt zum Beispiel so ein ETF-Anbieter: Der kauft dann eben das zugrunde liegende Finanzprodukt.

Also, zum Beispiel bei einem ETF ist es ja irgendein Index, das heißt, da gibt's Aktien drin, die kauft der ETF-Anbieter. Bei einem Gold-ETC kauft der Anbieter dann eben Gold und bei einem Bitcoin-ETP kauft der Anbieter halt direkt den Bitcoin mit dem Geld der Anleger und lässt diesen auch bei einem Verwahrer verwahren.

Also, das heißt, ich gebe hier auch wieder das Thema Verwahrung an den Anbieter aus der Hand.

Und dieser Punkt, dass es bei diesen physisch besicherten oder physisch hinterlegten ETPs auf Kryptos diese Verwahrung seitens des Emittenten gibt, hat dann eben auch wieder einen Einfluss auf das ganze Thema Steuern.

Denn dadurch, dass die Kryptowerte physisch irgendwo hinterlegt oder verwahrt werden, habe ich auch da wieder analog der Kryptowerte nicht den Punkt, dass die Gewinne unter die Abgeltungssteuer fallen, sondern wenn das so ein Produkt ist, kann ich quasi auch da wieder die Gewinne aus der Veräußerung nach einem Jahr steuerfrei vereinnahmen.

Also hat dann quasi auch wieder diesen Vorteil. Allerdings muss man da auch sagen, dass es Krypto-ETPs gibt, die nicht unter diese Regelung fallen, also die dann quasi keine physische Hinterlegung haben oder der Kunde keinen Auslieferungsanspruch hat. Und die fallen dann klassisch unter die Abgeltungssteuer.

Das sage ich mal auch wieder: keine Steuer- oder Empfehlung zu irgendwie steuersparendem Handelsverhalten. Aber auch das kann natürlich Vorteile haben.

Also, wenn ich jetzt überlege, ich will jetzt als Anleger zwar in Kryptos investieren, aber will da jetzt relativ rege auch mal Bewegung am Markt mitnehmen, kurzfristig, und bin jetzt nicht auf so eine lange Haltedauer aus, dann kann für mich so ein Produkt vielleicht auch irgendwie Sinn machen, dass ich mir das mal anschaue.

Weil ich da natürlich dann weiß: Wenn ich damit einen Gewinn erziele, fällt die Abgeltungssteuer an, die ich auch von ETFs und Aktien kenne. Ich muss mich dann nicht noch irgendwie darum kümmern, in der Steuererklärung irgendwas anzugeben, sondern bin mit diesen 25 % plus Soli eben durch.

So, das kann halt, wie gesagt, auch seine Vorteile haben.

Die beiden Möglichkeiten und welche – oder, sage ich mal, wie das jeweilige Produkt klassifiziert ist, steuerlich – das schreiben die meisten Emittenten oder meisten ETP-Anbieter auch auf ihre Internetseite, wenn man da einfach mal schaut.

Oder falls man dort keine Information findet, dann einfach dort mal kurz die Investorenbetreuung kontaktieren, per E-Mail oder per Telefon. Dann kriegt man in der Regel da auch eine Aussage zu.

Und da nur mal so kurz zur Einordnung: Also, über wie viel redet man da? Also, wir zum Beispiel alleine bei uns haben acht Premium-Partner oder acht unserer Premium-Partner haben inzwischen solche Krypto-ETPs und das macht in Summe mehr als 100 verschiedene Produkte auf Kryptowerte.

Also, da tut sich auch einiges, was das Angebot angeht. Und auch hier gibt's natürlich Licht und Schatten, also Vor- und Nachteile beim Thema Krypto-ETPs.

Vor- und Nachteile Krypto-ETPs

Denis: Die meisten Vorteile habe ich gerade schon genannt, aber nur noch mal ganz kurz: Also, es gibt halt den Vorteil bei Krypto-ETPs, dass sie auch über die meisten Onlinebroker handelbar sind, auch die, die jetzt kein Kryptoangebot haben.

Der Nachteil allerdings bei dem Thema Handelbarkeit ist dann natürlich: Dadurch, dass es börsengehandelt ist, kann ich meine Krypto-ETPs auch nur während der normalen Börsenhandelszeiten kaufen oder verkaufen.

Also, bei uns sind Anleger oder unsere Kunden relativ gut ausgestattet mit unseren drei Börsen. Das ist zwar schon von Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 23 Uhr. Da gibt's auch Anbieter, da sind die Produkte nur auf Xetra handelbar. Das ist dann nur von 9 Uhr bis 17:30 Uhr. Also, da bin ich dann richtig eingeschränkt.

Aber dennoch habe ich da natürlich den Nachteil: Wenn ich jetzt aktiv in Krypto investieren will und verfolge auch die Bewegung zum Beispiel am Wochenende, dann kann ich vielleicht am Wochenende dasitzen und denke mir: Oh Mist, Bitcoin ist jetzt heute – wie es, glaube ich, letzte Nacht irgendwie oder gestern – um 4 % gefallen, an dem Sonntag. Ich kann mit meinem ETP erst am Montag reagieren.

Das ist halt dann eben der Nachteil im Vergleich zum direkten Kryptohandel. Aber andererseits ist es natürlich auch bei mehr Anbietern möglich und hat auch seine Vorteile in der Einfachheit.

Und dann ein Vorteil bei diesen ETPs oder dass es ETPs gibt, sagen wir so, ist, wie wir jetzt eben schon ein bisschen erahnen können anhand der 100 verschiedenen Produkte auf Kryptos, natürlich, dass es da Produkte mit verschiedensten Ausgestaltungsformen gibt.

Also, es gibt Krypto-ETPs auf ganze Krypto-Baskets. Also, das können dann zum Beispiel irgendwie – ein Basket ist so ein Korb – ein Korb sein aus den zehn größten Kryptowerten, gemessen an ihrer Marktkapitalisierung. Und da kann ich quasi so einen Krypto-ETP kaufen und habe dann die zehn größten in meinem Depot, was vielleicht so über den normalen Weg mit Krypto-Direktinvestments nicht möglich wäre oder nur in verschiedenen Einzeltransaktionen.

Und ich habe zum Beispiel auch inzwischen ein großes Angebot an Krypto-ETPs, die jetzt solche Sachen wie Staking abbilden.

Staking

Nina: Wir haben im Podcast schon mal über Staking gesprochen. Kannst du trotzdem noch mal ganz kurz erklären, worum es dabei geht?

Denis: Ja, genau. Also sehr gerne. Beim Thema Staking, glaube ich, macht es Sinn, dass man auch vielleicht noch mal kurz einen kleinen Schritt zurückgeht.

Nämlich: Es gibt ja verschiedenste Kryptowerte und es gibt eben auch einige Kryptowerte mit verschiedenen Technologien. Und es gibt eben einige Kryptowerte, die nach einem sogenannten Proof-of-Stake-Mechanismus arbeiten.

Also, das bedeutet, dass Transaktionen oder die vorhandenen Coins zur Validierung von Transaktionen innerhalb des Kryptonetzwerks eingesetzt werden.

So, das heißt, irgendwie braucht man dafür Coins, die eigentlich jeder irgendwie in seiner Wallet, in einer eigenen Wallet hat oder in der Sammel-Wallet hat.

Und wie geht das dann? Das heißt, Anleger, die solche Kryptowerte halten, in solchen Kryptos mit Proof of Stake, können diese ihre Kryptowerte oder ihre Coins zur Validierung an das Netzwerk verleihen.

Und im Gegenzug dafür, dass ich meine Kryptos zur Validierung verleihe, bekomme ich dann über das Netzwerk quasi wie einen Zinssatz, also sogenannte Staking Rewards oder Staking-Prämien ausgezahlt, in Form von neuen Coins.

Und habe quasi dadurch auch immer einen Vorteil, dass ich meine Coins direkt wieder dem Netzwerk zur Verfügung stelle.

Und bekannt ist das besonders bei den drei größeren, also Ethereum, Cardano und Solana, die nach diesem Proof-of-Stake-Mechanismus arbeiten.

Und das ist ja auch etwas, du hast ja gerade gesagt, es gab dazu auch schon mal einen Podcast, ist auch eine Sache, die wir unseren Kunden anbieten. Also auch im direkten oder im nativen Kryptohandel bei uns können die Kunden inzwischen, ich glaube seit Ende letzten Jahres, für diese drei Kryptowerte Staking oder das Staking aktivieren.

Und können dann quasi auch somit mit ihren bei uns in der Sammel-Wallet verwahrten Kryptowerten Staking-Prämien verdienen.

Und das geht eben auch bei – gibt es eben auch Produkte oder auch bei Krypto-ETPs. Und da ist es natürlich besonders interessant, weil, ich sag mal, wir haben das jetzt seit Ende letzten Jahres. Ich glaube, es gibt irgendwie keine Handvoll in Deutschland von den, sage ich mal, Onlinebrokern oder den Kryptoanbietern, über die das möglich ist.

Das heißt, viele Kunden, die jetzt vielleicht auch irgendwo eine Wallet haben, eine Sammel-Wallet haben, die kommen gar nicht in diesen Genuss dieser Staking-Prämien oder können da gar nicht partizipieren.

Und dafür gibt es eben diese Möglichkeit mit Krypto-ETPs, weil dann auch da der Anbieter die Coins, die dort verwahrt werden, dann eben auch dem Netzwerk zum Staking zur Verfügung stellt.

Und dann quasi diese Staking-Rewards, die der Anbieter dadurch vereinnahmt, wieder an die Anleger zurückgibt, entweder über eine Anpassung im Kurs oder eben über Absenkung der jährlichen Gebühren oder der jährlichen Kosten, die bei so einem Produkt entstehen.

Also, da gibt's eben auch diesen Mechanismus bei den Krypto-ETPs, der natürlich da total spannend ist.

Nina: Ja, cool. Danke für die Erklärung. Einen Typen haben wir jetzt noch nicht angesprochen und zwar – oder nur kurz angeteasert: Welche Möglichkeiten gibt's denn im Derivatebereich?

Derivate

Denis: Genau, also das ist noch relativ neu. Also, ich habe ja eben gesagt, Krypto-ETPs sind so die beliebteste Alternative.

Das liegt jetzt nicht unbedingt nur daran, wie diese ETPs funktionieren, sondern liegt auch einfach daran, dass es die schon seit vielen Jahren gibt. Also, ich glaube, den ersten Krypto-ETP, den gab es auch irgendwie schon 2016/17. Jetzt glaube ich nicht in Deutschland, aber es gab da zumindest den ersten Krypto-ETP, der auf den Markt gebracht wurde.

Und bei den Derivaten gab es auch mal ein paar Produkte, die schon vor zehn Jahren emittiert wurden, aber so richtig ist das Ganze erst in den letzten ein, zwei Jahren entwickelt worden von den Emittenten. Und daher macht's auf jeden Fall Sinn, dass man sich den Punkt auch noch mal anschaut.

Allerdings da so ein bisschen Erwartungsmanagement: Also, wir können jetzt nicht – du hast das ja schon angesprochen, wir hatten ja im August den auch, sage ich mal, relativ umfangreichen Podcast zu dem Thema Derivate gemacht, wo wir die verschiedenen Derivatetypen und auch einige Basiswerte im Detail beleuchtet oder besprochen haben.

Das machen wir jetzt hier nicht, gibt's keine Wiederholung davon. Aber wir schauen uns einfach mal an, was es da aktuell gibt.

Und da gibt es eben einerseits verschiedene Indexzertifikate inzwischen. Also, Indexzertifikate bilden quasi den Kryptowert oder den Basiswert, was in dem Fall ein Kryptowert ist, zum Beispiel Bitcoin oder Ethereum, eins zu eins ab, also quasi wie so ein normaler Krypto-ETP.

Es gibt aber inzwischen auch mehr als 2.000 Hebelprodukte von – und das auch relativ neu. Ich glaube, im Herbst kam der Dritte dazu von drei unserer Premium-Partner.

Also ist einerseits Bank Vontobel, Schweizer Emittent, Morgan Stanley als US-amerikanischer Emittent und die Société Générale als französischer Emittent. Sind auch drei, sage ich mal, große Emittenten im deutschen Markt und die haben jetzt eben inzwischen 2.000 Hebelprodukte auch im Angebot.

Und hier insbesondere eben Turboscheine mit verschiedenen Basispreisen. Also, das heißt, ich kann da mein Risiko auch so ein bisschen steuern, je nachdem, wie jetzt, sage ich mal, mein Risikoappetit ist.

Und ich habe auch inzwischen die Auswahl an Faktoroptionsscheinen, zum Beispiel auf Bitcoin und Ethereum. Und auch da, sage ich mal, gibt's eine breite Palette von Faktor 2, wo man sagt, man verdoppelt quasi immer die Entwicklung, bis hin zu den, sage ich mal, hochspekulativen oder höher spekulativen Produkten irgendwie mit einem Faktor 10.

Also auch da ist der, ich sag mal, oft sogenannte Bauchladen der Emittenten inzwischen relativ gut gefüllt.

Was natürlich ein Vorteil ist, neben diesen verschiedenen Ausgestaltungsmerkmalen, die es bei den Hebelprodukten gibt, ist es eben auch das ganze Thema, dass es neben Long-Produkten, also mit denen ich an steigenden Kursen partizipieren kann, eben auch gleich viel oder nahezu gleich viele Short-Produkte gibt.

Und mit diesen Short-Produkten habe ich natürlich dann die Möglichkeit, auch an fallenden Kursen der jeweiligen Kryptowerte zu partizipieren oder zu profitieren.

So, das heißt, die bieten mir sogar noch mehr Flexibilität, diese Derivate. Und natürlich, wer diese Produkte kennt oder sich damit schon mal auseinandergesetzt hat, weiß natürlich auch, dass ich mit solchen Derivaten eben auch überproportional an Kursentwicklungen teilhaben kann.

Das heißt, mit so einem Faktor 6 zum Beispiel: Wenn der Bitcoin jetzt um 4 % steigt, habe ich natürlich gleich 24 %.

Aber auch da gilt, wie immer beim Hebel oder bei solchen Faktoren, geht es natürlich auch in die andere Richtung. Also besonders jetzt bei Kryptowerten, wo es auch mal kurzfristig starke Kursbewegungen geben kann und ich bin jetzt vielleicht auf der falschen Seite unterwegs mit einem höheren Hebel, kann das natürlich schnell zu einem ziemlich großen, letztlich sogar bis hin zum Totalverlust führen.

Also, da sollte man, wenn man jetzt mit spekulativen Produkten irgendwie mit hohem Faktor oder hohem Hebel unterwegs ist, sich aufgrund der Kursbewegung oder der starken Kursbewegung bei Kryptos da halt vielleicht wirklich vorher noch mal Gedanken übers Risikomanagement machen, dass man da dann am Ende nicht irgendwie böse überrascht wird.

Aber diese Produkte sind, wie gesagt, ganz spannend, weil sie mehr Flexibilität reinbringen und eben auch die Möglichkeit von Short-Produkten bieten.

Nina: Ja, wer da noch mal genauer reinhören will: Das war die Folge 55. Da hast du uns ja sehr ausführlich die verschiedenen Derivatetypen erklärt. Ich glaube, das ist super interessant für Leute, die da mehr zu wissen wollen, und vielleicht auch Leute, die da vielleicht schon einen Wissensstand haben. Ich glaube, da kann man immer noch mal einen draufsetzen auf den Wissensstand. Das ist auf jeden Fall sehr ausführlich geworden, die Folge und, wie ich finde, sehr interessant.

Denis: Danke, danke.

Zusammenfassung: Merkmale und Eignung

Nina: Jetzt wollen wir noch mal unser Kryptothema abschließen und zwar so ein bisschen darüber sprechen: Für welchen Anlegertyp eignet sich denn jetzt eigentlich welcher Weg?

Denis: Ja, genau. Also, auch hier sind wir jetzt, sage ich mal, bei den einzelnen Optionen auch im Detail mal ein bisschen eingegangen. Allerdings, wie du schon sagst, macht's, glaube ich, ziemlich viel Sinn, dass man am Ende einfach noch mal nicht nur das Wissen dazu hat, sondern dass man vielleicht auch mal irgendwie versucht abzuleiten: Wann oder für wen eignen sich denn die verschiedenen Wege?

Ja, und da würde ich sagen, schauen wir uns das einfach – oder fassen wir das noch mal kurz zusammen oder stellen wir es noch mal gegenüber anhand dieser fünf Merkmale, die wir eben immer besprochen haben.

1. Eigene Wallet und Kryptobörse

Denis: Und dann fangen wir direkt, würde ich mal sagen, mit diesem normalen, klassischen, traditionellen Weg an. Ich habe einen Account bei einer Kryptobörse, verwahre die Coins selbst in der eigenen Wallet.

Und da wären jetzt so, sage ich mal, die ersten ein, zwei Merkmale, die mir da jetzt einfallen würden, um da jetzt irgendwie was abzuleiten, nämlich, sage ich mal, Besitz der Coins und die Verwahrung.

Und das ist natürlich in dem Fall: Ich habe die Coins tatsächlich, weil ich sie ja wirklich in der eigenen Wallet verwahre. Also, das kann zum Beispiel eine Cold- oder eine Hot Wallet sein. Das haben wir uns ja angeschaut.

Steuerlich, glaube ich, macht es auch Sinn, wenn man schaut: Okay, für wen eignen sich die Produkte? Da habe ich natürlich eben diese spezielle Steuerregelung mit Steuerbefreiung der Gewinne nach über einem Jahr Haltedauer.

Und so Vorteile, sage ich mal, zusammengefasst: Vorteile habe ich da natürlich bei dem ersten Weg, dass ich eben immer die maximale Kontrolle habe über meine Coins.

Also, ich kann jederzeit einsehen: Sind sie noch da? Und kann sie auch jederzeit transferieren oder bin auch flexibler, wenn es jetzt irgendwie darum geht, irgendwelche Bestellungen oder Käufe mit Kryptowerten zu bezahlen.

Was jetzt so nicht geht beim Onlinebroker.

Nachteil ist da natürlich dann eben, dass ich das Ganze dafür auch technisch verantwortlich bin, einerseits für die Einrichtung und dann eben auch für das ganze Thema Sicherheit und Verwahrung der Keys.

Und daher würde ich daraus jetzt irgendwie ableiten, dass das halt schon für diejenigen Anleger geeignet ist, die langfristig investieren, die da vielleicht auch weniger Transaktionen immer haben. Weil zum Beispiel bei den Cold Wallets haben wir ja gesagt, ist es immer nicht ganz so einfach, da jetzt schnell irgendwie die Keys rauszuholen.

Bei Hot Wallets sieht's natürlich einfacher aus, aber ich würde jetzt sagen: Für langfristige Investoren, die auch besonders technikaffin sind, also die das einerseits irgendwie wirklich alles verstehen, was man da einrichten muss und auf was man da achten muss, und dann, sage ich mal, auch wirklich die Lust haben, sich da reinzuarbeiten.

2. Direkter Kryptohandel über einen Onlinebroker

Denis: Bei der zweiten Option ist ja vieles ähnlich. Das heißt, da besitze ich auch die Coins, zwar jetzt in Anführungsstrichen wirtschaftlich, habe sie jetzt nicht direkt in meiner eigenen Verwahrung, da sie ja in einer Sammel-Wallet bei dem Anbieter verwahrt werden.

Aber dennoch gibt es die Coins. Und auch da ist es ja, wie wir vorhin besprochen haben, steuerlich genauso geregelt. Das heißt, auch da habe ich wieder diese spezielle Steuerregelung mit dem einen Jahr Haltedauer.

Vorteile sind da natürlich, dass es halt deutlich einfacher ist, was die Verwahrung angeht. Und was jetzt für mich zum Beispiel ein großer Vorteil ist: Ich habe halt dann alles in einer App.

So kann ich alles direkt mit einem Klick irgendwie aufrufen, jederzeit schnell agieren, ohne verschiedene Apps nutzen zu müssen.

Der Nachteil ist natürlich: Ich bin abhängig dann von meinem Anbieter. Also, wenn ich jetzt zum Beispiel bei uns das Depot habe, bin ich jetzt eben abhängig davon, habe meine Bitcoins oder meine Kryptowerte dann immer bei justTRADE in der Verwahrung und kann jetzt keine Transfers anstoßen, Zahlungen abwickeln oder so was.

Das, was die Vorteile des einen sind, sind dann halt eher eben die Nachteile des anderen.

Eignet sich aber aus meiner Sicht dadurch dann eben ideal für Einsteiger, die sich jetzt vielleicht erstmalig irgendwie mit dem Thema Krypto auseinandersetzen, und auch Anleger, die vielleicht wirklich so wie ich persönlich da eben gerne alle Werte auf einen Blick sehen möchten.

Ich interessiere mich so ein bisschen irgendwie klar natürlich für Kryptowerte und informiere mich da, aber jetzt nicht auf dem Niveau, dass ich mich da jetzt irgendwie mit den Untiefen der technischen Angelegenheit oder der technischen Hintergründe und der Verwahrung irgendwie auseinandersetzen möchte.

3. Krypto-ETPs

Denis: Bei den Krypto-ETPs und Derivaten sind auch wieder viele Sachen ähnlich.

Nämlich bei den Krypto-ETPs habe ich halt eben keine Coins, also mir gehören die nicht, sondern die werden halt bei dem Anbieter verwahrt in der Wallet.

Dafür ist die Verwahrung noch mal deutlich einfacher, denn es ist einfach ein Wertpapierdepot, in dem meine Krypto-ETPs liegen. Genau da, wo auch meine Aktien liegen oder meine ETFs liegen.

Steuerlich ist das, was ich vorhin sagte, was auch durchaus spannend sein kann: Es gibt beides. Also, es gibt sowohl die Produkte, bei denen die Gewinne nach einem Jahr steuerfrei sind, und es gibt auch Produkte, die so ausgestaltet sind, dass sie normal unter die Abgeltungssteuer fallen.

Das heißt, ich habe dann da immer meine 25 % plus Soli.

Ein Vorteil neben der einfachen Verwahrung ist natürlich auch, dass es sehr einfach im Handling ist. Also, ich kaufe die einfach über eine Börse wie eine Aktie. Kennt jeder inzwischen, ist depotfähig.

Das heißt, ich kann die Produkte handeln auch über Anbieter, die kein Kryptoangebot haben.

Und es gibt halt eben diese besonderen Ausgestaltungen, wie jetzt zum Beispiel diese Basket-Produkte, die ich ganz spannend finde. Bevor ich dann irgendwie zehn einzelne Kryptowerte habe, schaue ich mir dann lieber mal so einen Basket an, ob das vielleicht was für mich sein kann.

Nachteil ist natürlich dann eben das Thema Handelbarkeit. Also, ich habe keinen 24/7-Handel, wie ich das normalerweise bei Kryptos habe.

Und man hat natürlich trotzdem bei diesen Produkten auch immer ein Emittentenrisiko. Auch wenn es eben bei diesen ETPs die Verwahrung der Coins gibt, habe ich je nach Produktausgestaltung trotzdem bei jeder Schuldverschreibung immer das Emittentenrisiko.

Daher würde ich immer sagen: Solche Produkte, weil sie ja wirklich sehr einfach sind und überall gehandelt werden können, sind sie eigentlich für jeden Anleger geeignet.

Also, mir fällt jetzt keiner ein, für den die nicht geeignet sind, weil man jederzeit – abgesehen von diesem Handel am Wochenende oder nachts – Zugriff darauf hat. Ich kann die auch einfacher transferieren, sage ich mal, vom Depotanbieter A zu Depotanbieter B.

Das wäre bei Kryptos jetzt nicht so möglich. Da mache ich einfach einen Depotübertrag, dann sind die beim anderen.

4. Krypto-Derivate

Denis: Und bei den Derivaten sind die meisten Sachen ähnlich. Also, auch da habe ich quasi keine Coins. Habe keine, dadurch, dass ich keine Coins habe, muss ich auch nichts verwahren und es wird auch nichts verwahrt, sondern es gibt einfach ein Wertpapierdepot, in dem meine Derivate liegen.

Steuerlich fallen die Derivate dann eben unter die Abgeltungssteuer.

Vorteil ist natürlich, sage ich mal, dass es halt eben diese Long- und Short-Produkte gibt. Das heißt, ich kann auch mal schwächere Marktphasen spielen, wenn ich jetzt mit Short-Produkten arbeite.

Und habe natürlich dadurch, dass es Hebelprodukte gibt oder, sage ich mal, Produkte mit Hebel und/oder Faktoren, kann ich dann eben auch kurzfristige Tradingstrategien vielleicht mit einem höheren Risiko fahren, als ich das jetzt mit einem normalen Krypto-Investment oder mit einem Krypto-ETP fahren könnte.

Aber auch da die gleichen Nachteile: Bin dann halt eben angewiesen auf die Handelszeiten des Emittenten, in der Regel von 8 bis 22 Uhr, und habe wie bei jedem Derivat eben auch ein Emittentenrisiko.

Daher würde ich da klar sagen: Auch das kann natürlich jeder tun. Da würde ich aber immer die Einschränkung machen: Also besonders die Kombination Derivate mit einem Hebel plus Kryptowert als Basiswert mit seiner doch im Vergleich zu Aktien volatileren Bewegung würde ich da auf jeden Fall sagen: eher für den erfahrenen Anleger geeignet.

Das Gesamtangebot

Denis: Aber das Beste ist natürlich, wenn man sich jetzt so diese vier Optionen – oder, sage ich mal, die drei Optionen – anschaut: Ich kann direkt in Krypto investieren, ich kann Krypto-ETPs handeln, ich kann Derivate auf Kryptos handeln.

Ist es natürlich das Beste, wenn ich mich als Anleger halt überhaupt gar nicht entscheiden muss, sondern wenn ich einen Anbieter habe, irgendwie einen Onlinebroker, bei dem ich mein Depot habe, der mir alles anbietet. Also direkt den Kryptohandel, direkt den Handel mit ETPs mit all seinen verschiedenen Ausgestaltungsformen und Derivaten.

Und dafür arbeiten wir ja auch im Produktmanagement immer. Dafür, glaube ich, haben wir da mit unserem Angebot mit, glaube ich, 66 Kryptowerten, die wir inzwischen haben, mit dem Flexible Staking auf die wirklich Kryptowerte, mit den 100 oder mehr als 100 Krypto-ETPs und diesen über 2.000 Long- und Short-Produkten auf Kryptos, sage ich mal, ein sehr gutes und auch sehr rundes Angebot.

Also, das kann man so ganz gut zusammenfassen.

Nina: Ja, mega. Ja, ich glaube, da brauchen wir uns definitiv nicht verstecken. Wir haben noch mal richtig aufgestockt bei den Kryptowerten. Vielen Dank dir, Denis. Das war, glaube ich, ein sehr runder Überblick über das ganze Thema und ist sicherlich für jeden irgendwie was dabei, weil es ja verschiedene Möglichkeiten gibt.

Outro

Nina: Ja, ich danke dir auf jeden Fall, dass du da warst und uns das erklärt hast.

Denis: Vielen Dank. Bis zum nächsten Mal.

Nina: Genau. Bis zum nächsten Mal.

Denis: Tschüss.

Nina: Tschüss.

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